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Maniokknappheit stützt Brasiliens Wurzelpreise und begrenzt Derivateproduktion

Das Maniokangebot in Brasilien bleibt knapp, weil Erzeuger die Pflanzung priorisieren, Verkäufe verschieben und Regen die Feldarbeiten behindert. Ein niedrigerer Stärkegehalt drückt zusätzlich die industrielle Ausbeute und begrenzt die Produktion von Maniok- und Sauerstärke.

Maniokknappheit stützt Brasiliens Wurzelpreise und begrenzt Derivateproduktion

Begrenzte Ernte hält das Maniokangebot knapp

Auf Brasiliens Maniokmarkt herrscht ein Mangel an Wurzeln, der die Preise stützt und das Angebot verarbeiteter Derivate für industrielle Abnehmer reduziert. VG Notícias zufolge beruht der Druck auf geringeren Erntemengen, der Konzentration der Erzeuger auf die Pflanzung und sinkenden industriellen Ausbeuten.

Eine am 27. Juli veröffentlichte Erhebung des Zentrums für fortgeschrittene Studien in angewandter Wirtschaftswissenschaft (Cepea) zeigt, dass viele Erzeuger weiterhin die Pflanzung der neuen Ernte priorisieren. Andere verschieben den Verkauf jüngerer Wurzeln, weil die Rentabilität zu niedrig ist oder beschnittene Bestände noch nicht erntereif sind.

Die jüngsten Regenfälle haben die Einschränkungen verschärft. Obwohl die Niederschläge nur örtlich auftraten, behinderten sie die Feldarbeiten und verhinderten eine Ausweitung des Ernteangebots. Dies fällt besonders ins Gewicht, solange die Betriebe Arbeitskräfte und Maschinen für die Anlage der nächsten Kultur einsetzen, anstatt Wurzeln zur sofortigen Lieferung zu roden.

Niedrigerer Stärkegehalt senkt die Fabrikausbeute

Die Knappheit betrifft nicht nur die physische Menge, die bei den Verarbeitungsbetrieben eintrifft. Cepea-Forschende stellten auch einen stärkeren Rückgang des Stärkegehalts der Maniokwurzeln fest. Nach Angaben des Instituts könnte dies mit dem Vegetationszyklus, den angebauten Sorten oder den Wetterbedingungen zusammenhängen.

Ein niedrigerer Stärkegehalt bedeutet, dass die Verarbeiter aus derselben Wurzelmenge weniger Fertigprodukt gewinnen. Das senkt die industrielle Effizienz und begrenzt die Herstellung von Derivaten wie Maniokstärke und Sauerstärke. Fabriken und ihre Kunden geraten deshalb selbst dann unter Angebotsdruck, wenn noch eine gewisse Menge an Wurzeln zur Verarbeitung verfügbar ist.

Beide Faktoren verstärken sich: Die Verarbeiter erhalten weniger Wurzeln, während jede gelieferte Partie weniger Derivate hervorbringt. Damit ist das industrielle Angebot stärker eingeschränkt, als die reine Verfügbarkeit der Rohware vermuten lässt, und der Wettbewerb der Verarbeiter um Maniok nimmt zu.

Lieferungen könnten nach Mitte August steigen

Die meisten von Cepea befragten Erzeuger rechnen damit, die Pflanzung bis Mitte August abzuschließen. Danach könnten wieder mehr Arbeitskräfte und Maschinen für die Ernte eingesetzt werden. Die Forschenden erwarten ab der zweiten Augusthälfte schnellere Lieferungen an die Verarbeitungsindustrie, insbesondere wenn die Niederschläge wie erwartet zurückgehen.

Dieser Zeitplan eröffnet dem Markt eine mögliche Entlastung, garantiert jedoch keine sofortige Erholung der Derivateproduktion. Sowohl die von den Erzeugern freigegebene Wurzelmenge als auch ihr Stärkegehalt werden bestimmen, wie schnell die Fabriken ihre Produktion erhöhen können. Bleibt die Rentabilität unattraktiv, könnten Erzeuger jüngere Wurzeln weiterhin zurückhalten.

Bis die Lieferungen anziehen, dürften das begrenzte Wurzelangebot und die schwache industrielle Ausbeute die Maniokpreise stützen und die Verfügbarkeit von Derivaten einschränken. Für Verarbeiter zählt nicht nur der Beschaffungspreis, sondern auch die aus jeder Ladung gewonnene Stärkemenge. Industrielle Käufer von Maniok- und Sauerstärke bleiben daher einem knappen Angebot ausgesetzt, bis sich Erntebedingungen und Fabrikausbeuten verbessern.

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