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Gurken, Tomaten und Auberginen werden in Japan wegen schwieriger Witterung teurer

Die Großhandelspreise für wichtiges Sommergemüse in Tokio sind kräftig gestiegen, nachdem trübes Juniwetter das Wachstum verzögert und die folgende Hitze Ernte und marktfähige Mengen beeinträchtigt hatte. Gurken kosteten Mitte Juli 28% mehr als im Vorjahr und lagen zuletzt mehr als 30% über dem üblichen Niveau.

Gurken, Tomaten und Auberginen werden in Japan wegen schwieriger Witterung teurer

Großhandelspreise in Tokio steigen

Die Preise für Japans wichtigstes Sommergemüse sind deutlich gestiegen. Ein trüber Juni verzögerte die Entwicklung der Pflanzen, anschließend erschwerte starke Hitze die Ernte und verringerte das marktfähige Angebot. Betroffen sind Gurken, Tomaten, Auberginen und grüne Paprika, die für Haushalte und Restaurants wichtige Saisonprodukte sind.

Mitte Juli kosteten Gurken am zentralen Großmarkt der Präfektur Tokio durchschnittlich ¥456 je Kilogramm und damit 28% mehr als im Vorjahreszeitraum, berichtete Nikkei. Auberginen verteuerten sich um 27% auf ¥526 je Kilogramm, Tomaten um 22% auf ¥504. Neuere, von tenki.jp angeführte Marktdaten zeigten Gurkenpreise von mehr als 30% über dem üblichen Niveau. Auch Auberginen, Tomaten und grüne Paprika wurden auf breiter Front teurer.

Auf trübes Wetter folgt schädliche Hitze

Hinter der Angebotsverknappung stehen zwei rasch aufeinanderfolgende Wetterprobleme. Zu wenig Sonnenlicht während des trüben Juniwetters verlangsamte das Pflanzenwachstum. Nach dem Ende der Regenzeit veränderten stärkere Sonneneinstrahlung und schnell steigende Temperaturen die Bedingungen auf den Feldern erneut, wodurch die weitere Preisentwicklung schwer einzuschätzen ist.

Die Hitze mindert nicht nur das Wachstum. Auf der Tokyo Chikyu Farm nahmen Gurken das während der Regenzeit im Boden gespeicherte Wasser auf und wuchsen bei dem plötzlichen Temperaturanstieg sehr schnell. Landwirt Takeo Kubota sagte tenki.jp, die Betriebe seien mit der Ernte nicht nachgekommen und hätten rund 30% entsorgen müssen, weil übergroße Gurken nicht mehr über den Markt verkauft werden konnten.

Damit entsteht ein ungewöhnliches Angebotsproblem: Die Kulturen wachsen zwar schnell, doch ein erheblicher Teil verfehlt die kommerziellen Größen- und Qualitätsnormen, bevor er geerntet und versandt werden kann. Auch in Kumenan, dem größten Gurkenanbaugebiet der Präfektur Okayama, sorgt die gefährliche Hitze für Besorgnis. Die Erzeuger befürchten während der Haupternte Einbußen bei Qualität und Menge.

Restaurants tragen weitere Kostensteigerungen

Die höheren Preise erreichen die Gastronomie in einer Phase starker saisonaler Nachfrage. Im handgezogene Nudeln anbietenden Restaurant Chugoku Teuchi Ramen Bazoku nahe dem Bahnhof Nippori in Tokio standen die Gäste weiter für kalte Nudelgerichte an, während im Zentrum Tokios an fünf Tagen in Folge extreme Hitze herrschte. Gurken und anderes Sommergemüse gehören zu den wesentlichen Zutaten dieser Gerichte.

Das Restaurant erhöhte seine Preise 2025 wegen gestiegener Zutatenkosten bereits um ¥200. Geschäftsführer Mitsutaka Mori sagte tenki.jp, der Betrieb würde die Preise gern erneut anheben, versuche sie aber angesichts der trotz Hitze kommenden Gäste stabil zu halten. Das Beispiel zeigt den Druck auf Restaurants, die zwischen dem Schutz ihrer Marge und weiteren Preiserhöhungen für Verbraucher wählen müssen.

Preisausblick bleibt wetterabhängig

Die nächste Preisbewegung hängt davon ab, ob mehr Sonnenschein die Erträge verbessert oder anhaltende Hitze weitere Pflanzenschäden, Qualitätsverluste und Ernteprobleme verursacht. Schnelleres Wachstum kann die auf den Feldern verfügbare Menge kurzfristig erhöhen. Es erzeugt aber auch mehr Ausschuss, wenn Arbeitskräfte nicht nachkommen oder das Gemüse zu groß wird.

Für die Erzeuger besteht die unmittelbare Aufgabe darin, schnell reifende Kulturen rechtzeitig als marktfähige Ware auszuliefern. Großhändler und Restaurantkäufer müssen mit unsicheren Mengen und möglicherweise stark schwankenden Beschaffungskosten rechnen. Da mehrere wichtige Sommergemüse gleichzeitig betroffen sind, benötigen Käufer neben besserem Wachstum auch stabile Qualität und ein Erntetempo, das die Betriebe bewältigen können.

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