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Japan vereinheitlicht Biersteuer im Oktober – Strategien der vier großen Brauereien driften auseinander

Japans letzte Reform der Alkoholsteuer für bierartige Getränke vereinheitlicht im Oktober die Steuersätze: Bier wird günstiger, Happoshu und „drittes Bier“ teurer. Während der Preisabstand schrumpft, spalten sich die vier größten Brauer in zwei Lager – Sapporo und Asahi setzen auf Alkohol und Export, Kirin und Suntory auf Gesundheitswissenschaft.

Japan vereinheitlicht Biersteuer im Oktober – Strategien der vier großen Brauereien driften auseinander

Letzte Biersteuerreform tritt im Oktober in Kraft

Japans bierartige Getränke stehen vor der letzten Reform der Alkoholsteuer: Im Oktober werden die Steuersätze innerhalb der Kategorie vereinheitlicht, berichtet Nikkei. Für Bier selbst sinkt die Steuer, während sie für die geringer besteuerten Kategorien Happoshu und „drittes Bier“ steigt. Der Preisabstand, der die drei Produktarten lange trennte, verringert sich dadurch.

Bislang wurden bierartige Getränke je nach Faktoren wie dem Malzanteil in den Zutaten in „Bier“, „Happoshu“ und „drittes Bier“ eingeteilt, jeweils mit unterschiedlicher Besteuerung, so Nikkei. Die Vereinheitlichung im Oktober hebt diese rechtliche Unterscheidung auf und damit auch einen Großteil des Preisanreizes, der Verbraucher und Hersteller zu den günstigeren, malzarmen Kategorien trieb.

Brauereien konzentrieren sich auf Bier

Da Bier durch die Reform günstiger wird, konzentrieren die Getränkehersteller ihre Investitionen auf diese Kategorie, berichtet Nikkei. Verkaufen wollen die Unternehmen nun das Produkt, das einen Preisvorteil erhält.

Schwieriger ist die Nachfrage. Nikkei weist darauf hin, dass der Markt weiter schrumpft, weil sich die Geschmäcker der Verbraucher ausdifferenzieren und sich Trinkgewohnheiten ändern – ein Gegenwind, den eine Steuersenkung allein nicht umkehrt. Für Lieferanten und Importeure zählt die Verschiebung im Sortiment: Vollmalzbier benötigt pro Volumen mehr Malz als Happoshu oder drittes Bier, sodass eine Rückkehr zum Bier die Rohstoffnachfrage stützt, auch wenn der Gesamtverbrauch fällt.

Die großen Vier driften auseinander

Laut Courrier Japon teilen Japans vier größte Akteure ein gemeinsames Ziel – die Abhängigkeit vom heimischen Biergeschäft zu verringern –, während der Alkoholkonsum im Land zurückgeht. Ihre Wachstumsstrategien haben sich jedoch klar in zwei Lager geteilt, und Marktteilnehmer sprechen davon, dass die Unternehmen „ähnlich, aber verschieden“ werden und der Abstand zwischen ihnen weiter wächst.

Sapporo und Asahi: zurück zum Kern

Sapporo Beer und Asahi Group Holdings legen den Schwerpunkt auf ihr ursprüngliches Alkoholgeschäft und suchen die Erschließung ausländischer Märkte, berichtet Courrier Japon. Für Handelspartner deutet dies auf einen anhaltenden Vorstoß hin, japanisches Bier und andere alkoholische Getränke im Ausland zu verkaufen.

Kirin und Suntory: Gesundheitswissenschaft

Kirin Holdings und Suntory Holdings suchen ihr Auslandswachstum dagegen in der Gesundheitswissenschaft, so Courrier Japon. Ihre internationalen Ambitionen richten sich eher auf funktionelle Gesundheitsprodukte als auf die Brauerei, was mittelfristig andere Exportkategorien und Partner bedeutet.

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