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Kasachstans Butterproduktion steigt um 47,4 %, Importanteil sinkt auf 13,9 %

Kasachstan produzierte von Januar bis April 2026 insgesamt 13.800 Tonnen Butter, 47,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren stiegen um 40,4 %, während Importe 13,9 % des Binnenmarktes abdeckten.

Kasachstans Butterproduktion steigt um 47,4 %, Importanteil sinkt auf 13,9 %

Butterproduktion gewinnt an Tempo

Kasachstan produzierte von Januar bis April 2026 insgesamt 13.800 Tonnen Butter mit einem Fettgehalt von höchstens 85 %. Das waren 47,4 % mehr als im gleichen Zeitraum 2025, berichtete Kapital.kz unter Berufung auf den Pressedienst des nationalen Statistikamtes. Der positive Produktionstrend hielt damit während der gesamten ersten vier Monate des Jahres an.

Der höhere Ausstoß bedeutet, dass einheimische Verarbeiter einen deutlich größeren Teil des kasachischen Butterbedarfs decken. Auf dem Binnenmarkt wurden im Viermonatszeitraum insgesamt 15.700 Tonnen verkauft. Importware erreichte einen Marktanteil von 13,9 %, sodass die heimische Produktion klar die wichtigste Versorgungsquelle blieb.

Exporte wachsen, bleiben aber klein

Kasachstan exportierte von Januar bis April 394,1 Tonnen Butter. Das entsprach einem Plus von 40,4 % gegenüber 280,7 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Russland, die Mongolei, Kirgisistan und Belarus waren die wichtigsten Absatzmärkte. Trotz der hohen Wachstumsrate entsprachen die Ausfuhren weniger als 3 % der gemeldeten Butterproduktion. Der zusätzliche Ausstoß war somit überwiegend für inländische Käufer bestimmt.

Die Einfuhren beliefen sich im selben Zeitraum auf 2.242,2 Tonnen, wobei Belarus und Iran als wichtigste Lieferländer genannt wurden. Das Importvolumen lag weiterhin deutlich über dem Exportvolumen. Der Anteil von 13,9 % am Binnenmarkt zeigt jedoch, dass Kasachstan seinen Bedarf bereits weitgehend aus eigener Produktion deckt. Für regionale Händler dürfte der wachsende Ausstoß bei begrenzten Exportmengen zunächst den Wettbewerb innerhalb Kasachstans verschärfen. Mehr Ware wird erst dann in die Nachbarländer fließen, wenn die Verarbeiter dauerhaft über den heimischen Bedarf hinaus produzieren.

Auch Speiseöl- und Molkereikapazitäten wachsen

Der Produktionsanstieg beschränkte sich nicht auf Butter. Kasachische Unternehmen stellten von Januar bis April 2026 insgesamt 335.500 Tonnen raffiniertes und unraffiniertes Sonnenblumenöl her. Das waren 13,2 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das gleichzeitige Wachstum bei Milchfett und Pflanzenöl verbreitert die einheimische Versorgungsbasis in zwei wichtigen Lebensmittelkategorien.

Weitere Investitionen in die Milchwirtschaft könnten diese Entwicklung stützen. Kapital.kz berichtete, dass der kasachische Hersteller Milkart Molkereiprodukte in Nachbarländer liefern will. Eine iranische Holding plant zudem für 35 Milliarden Tenge eine Käserei in der Region Almaty mit einer Jahreskapazität von 155.000 Tonnen. Die Agrargenossenschaft AzNur Agro hat außerdem in der Region Schambyl einen modernen Milchviehbetrieb in Betrieb genommen. Das Investitionsvolumen lag bei 1,8 Milliarden Tenge. Diese Projekte bestimmen den Butterausstoß nicht unmittelbar, zeigen aber anhaltende Investitionen in Milcherzeugung und Verarbeitung. Für Produzenten und Händler bleibt entscheidend, ob das schnelle Wachstum nachhaltig ist und ob sich Überschüsse nach Deckung der Binnennachfrage in größere regionale Verkäufe umwandeln lassen.

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