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K-Food-Exporteure expandieren in Argentinien nach Lockerung der Einfuhrregeln

Gelockerte Einfuhrbeschränkungen und das wachsende Interesse an koreanischer Kultur eröffnen Lebensmittelanbietern aus Südkorea neue Absatzwege. Die K-Food-Exporte nach Argentinien erreichten 2025 einen Wert von 9,6 Millionen $, 87 % mehr als im Vorjahr.

K-Food-Exporteure expandieren in Argentinien nach Lockerung der Einfuhrregeln

Marktöffnung erleichtert den Einstieg

Argentinien entwickelt sich zu einem möglichen Wachstumsmarkt für koreanische Lebensmittelmarken in Südamerika. Einfuhrbeschränkungen werden gelockert, während das durch K-Dramen und K-Pop entstandene Interesse zunehmend den alltäglichen Konsum erreicht. Korea Post berichtete von starkem Besucherandrang bei einer Werbeveranstaltung für koreanische Konsumgüter im Einkaufszentrum Abasto in Buenos Aires. Dort informierten sich Verbraucher über Teigtaschen, Snacks, Instantnudeln und Speiseeis.

In absoluten Zahlen bleibt das Exportgeschäft überschaubar, wächst jedoch schnell. Südkoreas Agrar- und Lebensmittelexporte nach Argentinien erreichten 2025 einen Wert von 9,6 Millionen $, ein Plus von 87 % gegenüber dem Vorjahr. Von Korea Post zitierte Regierungsdaten beziffern den argentinischen Lebensmittelmarkt 2025 auf 61,7 Milliarden $. In den folgenden fünf Jahren soll er jährlich um durchschnittlich 8,3 % wachsen und 2031 die Marke von 100 Milliarden $ überschreiten.

Handelsketten erweitern ihr koreanisches Sortiment

Koreanische Snacks, Nudeln und Tiefkühlprodukte erhalten mehr Platz bei großen Handelsketten wie Coto, Jumbo und Carrefour. Korea Post führt die Entwicklung auf das stärkere Interesse an koreanischer Kultur, eine stabilere gesamtwirtschaftliche Lage und gelockerte Einfuhrkontrollen zurück. Die langjährige protektionistische Politik Argentiniens hatte ausländischen Lebensmittelanbietern den Markteintritt erschwert.

Koreanische Lebensmittel verfügen zudem über eine ungewöhnlich sichtbare kulturelle Plattform. Argentinien erklärte 2023 als erstes Land außerhalb Koreas den 22. November zum nationalen Kimchi-Tag. Viele Verbraucher beginnen mit leicht zugänglichen Produkten wie Snacks und Speiseeis. Das Auftreten von Ramen und Gimbap in koreanischen Serien unterstützt die Nachfrage zusätzlich.

Exportstrategie nimmt lokale Gastronomie ins Visier

Das südkoreanische Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten und die Korea Trade-Investment Promotion Agency KOTRA nahmen Argentinien erstmals in ihr Programm zur Erschließung von Agrar- und Lebensmittelmärkten auf. Das KOTRA-Büro in Buenos Aires unterstützte Produkte von 34 koreanischen kleinen und mittleren Lebensmittelunternehmen mit Markenwerbung, Einkäufergesprächen und lokalen Verkaufsaktionen. Nach Schätzung der Veranstalter erreichte die Online- und Offline-Kampagne zusammen mehr als 5 Millionen Menschen.

Das Programm richtete sich auch an gewerbliche Gastronomiekunden. KOTRA lud Vertreter von 10 Restaurant- und Franchiseunternehmen zu einer Kochvorführung im HAN ein, das Korea Post als erstes mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant Südamerikas bezeichnet. Koreanische fermentierte Würzmittel und Kimchi-Sauce wurden in lokal beliebten Gerichten eingesetzt, um eine regelmäßige Nachfrage außerhalb koreanischer Restaurants aufzubauen. Auf Argentiniens größter Weinmesse präsentierten koreanische Anbieter zudem Soju und traditionelle alkoholische Getränke vor rund 1.000 Barkeepern, Importeuren und Vertriebspartnern. Entscheidend ist nun, ob sich kulturelle Neugier in stabile Distribution, gastronomische Nutzung und Wiederholungskäufe umwandeln lässt.

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