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Kroatiens Backwarenbranche überschreitet 1 Milliarde Euro Umsatz, Gewinn sinkt um 12,8 %

Die 912 kroatischen Hersteller von Brot, frischen Backwaren und Kuchen erzielten 2025 zusammen 1,1 Milliarden Euro Umsatz, 12,1 % mehr als im Vorjahr, wie Poslovni.hr unter Berufung auf Daten der Finanzagentur Fina berichtet. Die Aufwendungen stiegen schneller, der Nettogewinn fiel um 12,8 % auf 51,5 Millionen Euro. Die Ausfuhren legten um 33,6 % auf 104 Millionen Euro zu.

Kroatiens Backwarenbranche überschreitet 1 Milliarde Euro Umsatz, Gewinn sinkt um 12,8 %

Kroatiens Backwarenindustrie hat 2025 die Umsatzschwelle von einer Milliarde Euro überschritten. Die 912 Unternehmen, die Brot, frische Backwaren und ähnliche Erzeugnisse sowie Kuchen herstellen (Wirtschaftszweig NKD 10.71), erwirtschafteten zusammen 1,1 Milliarden Euro und damit 12,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Das berichtet Poslovni.hr unter Berufung auf Daten der Finanzagentur Fina, die für die September-Ausgabe des Branchenmagazins Ja TRGOVAC aufbereitet wurden.

Das Wachstum ging zulasten der Rentabilität. Die Gesamtaufwendungen stiegen schneller als der Umsatz, nämlich um 14,1 % auf 1 Milliarde Euro, und der Nettogewinn der Branche sank um 12,8 % auf 51,5 Millionen Euro nach 59 Millionen Euro im Jahr 2024.

Margen schrumpfen nach einem Rekordjahr

Das Ergebnis 2025 unterbricht eine ansonsten stetige Entwicklung. Nach Fina-Daten schloss die Backwarenindustrie jedes Jahr von 2014 bis 2025 mit einem positiven Finanzergebnis ab. Am stärksten war 2024 mit einem Nettogewinn von 59 Millionen Euro, am schwächsten 2021 mit 2,8 Millionen Euro. Gemessen am Umsatz liegt die Nettomarge 2025 unter 5 % und lässt damit kaum Puffer für weitere Kostensteigerungen bei Energie, Mehl und Arbeit.

Ausfuhren um ein Drittel gestiegen

  • Ausfuhren: 104 Millionen Euro, plus 33,6 % gegenüber dem Vorjahr
  • Einfuhren: 33,1 Millionen Euro, plus 2,1 %
  • Handelsüberschuss: um 25,5 Millionen Euro beziehungsweise 52,7 % ausgeweitet

Größter Einzelexporteur war 2025 PEKAR TOMO d.o.o. mit Lieferungen im Wert von 49,4 Millionen Euro, knapp die Hälfte des gesamten Auslandsabsatzes der Branche. Größter Importeur war MLINAR PEKARSKA INDUSTRIJA d.o.o. mit Einfuhren im Wert von 16,7 Millionen Euro.

Beschäftigung und Löhne

Die Zahl der Beschäftigten erreichte 15.486 und lag damit 5,4 % über dem Vorjahr. Der durchschnittliche monatliche Nettolohn betrug 994 Euro, ein Plus von 10,7 %. Am meisten zahlten die Großunternehmen mit durchschnittlich 1.131 Euro im Monat – 13,8 % über dem Branchendurchschnitt, aber weiterhin 13,4 % unter dem durchschnittlichen Nettolohn aller kroatischen Unternehmen. Die Großunternehmen erzielten mit 22,1 Millionen Euro auch den höchsten Nettogewinn aller Größenklassen, bei 51,5 Millionen Euro für die gesamte Branche.

Zagreb führt einen konzentrierten Markt an

In der Stadt Zagreb waren 203 Unternehmen der Branche ansässig, gefolgt von der Gespanschaft Split-Dalmatien mit 113 und der Gespanschaft Zagreb mit 88. Die wenigsten Unternehmen zählte die Gespanschaft Požega-Slawonien mit fünf. Zagreb führt auch beim Finanzergebnis: Die dort ansässigen Unternehmen erzielten 399,7 Millionen Euro Umsatz und 23,4 Millionen Euro Nettogewinn und liegen damit in beiden Kategorien an erster Stelle.

Die Konzentration ist ausgeprägt. Die zehn umsatzstärksten Unternehmen beschäftigten 39,6 % aller Arbeitskräfte, erzielten 52,6 % des Gesamtumsatzes und 63,3 % des Nettogewinns. Beim Umsatz führte MLINAR PEKARSKA INDUSTRIJA d.o.o. mit 183 Millionen Euro oder 16,9 % des Branchenumsatzes; das Unternehmen war mit 2.239 Beschäftigten (14,5 % der Branche) zugleich größter Arbeitgeber, zahlte im Schnitt 1.159 Euro netto im Monat und erzielte mit 12,6 Millionen Euro den höchsten operativen Gewinn der untersuchten Unternehmen. Den größten Nettogewinn verbuchte jedoch ZAGREBAČKE PEKARNE KLARA d.d. mit 9 Millionen Euro, das entspricht 17,4 % des Branchengewinns.

Vollständige Marktanalyse

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