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Kirgisistan: Preis für lose Milch steigt binnen eines Jahres um 9,1 % auf 66,30 Som je Liter

Der Durchschnittspreis für lose Milch in Kirgisistan lag im Februar 2026 bei 66,30 Som je Liter und damit 9,1 % über dem Vorjahresmonat, berichtet Tazabek unter Berufung auf amtliche Statistik. Lose Milch steht dem Hoftor am nächsten und zeigt Kostendruck bei Rohmilch früh an. Eine Aufgliederung nach Regionen und Vertriebswegen sowie Mengenangaben fehlen.

Kirgisistan: Preis für lose Milch steigt binnen eines Jahres um 9,1 % auf 66,30 Som je Liter

Der Durchschnittspreis für lose Milch in Kirgisistan lag im Februar 2026 bei 66,30 Som je Liter und damit 9,1 % höher als ein Jahr zuvor. Das berichtet Tazabek unter Berufung auf Daten der amtlichen Statistik. Lose Milch wird literweise und ohne Verpackung verkauft und steht damit dem Hoftor am nächsten: Dieses Segment zeigt früher als andere, was Erzeuger erlösen und was Haushalte zahlen.

Was die Februar-Zahl zeigt

Aus dem Plus von 9,1 % ergibt sich für Februar 2025 ein Durchschnitt von rund 60,8 Som je Liter. Veröffentlicht wird ein landesweiter Mittelwert; eine Aufgliederung nach Regionen, Vertriebswegen oder Fettgehalt enthält der Bericht von Tazabek nicht. Preise von Basaren, Sammelstellen und Direktverkäufen ab Hof fließen also in eine einzige Zahl ein.

Der Februar ist ein besonderer Punkt im Milchjahr. Am Ende des Winters ist der Bestand am weitesten von der Weide entfernt, die Futterkosten sind am höchsten und die Milchleistung am niedrigsten. Lose Milch trägt deshalb einen saisonalen Aufschlag, der mit dem Weideaustrieb im Frühjahr üblicherweise nachlässt. Der Vergleich Februar zu Februar blendet diese Saisonalität aus und lässt die Jahresbewegung übrig.

Was hinter den 9,1 % steht

Die Statistik weist das Preisniveau aus, nicht dessen Ursachen. In einem Land, in dem ein großer Teil der Rohmilch aus Kleinbetrieben und Hauswirtschaften stammt, bestimmen den Winterpreis vor allem:

  • Futterkosten, die im Winter den Kostenblock kleiner Bestände dominieren;
  • Bestandsgröße und Leistung je Kuh, die das erfassbare Volumen setzen;
  • Kraftstoff- und Transportkosten auf kurzen, aber zersplitterten Sammelrouten;
  • Konkurrenz um Rohmilch zwischen Molkereien und dem Direktverkauf;
  • der Wechselkurs, der auf importierte Futterzusätze, Tierarzneimittel und Verpackung durchschlägt.

Folgen für Verarbeiter und Käufer

Rohmilch ist der größte Einzelkostenblock der Milchverarbeitung. Ein Anstieg der losen Milch um 9,1 % binnen eines Jahres bedeutet, dass derselbe Druck über die Einkaufsverträge der Werke für Butter, Käse, Milchpulver und abgepackte Milch läuft. Wer die Verteuerung nicht in die Großhandelslisten schreiben kann, verliert Marge; wer sie weitergibt, verschiebt sie mit Verzögerung ins Regal.

Die Wirkung endet nicht an der Landesgrenze. Kirgisistan gehört zur Eurasischen Wirtschaftsunion, seine Molkereien konkurrieren um Rohstoff und um Regalplatz mit Anbietern aus benachbarten Mitgliedstaaten, und steigende heimische Rohstoffkosten verringern diesen Vorsprung. Auch für Haushalte ändert sich die Rechnung: Lose Milch ist gewöhnlich die günstigere Variante gegenüber abgepackter Ware, und ein fast zweistelliger Jahresanstieg schmälert diesen Vorteil. Mengenangaben enthält die Veröffentlichung nicht, der Preis bleibt damit vorerst der einzige veröffentlichte Maßstab für die Marktbewegung.

Vollständige Marktanalyse

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