Kaffeepreise fallen, während Vietnams Maniokexporte mengenmäßig schrumpfen
Die internationalen Kaffeefutures gaben deutlich nach, während der vietnamesische Inlandspreis um 800 Dong je Kilogramm sank. Vietnams Maniokexporte verloren in den ersten sieben Monaten 2026 mengenmäßig 15,3 %, doch höhere Durchschnittspreise hielten den Erlös nahezu stabil.
Kaffeefutures geraten an den großen Börsen unter Druck
Die Kaffeepreise an den Börsen in London und New York sind am 28. August gesunken, wobei New Yorker Arabica die stärkeren Verluste verzeichnete. Dân trí zufolge schlossen alle erfassten Londoner Robusta-Termine in der jüngsten Sitzung schwächer. Gleichzeitig fiel der vietnamesische Inlandspreis im Durchschnitt um 800 Dong je Kilogramm.
Londoner Robusta zur Lieferung im September 2026 schloss bei 3.518 $ je Tonne, 70 $ oder 1,95 % niedriger. Der November-Kontrakt 2026 verlor 59 $ auf 3.555 $ je Tonne, der Januar-Termin 2027 sank um 57 $ auf 3.541 $. Die Kontrakte für März und Mai 2027 gaben um 52 $ beziehungsweise 49 $ auf 3.522 $ und 3.508 $ je Tonne nach.
In New York fiel Arabica für September 2026 um 15,70 Cent je Pfund auf 341,90 Cent. Der Rückgang entsprach rund 346,5 $ je Tonne; der neue Preis lag umgerechnet bei etwa 7.538 $ je Tonne. Dezember 2026 verlor 12,50 Cent auf 309,65 Cent je Pfund, März 2027 sank um 9,80 Cent auf 298,30 Cent. Die Termine für Mai und Juli 2027 gaben um 8,75 beziehungsweise 8,20 Cent je Pfund nach.
Brasilianische Arabica-Kontrakte entwickelten sich uneinheitlich. September 2026 fiel um 2,05 Cent auf 401,95 Cent je Pfund, entsprechend etwa 8.862 $ je Tonne. Dezember 2026 stieg dagegen um 3 Cent auf 381 Cent je Pfund oder rund 8.399 $ je Tonne.
Vietnams Inlandspreis fällt unter 97.000 Dong
Nach dem Rückgang um 800 Dong lag der durchschnittliche vietnamesische Kaffeepreis am 27. August bei 96.300 Dong je Kilogramm. In Đắk Lắk und Gia Lai wurden jeweils 96.200 Dong gezahlt, in Lâm Đồng 95.700 Dong und in der früheren Provinz Đắk Nông 96.500 Dong je Kilogramm.
Der gleichzeitige Rückgang von Futures und lokalen Notierungen senkt die Preisreferenzen für Verarbeiter und Exporteure. Einen konkreten Auslöser für die Bewegung nannte die Quelle jedoch nicht. Die stärkeren Verluste bei Arabica gegenüber Robusta verdeutlichten zudem die unterschiedliche Entwicklung der beiden wichtigsten Kaffeemärkte.
Höhere Preise stützen Vietnams Maniokerlöse
Vietnam exportierte in den ersten sieben Monaten 2026 insgesamt 1,104 Millionen Tonnen Maniok und Maniokerzeugnisse im Wert von 756,2 Millionen $, wie aus von Dân trí zitierten Daten des vietnamesischen Zolls hervorgeht. Gegenüber 2025 sank die Menge um 15,3 %, der Wert aber nur um 0,1 %. China nahm 93,2 % der Gesamtmenge ab, während der Durchschnittspreis um 17,6 % auf 299 $ je Tonne stieg.
Im Juli wurden mehr als 130.900 Tonnen im Wert von 57,4 Millionen $ ausgeführt. Gegenüber Juni gingen die Menge um 28,8 % und der Wert um 29 % zurück. Im Vergleich zu Juli 2025 betrugen die Rückgänge 41,5 % beziehungsweise 18 %.
Die Bestände an importierter Maniokstärke in wichtigen chinesischen Häfen wie Qingdao, Shanghai und Ningbo wurden auf 120.000-125.000 Tonnen geschätzt. In der ersten Augusthälfte lagen die Preise für Lieferungen an die Grenzübergänge Lạng Sơn und Móng Cái bei 3.950-4.050 CNY je Tonne. Importierte Maniokchips kosteten 285-295 $ je Tonne.
Das regionale Angebot bleibt knapp. Thailands Maniokernte 2026/2027 wird auf 18,757 Millionen Tonnen geschätzt, während die Inlandsnachfrage rund 37-45 Millionen Tonnen jährlich erreicht. Mosaikkrankheit, unbeständiges Wetter und aufgegebene Flächen zwangen zahlreiche Verarbeiter zur Schließung; Stärkefabriken arbeiteten nur mit 20-30 % ihrer Kapazität. Vietnamesische Exportstärke wurde für 610-630 $ je Tonne FOB Ho-Chi-Minh-Stadt angeboten, unter Thailands Rekord von 705 $ je Tonne FOB Bangkok. Vietnams Liefermengen nach Südkorea und Malaysia stiegen zugleich um 176,3 % beziehungsweise 47 %.