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Preise für Äpfel und Birnen steigen vor Chuseok, Importobst rückt in koreanische Geschenkboxen

Eine Preiserhebung in Seoul beziffert den Chuseok-Opfertisch für vier Personen auf durchschnittlich 309.380 Won, 1,2% weniger als drei Wochen zuvor. Äpfel verteuerten sich jedoch um 11,8%, Birnen um 11,1% – importierte Mangos und Kiwis gewinnen im Geschenkgeschäft an Boden.

Preise für Äpfel und Birnen steigen vor Chuseok, Importobst rückt in koreanische Geschenkboxen

Die Kosten für einen Chuseok-Opfertisch in Seoul sind leicht gesunken, doch die beiden Früchte, die sowohl den Tisch als auch das Geschenkgeschäft zum Feiertag tragen, haben sich deutlich verteuert. Die Preisbeobachtungsstelle des koreanischen Dachverbands der Verbraucherorganisationen teilte am 22. September mit, dass ein Tisch für vier Personen im Durchschnitt 309.380 Won kostete und damit 1,2% weniger als drei Wochen zuvor, wie kyeonggi.com berichtet.

Obst läuft dem Warenkorb entgegen

Die Erhebung umfasste 24 Chuseok-Artikel, deren Preise am 17. und 18. September in 90 Verkaufsstellen in Seoul erfasst wurden – auf traditionellen Märkten, in Kaufhäusern und in großen Verbrauchermärkten. Fünfzehn Positionen waren billiger als in der vorangegangenen Runde. Die Rückgänge kamen von den Grundprodukten des Opfertisches, während Obst und eine Fischkategorie in die Gegenrichtung liefen.

  • Äpfel: plus 11,8%
  • Birnen: plus 11,1%
  • Kleiner Gelbfisch (Croaker): plus 19,6% – der stärkste Anstieg aller erfassten Positionen
  • Jujube: minus 14,9%
  • Rindfleisch, Spießzuschnitt und normales Fleisch: minus 9,2%
  • Alaska-Seelachsfilet: minus 5,5%

Die Zusammensetzung wiegt schwerer als die Gesamtzahl. Der Rückgang des Korbs um 1,2% verdeckt eine zweistellige Teuerung bei Obst, weil billigeres Fleisch und Trockenware sie ausgleichen. Für den Handel heißt das: Die wahrgenommene Feiertagsinflation entsteht in der Obstabteilung, selbst wenn der Kassenbon etwas leichter ausfällt als drei Wochen zuvor.

Geschenkboxen wechseln zu Mango und Kiwi

Die Preisbewegung verändert das Geschenksegment, in dem Apfel- und Birnenkisten seit Jahrzehnten das Standardpräsent zu Chuseok sind. Da sich beide Früchte deutlich verteuert haben, rückt Importobst als Alternative nach: Mangos und Kiwis erscheinen in Sortimenten, die bisher heimischen Obstbaubetrieben vorbehalten waren.

Auch die Auswahlkriterien verschieben sich. Früher wurde Geschenkobst nach Größe und Sorte ausgewählt – große, gleichmäßige Äpfel und Birnen erzielten als Repräsentationsware einen Aufpreis. Heute zählen Süße und Preis. Das begünstigt Importware, die über konstanten Zuckergehalt und Landekosten konkurriert und nicht über das Sortenprestige, auf dem das heimische Premiumsegment beruht.

Folgen für Erzeuger, Importeure und Handel

Für koreanische Apfel- und Birnenbetriebe ist das Feiertagsfenster der wichtigste Absatzzeitraum des Jahres. Höhere Stückpreise bedeuten jedoch nicht automatisch höhere Erlöse, wenn Mengen zu Substituten abwandern. Die heimische Prämie wird im Geschenkkanal realisiert; dort Regalfläche an Importobst zu verlieren, ist ein struktureller Risikofaktor, der über eine einzelne Preisspitze hinaus wirkt.

Für Importeure und Exporteure, die Mango und Kiwi nach Korea liefern, öffnet sich die Chance auf der Nachfrageseite, nicht bei den Zöllen: Die Erhebung enthält keinen Hinweis auf eine Regeländerung, nur eine Preislücke, die groß genug ist, um Kaufentscheidungen zu verschieben. Ob der Zugewinn Bestand hat, hängt davon ab, wo sich die heimischen Apfel- und Birnenpreise einpendeln, sobald die gesamte Erntemenge am Markt ist.

Der Verbraucherverband wies darauf hin, dass sich die Feiertagsausgaben über staatliche Rabattprogramme für Agrar- und Viehprodukte sowie über Aktionen zur Förderung von Fischereierzeugnissen senken lassen. Diese Zuschüsse verringern den Betrag an der Kasse, ändern aber nichts an der Angebotslage bei Obst, aus der die zweistelligen Anstiege stammen.

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