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Niederlande führen Polens Karottenlieferanten bei 20.030 Tonnen Importen an

Polen importierte von Januar bis Mai 2026 insgesamt 20.030 Tonnen frische oder gekühlte Karotten und Speiserüben, wie von WP Finanse zitierte GUS-Daten zeigen. Die Niederlande stellten 46,7 % der Menge, während Italien im Mai mit dem Eintreffen der neuen Ernte zum größten Lieferanten wurde.

Niederlande führen Polens Karottenlieferanten bei 20.030 Tonnen Importen an

Importe überschreiten bis Mai 20.000 Tonnen

Polen importierte zwischen Januar und Ende Mai 2026 insgesamt 20.030 Tonnen frische oder gekühlte Karotten und Speiserüben. Das geht aus Daten des polnischen Statistikamts GUS hervor, über die WP Finanse unter Berufung auf das Branchenportal warzywa.pl berichtete. Die Zahlen erfassen Waren der Position CN 070610 und zeigen, dass in den ersten fünf Monaten des Jahres weiterhin erhebliche Mengen ausländischer Ware auf den polnischen Markt gelangten.

Nach den ersten vier Monaten lagen die Importe bei 14.180 Tonnen. Im Mai kamen weitere 5.850 Tonnen hinzu, die höchste Monatsmenge seit Beginn des Jahres 2026. Damit entfielen rund 29 % des kumulierten Volumens von Januar bis Mai auf diesen Monat. Die Beschleunigung fiel mit der zunehmenden Verfügbarkeit der neuen Karottenernte in Südeuropa zusammen.

Die Fünfmonatsmenge entsprach mehr als einem Viertel der polnischen Gesamtimporte von 2025, die 69.650 Tonnen erreichten. Daraus lässt sich noch kein Ergebnis für das Gesamtjahr 2026 ableiten, da die Lieferungen vom Erntekalender und vom verfügbaren Inlandsangebot abhängen. Für Verarbeiter, Großhändler und Erzeuger verdeutlicht die Zahl jedoch, welche Menge ausländischer Ware bereits vor der Jahresmitte auf dem polnischen Markt konkurrierte.

Niederlande halten einen dominierenden Anteil

Die Niederlande blieben von Januar bis Mai Polens größter Lieferant und lieferten 9.360 Tonnen. Das entsprach rund 46,7 % der gesamten Einfuhren. Italien belegte mit 5.310 Tonnen den zweiten Platz, Deutschland lieferte 3.850 Tonnen. Zusammen stellten diese drei Länder den weitaus größten Teil des registrierten Volumens und bildeten die zentrale ausländische Versorgungsbasis des polnischen Marktes.

Die Liefermengen aus anderen Ursprungsländern waren deutlich geringer. Griechenland lieferte 668 Tonnen, Belgien 223 Tonnen und die Ukraine 194 Tonnen. Die Zahlen zeigen eine hohe Konzentration der polnischen Importe. Kleinere Anbieter bleiben dennoch am Markt und können in einzelnen Phasen des Saisonverlaufs an Bedeutung gewinnen.

Italien übernimmt im Mai die Führung

Im Mai änderte sich die Rangfolge der Lieferanten. Italien lag mit 2.240 Tonnen an der Spitze, gefolgt von den Niederlanden mit 1.580 Tonnen und Deutschland mit 1.080 Tonnen. Auch Griechenland baute seine Präsenz deutlich aus und lieferte im Mai 583 Tonnen. Aus der Ukraine kamen 151 Tonnen, aus Belgien 27 Tonnen.

WP Finanse führte die wachsende Rolle südeuropäischer Herkünfte auf den fortschreitenden Saisonverlauf und die Verfügbarkeit der diesjährigen Ernte zurück. Italienische und griechische Erzeuger boten bereits frisch geerntete Karotten an, darunter Ware mit entferntem Laub, was höhere Lieferungen nach Polen begünstigte. Für polnische Käufer signalisieren die Mai-Zahlen eine Verschiebung von der in der kumulierten Bilanz dominierenden niederländischen Versorgung hin zu Herkünften mit frischer Saisonware. Für einheimische Erzeuger und Händler sind Zeitpunkt und Umfang dieser Zuflüsse relevant, weil importierte Frühware den Wettbewerb beim Übergang von Lagerbeständen zur heimischen Ernte verstärken kann. Die Statistik weist Mengen und Herkunft aus, enthält jedoch keine Angaben zu Preisen, Vertragsbedingungen oder zur polnischen Inlandserzeugung im Berichtszeitraum.

Vollständige Marktanalyse

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