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Mexikos Rinderbestand sinkt wegen hoher Futterkosten und Dürren auf 24 Millionen Tiere

Mexikos Rinderbestand ist von 24.553.565 auf 24.027.332 Tiere gesunken. Höhere Futterkosten, wiederkehrende Dürren und Wasserknappheit belasten die Betriebe, während die kommerzielle Geflügelhaltung wächst.

Mexikos Rinderbestand sinkt wegen hoher Futterkosten und Dürren auf 24 Millionen Tiere

Nationaler Rinderbestand schrumpft

Mexikos nationale Agrarerhebung erfasste 24.027.332 Rinder nach 24.553.565 Tieren bei der vorherigen Zählung, wie Dairynews.today berichtete. Der Rückgang um 526.233 Tiere zeigt den wachsenden Druck auf eine Branche, die mit hohen Futterkosten, wiederkehrenden Dürren und Wasserknappheit konfrontiert ist.

Die Erhebung zählte 9.707.538 Zuchtkühe, 4.113.070 für die Endmast in Mastanlagen bestimmte Tiere und 713.337 registrierte Bullen. Auf die acht Bundesstaaten Veracruz, Jalisco, Durango, Chiapas, Chihuahua, Michoacán, Oaxaca und Tabasco entfielen 13,4 Millionen Tiere beziehungsweise 55,6 % des nationalen Bestands. Zuvor hatte ihr gemeinsamer Anteil 54,0 % betragen. Damit konzentriert sich die Rinderhaltung stärker auf die wichtigsten Erzeugerregionen.

Der Großteil der Milch geht an Verarbeiter

Am Ende des dritten Quartals wurden in Mexiko 2.349.239 aktiv gemolkene Kühe gehalten. Sie erzeugten im Durchschnitt 32,9 Millionen Liter Rohmilch pro Tag. Davon gelangten 31,9 Millionen Liter in kommerzielle Absatzkanäle und Verarbeitungsketten, während 994.000 Liter auf den Höfen verbraucht wurden. Der durchschnittliche Preis am Kühltank betrug 10,66 Pesos je Liter.

Die Produktionssysteme unterscheiden sich deutlich nach Region. In den Tropengebieten dominiert die Doppelnutzung für Milch und Fleisch. Im Norden und im zentralen Hochland arbeiten intensivere Milchviehbetriebe mit Schnellkühltanks. Bei der Milcherfassung ist eine durchgängige Kühlkette bei 4°C erforderlich, um die Hygiene- und Qualitätsvorgaben der Abnehmer zu erfüllen. Diese Infrastruktur erhöht die Belastung für Höfe, die bereits mit gestiegenen Betriebsmittelkosten kämpfen.

Futter dominiert die Betriebskosten

Dairynews.today führte den Druck auf die Rinderbetriebe auf höhere Kosten für Futtermittel, energiereiches Getreide und Eiweißzusätze sowie auf wiederkehrende Dürren und Wasserstress zurück. Dem Bericht zufolge entfallen mehr als 70 % der Betriebsausgaben je Liter Milch auf Futter. Dadurch reagieren Milcherzeuger besonders empfindlich auf die Preise von Getreide und Eiweißfutter und können Ausfälle bei Weidefutter oder Wasser schlechter ausgleichen.

Der Rückgang beschränkte sich nicht auf Rinder. Mexikos Schweinebestand sank von 16.021.318 auf 15.396.619 Tiere, also um 624.699. Der Ziegenbestand lag bei 2.461.276 Tieren. Davon wurden 158.387 gemolken und erzeugten täglich 170.372 Liter Milch, die überwiegend an spezialisierte handwerkliche Käsereien geliefert wurde. Mehr als 39.000 Imkereibetriebe meldeten zudem Völkerverluste durch Schädlinge und Krankheiten.

Geflügelbestand wächst gegen den Trend

Die kommerzielle Geflügelhaltung entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung. Der Bestand stieg von 522,4 Millionen auf 611,3 Millionen Tiere. Darunter waren 155,9 Millionen Legehennen, die täglich 6.678 Tonnen Konsumeier produzierten. Dieses Wachstum steht dem Rückgang bei Rindern und Schweinen gegenüber und könnte Unterschiede bei Produktionszyklen und Kostenstrukturen widerspiegeln.

Ein kleinerer Rinderbestand belegt für sich genommen noch nicht das Ausmaß eines künftigen Engpasses bei Rindfleisch oder Milch. Er verkleinert jedoch die Basis an Zucht-, Mast- und Milchtieren. Die Folgen hängen von der Produktivität, den Schlachtraten und der Fähigkeit der Erzeuger ab, Futter- und Wasserkosten zu kontrollieren. Da 55,6 % der Rinder in acht Bundesstaaten stehen, beeinflussen Wetter und Betriebsmittelpreise in diesen Regionen das nationale Angebot und die Preise überproportional stark.

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