Kroatischer Arbeitgeberverband fordert Abschaffung der Sondersteuer auf Kaffee
Der kroatische Arbeitgeberverband HUP fordert die Abschaffung der Sondersteuer auf Kaffee, die bei 0,80 Euro je Kilogramm Röstkaffee und 2,65 Euro je Kilogramm für Kaffeeextrakte, -essenzen und -konzentrate liegt. Die Forderung wird zur zentralen Priorität der neu gewählten Führung der HUP-Koordination der Kaffeeproduzenten, -verarbeiter und -händler unter Ivan Artuković von Franck. Laut HUP wäre die Abschaffung fiskalisch neutral.
Der kroatische Arbeitgeberverband HUP dringt auf die Abschaffung der Sondersteuer auf Kaffee und bezeichnet den Schritt als klare und umsetzbare Maßnahme zur Senkung der steuerlichen und administrativen Belastung der Branche. Wie das Wirtschaftsportal seebiz.eu berichtet, wird die Durchsetzung dieser Forderung zur zentralen Priorität der neu gewählten Führung der HUP-Koordination der Kaffeeproduzenten, -verarbeiter und -händler.
Derzeit wird in Kroatien auf Röstkaffee eine Sondersteuer von 0,80 Euro je Kilogramm erhoben, auf Kaffeeextrakte, -essenzen und -konzentrate 2,65 Euro je Kilogramm. Der Verband weist darauf hin, dass neben der Abgabe selbst auch die damit verbundenen Pflichten zur Berechnung, Aufzeichnung und regelmäßigen Meldung das Geschäft belasten.
Verarbeiteter Kaffee trägt die höchste Last
Der Abstand zwischen beiden Sätzen ist erheblich: Die Abgabe auf Extrakte, Essenzen und Konzentrate liegt je Kilogramm mehr als dreimal so hoch wie auf Röstkaffee. Am stärksten trifft das den löslichen Kaffee. Kaffee sei ein Produkt des breiten täglichen Konsums, argumentiert HUP, und seine zusätzliche Besteuerung müsse im Kontext der erklärten Ziele – Entlastung der Wirtschaft und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit – bewertet werden. Eine Abschaffung würde die steuerliche Komponente der Kaffeekosten direkt senken und die Abläufe der Unternehmen vereinfachen.
- Röstkaffee: Sondersteuer von 0,80 Euro je Kilogramm
- Kaffeeextrakte, -essenzen und -konzentrate: 2,65 Euro je Kilogramm
- Begleitende Pflichten: Steuerberechnung, Aufzeichnung und regelmäßige Meldung
Neue Führung für zwei Jahre gewählt
Auf der Wahlsitzung der Koordination, die im Rahmen des HUP-Verbands der Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft tätig ist, wurde Ivan Artuković von Franck zum Präsidenten gewählt. Zu Vizepräsidenten wurden Laurentiu-Florin Dimitriu von Nestlé Adriatic und Tomica Gulin von Anamarija Company bestimmt. Die Führung wurde für ein Mandat von zwei Jahren gewählt.
„Die Abschaffung der Sondersteuer auf Kaffee ist eine klare und umsetzbare Entlastungsmaßnahme. Die Senkung der steuerlichen und administrativen Kosten würde zusätzlichen Raum für Investitionen, Modernisierung und die Entwicklung der Branche schaffen. Wir erwarten, dass diese langjährige Forderung in eine konkrete Änderung der Steuerpolitik übersetzt wird“, sagte Artuković, Präsident der Koordination.
Fiskalische Neutralität, Preisgrenzen und Schattenwirtschaft
HUP stellt die Forderung in den Kontext schwankender Rohstoffpreise und steigender Anpassungsanforderungen an die Unternehmen und betont, dass die nationale Steuerpolitik eine wichtige Rolle bei der Schaffung stabilerer Bedingungen für Unternehmer spiele. Die Wirkung der Sondersteuer sei unter Berücksichtigung der Gesamtbelastung der Branche, der Verwaltungskosten und des verbleibenden Spielraums für wirtschaftliche Entwicklung zu bewerten.
Bei rekordhohen Einstandskosten gefährde die Besteuerung eines Grundnahrungsmittels wie Kaffee zudem die heimische Verarbeitung, so der Verband. Er verweist außerdem auf einen Widerspruch, der beseitigt werden müsse: das gleichzeitige Bestehen einer Sondersteuer und von Preisbeschränkungen. Nach Einschätzung von HUP wäre die Abschaffung fiskalisch neutral und sowohl für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit als auch für die Eindämmung der Schattenwirtschaft notwendig.
Die Koordination will den Dialog mit dem Finanzministerium und weiteren zuständigen Institutionen fortsetzen, um die Sondersteuer auf Kaffee abzuschaffen und die Geschäftsbedingungen der Branche zu verbessern.
Vollständige Marktanalyse