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Khalilabad verschärft Exportkontrollen zum Schutz seines Rosinenrufs

Khalilabad verschärft Kontrollen, nachdem Händler lokale kernlose Rosinen mit minderwertiger Ware aus anderen Regionen vermischt haben sollen. Das ostiranische Produktionszentrum investiert zudem in Kühlhäuser, Lasersortierung und alternative Exportwege über die Türkei und Pakistan.

Khalilabad verschärft Exportkontrollen zum Schutz seines Rosinenrufs

Der Ruf im Export steht auf dem Prüfstand

Khalilabad in der iranischen Provinz Razavi-Chorasan, ein führendes Zentrum der Rosinenproduktion im Osten des Landes, will seinen Namen auf internationalen Märkten stärker schützen. Zuvor war bekannt geworden, dass einige Händler hochwertige kernlose Rosinen aus Khalilabad mit minderwertigen kernhaltigen Shirazi-Rosinen aus anderen Regionen vermischt haben sollen. Die Mischung sei anschließend zu niedrigeren Preisen unter dem Namen Khalilabad verkauft worden, berichtete die Nachrichtenagentur ISNA in einem auch von Saat24 veröffentlichten Beitrag.

Der Rosinenexporteur Nasser Mohammadzadeh sagte ISNA, ausländische Käufer verbänden Khalilabad mit einheitlichen Spezifikationen und hoher Qualität. Fänden sie minderwertige oder verunreinigte Ware in einer Lieferung, könnten sie den Bezirk rasch von ihrer Liste verlässlicher Lieferanten streichen. Produzenten und Exporteure haben sich trotz Sanktionen und anderer Handelsprobleme Anerkennung in Nachbarländern und Europa erarbeitet. Ein Vertrauensverlust wäre daher teurer als jede kurzfristige Einsparung durch das Vermischen der Ware.

Kontrollen vor der Versiegelung der Container

Mahmoud Shaban, Leiter der Landwirtschaftsbehörde von Khalilabad, erklärte, die Verantwortlichen hätten mehrere Gespräche mit der Bezirksstaatsanwaltschaft geführt und die Genehmigung erhalten, bei der Containerbeladung einzugreifen. Finden Kontrolleure kernhaltige Shirazi-Rosinen in einer Ladung mit lokalen Produkten, werde ein Betrugsverfahren eröffnet und der Container nicht versiegelt. Laut Shaban steigen die Kosten für den Verursacher dadurch auf das Zwei- bis Dreifache, was eine direkte Abschreckung gegen falsche Herkunftsangaben schaffen soll.

Der Bezirk setzt außerdem Quarantänestellen zur stärkeren Produktüberwachung ein und strebt an, dass landwirtschaftliche Fachleute die Versiegelung der Container übernehmen. Dadurch soll die Kontrolle der ausgehenden Ware verbessert werden. Die Maßnahmen richten sich sowohl gegen vorsätzliches Vermischen als auch gegen Qualitätsverluste durch ungeeignete Lagerung, die selbst bei Rosinen aus Khalilabad Probleme in der Verarbeitung verursachen kann.

Kühlhäuser und neue Routen stützen den Export

Die Rebfläche in Khalilabad wird auf 6.920 Hektar geschätzt; die Daten von 16.240 Landwirten wurden erfasst und vollständig registriert. Shaban betonte, die aktualisierte Flächenangabe beruhe auf verbesserten Daten und einer genaueren Erfassung der Erzeuger, nicht auf einer tatsächlichen Ausweitung des Anbaus. Günstige Niederschläge im Vorjahr und akzeptable Rosinenpreise haben dennoch mehr Landwirte zur Rückkehr in den Traubenanbau ermutigt.

In diesem Jahr nahm der Bezirk sein sechstes Kühlhaus in Betrieb. Die Anlagen werden zunehmend als Exportterminals genutzt. Neben jedem Kühlhaus ist eine Lasersortieranlage vorgesehen; zwei Standorte verfügen bereits darüber und verladen höherwertige Ware für den Export. Auch die Handelswege verändern sich. Dubai nahm früher 70 % der Rosinen aus Khalilabad ab und war der wichtigste internationale Handelsplatz, ist inzwischen aber schwieriger und teurer zu erreichen. Nach Angaben von Shaban laufen die Ausfuhren über Mersin in der Türkei und über Pakistan gut; Lieferungen nach Dubai wurden zuletzt zu höheren Kosten wieder aufgenommen. Bezirksgouverneur Ali Garmabi forderte zudem eine Branchenorganisation, einen Verband oder eine Genossenschaft, um die Finanzierung der Erzeuger zu verbessern und Notverkäufe an Zwischenhändler zu niedrigen Preisen zu vermeiden. Strengere Kontrollen, registrierte Erzeugerdaten und bessere Sortierung können die Premiumposition sichern, von der Landwirte und Exporteure abhängen.

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