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Mexikos Beerenexporte fallen um 12,7 Prozent, Blaubeeren legen zu

Mexikos Beerenexporte sanken im ersten Halbjahr 2026 um 12,7 Prozent auf 2,03 Milliarden US-Dollar, vor allem wegen des Einbruchs bei Erdbeeren um 29,8 Prozent. Blaubeeren waren die einzige Wachstumskategorie, während US-Käufern ein knapperes Erdbeerangebot droht.

Mexikos Beerenexporte fallen um 12,7 Prozent, Blaubeeren legen zu

Exporterlöse sinken im Halbjahr um 300 Millionen US-Dollar

Mexikos Exporte von Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Blaubeeren sind im ersten Halbjahr 2026 deutlich zurückgegangen, berichtet PortalFruticola. Der Gesamtwert der Lieferungen belief sich auf 2,03 Milliarden US-Dollar, 12,7 Prozent weniger als die 2,33 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Zahlen zeigen dabei keine einheitliche Schrumpfung der Branche, sondern eine zunehmende Kluft zwischen den einzelnen Beerensorten.

Im Jahresvergleich entspricht der Rückgang einem Verlust von rund 300 Millionen US-Dollar. Besonders relevant ist dies für die Vereinigten Staaten, die weiterhin der wichtigste Zielmarkt für mexikanische Beeren sind. Verschiebungen im mexikanischen Exportmix können somit die Warenverfügbarkeit und die Beschaffungsentscheidungen von US-Importeuren, Händlern und Einzelhändlern beeinflussen.

Erdbeeren ziehen Bilanz nach unten, Blaubeeren wachsen

Erdbeeren verursachten den größten Teil des Rückgangs. Ihr Exportwert fiel in den ersten sechs Monaten 2026 um 29,8 Prozent auf 523,1 Millionen US-Dollar. Laut PortalFruticola deutet diese Entwicklung auf eine möglicherweise geringere Verfügbarkeit mexikanischer Erdbeeren für Käufer in den Vereinigten Staaten hin.

Auch die Exporte von Himbeeren und Brombeeren gaben nach und sanken um 12 Prozent auf 994,5 Millionen US-Dollar. Trotz dieses Rückgangs blieben beide Früchte zusammen die wertmäßig größte der ausgewiesenen Kategorien. Ihre gemeinsamen Exporterlöse waren fast doppelt so hoch wie die Erlöse von Erdbeeren oder Blaubeeren jeweils für sich.

Blaubeeren entwickelten sich gegen den Trend. Als einzige Beerenkategorie verzeichneten sie Wachstum; ihr Exportwert stieg um 13,7 Prozent auf 516,4 Millionen US-Dollar. Dies weist auf eine wachsende Rolle Mexikos im US-Blaubeermarkt und eine allmähliche Verschiebung im Exportmix hin. Nach dem starken Einbruch bei Erdbeeren lagen die Erlöse beider Kategorien zudem nahezu gleichauf.

Monatliche Abkühlung und regionale Konzentration

Die Monatsdaten zeigen, dass der Schwung im weiteren Verlauf des Halbjahres deutlich nachließ. Der gemeinsame Exportwert aller Beeren fiel im Mai auf 258,3 Millionen US-Dollar und im Juni auf nur noch 107 Millionen US-Dollar. Das Juni-Ergebnis lag 34,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats und zeigt damit ein wesentlich schwächeres Periodenende, als es die Halbjahreszahl allein vermuten lässt.

Produktion und Exporte sind zudem geografisch stark konzentriert. Jalisco stand im zweiten Quartal 2026 für rund 77,5 Prozent des mexikanischen Exportwerts von Himbeeren und Brombeeren. Zusammen erreichten Jalisco und Michoacán einen Anteil von 97,6 Prozent, wodurch die Lieferkette stark von den Bedingungen in zwei Anbaustaaten abhängt.

Für US-Käufer ergeben sich zwei unterschiedliche Beschaffungssignale. Der starke Rückgang der Erdbeerexporte und die Abschwächung zum Halbjahresende sprechen für ein knapperes mexikanisches Angebot, während steigende Blaubeerlieferungen dort günstigere Verfügbarkeitsaussichten schaffen. Erzeuger und Exporteure müssen ein zunehmend uneinheitliches Portfolio steuern: Blaubeeren gewinnen an Gewicht, können die Verluste bei Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren aber nicht ausgleichen.

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