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Beschädigte Bewässerungskanäle gefährden Tomatenpflanzung in Japans Spitzenregion

Erdbebenschäden haben die Wasserversorgung der Tomatenbetriebe in Yatsushiro unterbrochen, Japans führender Kommune für Winter- und Frühjahrstomaten. Mehr als 500 Schadstellen wurden festgestellt; erste Tests des reparierten Kanalnetzes laufen mit begrenzter Wassermenge.

Beschädigte Bewässerungskanäle gefährden Tomatenpflanzung in Japans Spitzenregion

Bewässerungsausfall trifft Japans führendes Tomatengebiet

Die Tomatenerzeuger in Yatsushiro in der Präfektur Kumamoto könnten ihre nächste Kultur nicht wie geplant anbauen. Erdbebenschäden haben während extremer Hitze die landwirtschaftliche Wasserversorgung unterbrochen. Nach Angaben der Mainichi Shimbun fällt der Ausfall unmittelbar in die Zeit vor dem Setzen der Jungpflanzen. Tempo und Wirksamkeit der Kanalreparaturen sind damit entscheidend für den kommenden Produktionszyklus.

Yatsushiro ist unter Japans Kommunen der größte Produzent von Winter- und Frühjahrstomaten. Die Kultur wird von Oktober bis Juni erzeugt und unter dem Namen „Hachibee“ vermarktet, der von der Yatsushiro-Ebene abgeleitet ist. Die Betriebe nutzen hauptsächlich Wasser aus dem Kuma-Fluss, das über ein Netz aus Haupt- und Nebenkanälen durch die Ebene geführt wird.

Mehr als 500 Schadstellen festgestellt

Das Erdbeben beschädigte Kanäle unterschiedlicher Größe und unterbrach den Wasserfluss zu den landwirtschaftlichen Flächen. Der nördliche Bodenverbesserungsverband der Yatsushiro-Ebene erklärte, allein bei Sichtprüfungen seien mehr als 500 Schadstellen bestätigt worden. Der vollständige Zustand des Netzes könnte daher noch nicht bekannt sein. Für Notreparaturen werden Beton und Gummibahnen eingesetzt.

Das Ausmaß der Schäden erschwert die praktische Wiederherstellung der Versorgung. Die Reparatur eines Hauptkanals garantiert noch keine Lieferung an einzelne Betriebe, weil das Wasser mehrere miteinander verbundene Abschnitte passieren muss. Jede reparierte Stelle muss dem erneuten Durchfluss standhalten. Zugleich können bislang unsichtbare Schäden erst auffallen, wenn das System wieder mit Wasser gefüllt wird.

Testbetrieb beginnt, doch Betriebe bleiben schwer erreichbar

Seit dem 6. August wird nach Angaben der Mainichi Shimbun versuchsweise Wasser in einen flussaufwärts gelegenen Hauptkanal eingeleitet. Die Menge bleibt begrenzt, da zunächst geprüft werden muss, ob die Notreparaturen halten. Außerdem könnten bei den Tests weitere Lecks sichtbar werden. Eine ausreichende Versorgung der einzelnen Erzeuger über das nachgelagerte Netz bleibt deshalb schwierig.

Der Zeitpunkt birgt das unmittelbare Risiko, dass die Pflanzung in Japans wichtigstem Gebiet für Winter- und Frühjahrstomaten verspätet beginnt oder die Anbaufläche sinkt. Angaben zur gefährdeten Fläche oder zu möglichen Ernteverlusten liegen nicht vor. Kurzfristig hängt die Entwicklung davon ab, ob die Reparaturteams vor dem Setzen der Jungpflanzen eine verlässliche Versorgung herstellen können. Für die Betriebe geht es nicht nur um die verfügbare Wassermenge im Kuma-Fluss, sondern darum, ob das beschädigte Verteilnetz dieses Wasser während extremer Hitze zuverlässig zu Feldern und Gewächshäusern bringt. Eine längere Unterbrechung würde zunächst die Erzeuger treffen und könnte anschließend das Angebot für Käufer in Yatsushiros Vermarktungssaison von Oktober bis Juni verringern.

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