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Paraguay treibt Marktzugang für Rindfleisch in Mexiko, Südkorea und Japan voran

Paraguay bemüht sich um die Zulassung seiner Rindfleischexporte nach Mexiko, Südkorea und Japan, um den Absatz auf wichtigen Auslandsmärkten breiter aufzustellen. Das Verfahren mit Mexiko ist am weitesten fortgeschritten, während aus der Türkei zunächst Interesse an rund 300 Tonnen gemeldet wurde.

Paraguay treibt Marktzugang für Rindfleisch in Mexiko, Südkorea und Japan voran

Mexiko ist im Zulassungsverfahren am weitesten

Paraguay arbeitet daran, den Marktzugang für Rindfleisch in Mexiko, Südkorea und Japan zu erhalten. Die nationale Fleischwirtschaft betrachtet diese drei Länder als die wichtigsten noch ausstehenden Marktöffnungen. Laut MarketData wäre paraguayisches Rindfleisch nach einer Zulassung in allen drei Staaten auf nahezu sämtlichen prioritären internationalen Märkten der Branche vertreten. China bliebe eine bedeutende Ausnahme.

Die Verhandlungen mit Mexiko sind am weitesten fortgeschritten. Daniel Burt, Geschäftsführer der paraguayischen Fleischkammer, erklärte, Paraguay habe die erforderlichen Audits und Inspektionen abgeschlossen und warte nun auf eine Nachricht der mexikanischen Behörden. Die Branche hält eine baldige Öffnung für möglich, ein Termin für die Zulassung wurde jedoch nicht genannt.

Südkorea und Japan erfordern längere Verfahren

Die Prozesse mit Südkorea und Japan befinden sich noch in einem früheren Stadium. Die zuständigen Stellen tauschen weiterhin Informationen und Unterlagen aus. Auch Audits gehören zu den notwendigen Schritten für den Marktzugang. Burt bezeichnete beide Verfahren als langwierig, ohne einen Zeitplan für ihren Abschluss zu nennen.

Nach Angaben der paraguayischen Fleischkammer haben die heimischen Verarbeiter bereits bewiesen, dass sie die Hygieneanforderungen anspruchsvoller Märkte erfüllen können. Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe werden regelmäßig geprüft, weil paraguayisches Rindfleisch schon zahlreiche Länder erreicht. Burt sieht die verbleibenden Hürden deshalb in den formalen Abläufen der Marktöffnung und nicht in mangelnden hygienischen Fähigkeiten der Industrie.

Die Türkei bietet eine staatlich gesteuerte Absatzchance

Die Türkei gehört inzwischen zu den Märkten, die paraguayische Erzeugnisse aus hygienerechtlicher Sicht zugelassen haben. MarketData berichtet von einem ersten türkischen Kaufinteresse an rund 300 Tonnen Fleisch. Dabei handelt es sich jedoch um ein konkretes Einzelinteresse und nicht um ein dauerhaftes Kontingent für Paraguay.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil die türkische Regierung Fleischimporte stärker kontrolliert. Weitere Geschäfte hängen vom staatlich festgelegten Importbedarf ab. Exporteure können die ersten 300 Tonnen daher nicht als Beginn eines planbaren, wiederkehrenden Warenstroms betrachten. Dennoch eröffnet die Zulassung paraguayischen Anbietern einen zusätzlichen potenziellen Absatzkanal, während die drei größeren Verfahren weiterlaufen.

Die Diversifizierung reicht über Rindfleisch hinaus

Eine Öffnung Mexikos, Südkoreas und Japans würde die Vermarktungsmöglichkeiten paraguayischer Erzeuger und Verarbeiter bei wachsender internationaler Nachfrage nach Proteinprodukten erweitern. Zusätzliche Zielländer könnten zudem die Abhängigkeit von einer kleineren Käufergruppe verringern. Die tatsächliche Handelswirkung wird jedoch von den Konditionen und der Nachfrage nach Erteilung der hygienerechtlichen Zulassung abhängen.

Die Expansionspläne der Branche beschränken sich nicht auf Rinder. Paraguayische Unternehmen prüfen auch Möglichkeiten, die Ausfuhr von Schweine- und Geflügelfleisch zu steigern. Sie wollen Produktion und Effizienz erhöhen, um neue Absatzchancen in mehreren tierischen Proteinsegmenten zu nutzen. Beim Rindfleisch stehen zunächst die Entscheidung Mexikos sowie der Abschluss der längeren Dokumentations- und Prüfverfahren in Südkorea und Japan im Mittelpunkt.

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