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Italiens Markt für alternative Pasta erreicht 247 Millionen Euro

Der italienische Einzelhandelsmarkt für Vollkorn-, Hülsenfrucht-, Dinkel-, Kamut- und glutenfreie Pasta erreichte 2025 einen Wert von 247 Millionen Euro. Glutenfreie Pasta wuchs am stärksten: Der Verbrauch stieg um 5,6 %, der Umsatzwert um 7,7 %.

Italiens Markt für alternative Pasta erreicht 247 Millionen Euro

Alternative Pasta wird zum Markt von 247 Millionen Euro

Der italienische Einzelhandelsmarkt für Pasta aus Vollkorngrieß, Hülsenfrüchten, Dinkel, Kamut, alternativen Getreidesorten und glutenfreien Zutaten erreichte 2025 einen Wert von 247 Millionen Euro. Die von Unione Italiana Food auf Grundlage von NielsenIQ-Daten ermittelten Zahlen zeigen, dass Hersteller ihr Angebot über klassischen Hartweizengrieß hinaus erweitern, während traditionelle Pasta für die italienische Ernährung zentral bleibt.

Italien verbrauchte 2025 insgesamt 1.730.121 Tonnen Pasta, entsprechend 23,1 Kilogramm pro Kopf. Das geht aus Daten von Unione Italiana Food hervor, über die HorecaNews und Il Messaggero berichteten. Gemessen am Gesamtmarkt bleiben alternative Produkte eine Nische. Ihr Verkaufswert und ihre Wachstumsraten schaffen jedoch Anreize für Hersteller und Handelsketten, das Sortiment auszubauen.

Auf Pasta aus Vollkorngrieß, Dinkel, Kamut und Hülsenfrüchten entfielen im Einzelhandel 51.432 Tonnen und 122 Millionen Euro. Grießpasta aus anderen Getreidesorten erreichte weitere 7.266 Tonnen und 27 Millionen Euro. Zum italienischen Einzelhandelssortiment gehören inzwischen Kichererbsen-Makkaroni, Lupinen-Penne, Dinkel-Fusilli, Hafer-Linguine, Spirulina-Spaghetti und Buchweizen-Rigatoni.

Glutenfreie Produkte führen das Wachstum an

Glutenfreie Pasta verzeichnete innerhalb der Kategorie das stärkste Wachstum. Der Verbrauch stieg um 5,6 % auf 18.041 Tonnen, während der Einzelhandelswert um 7,7 % auf 98 Millionen Euro zunahm. Dass der Wert schneller als die Menge wuchs, deutet auf einen höheren durchschnittlichen Verkaufswert je Einheit hin. Die Ausgangsdaten unterscheiden jedoch nicht zwischen Preisänderungen und einer Verlagerung zu teureren Produkten.

Die Kategorie profitiert sowohl von besonderen Ernährungsanforderungen als auch von der breiteren Nachfrage nach gesundheits- und ernährungsbezogenen Produkten. Pasta aus Hülsenfrüchten weist ein anderes Protein- und Ballaststoffprofil auf, während Erzeugnisse aus Hafer und Gerste Beta-Glucane enthalten. Auch Vollkornpasta hat ihren früheren Status als aufkommendes Produkt hinter sich gelassen. Laut HorecaNews hat sich ihr Verbrauch in den vergangenen Jahren verdoppelt.

Die Erwartungen der Verbraucher sprechen für weitere Produktentwicklung. Eine Untersuchung von AstraRicerche und Unione Italiana Food ergab, dass mehr als jeder dritte Italiener vielseitige und innovative Pasta erwartet. Mehr als die Hälfte rechnet künftig mit Produkten aus alternativen Mehlen oder Zutaten sowie mit neuen Formen und umweltfreundlichen Verpackungen.

Hersteller investieren 500 Millionen Euro in Forschung

Italienische Pastahersteller investieren nach Angaben von Unione Italiana Food durchschnittlich 10 % ihres Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung. Branchenweit entspricht das 500 Millionen Euro. Die Mittel fließen in Produktqualität, Lebensmittelsicherheit, Verarbeitungstechnik und Rezepturen, die mit Proteinen, Vitaminen oder Mineralstoffen angereichert sind.

Die Regulierung zieht eine klare Grenze zwischen traditioneller Pasta und vielen alternativen Produkten. Das Präsidialdekret 187/2001 reserviert die Bezeichnungen Hartweizengrießpasta und Hartweizendunstpasta für Produkte, die ausschließlich aus dem jeweiligen Hartweizenmahlerzeugnis und Wasser bestehen. Vollkorn-Hartweizenpasta darf ebenfalls nur Vollkornhartweizengrieß und Wasser enthalten. Produkte aus anderen Mehlen fallen nicht unter diese Definitionen.

Die Vorschriften erlauben außerdem Spezialpasta aus Mischungen von Hartweizengrieß, Hartweizendunst und Vollkorngrieß. Vitamine und Mineralstoffe dürfen zugesetzt werden, sofern ihre Verwendung der EU-Verordnung 1925/2006 entspricht. Für Hersteller werden damit sowohl die Rezeptur als auch die rechtskonforme Produktbezeichnung zu wichtigen kommerziellen Faktoren.

Traditionelle Grießpasta dominiert weiterhin den italienischen Verbrauch. Das alternative Segment mit einem Wert von 247 Millionen Euro bietet Verarbeitern und Händlern dennoch eine wachsende Premiumkategorie. Glutenfreie Produkte liefern derzeit den deutlichsten Impuls, während Vollkorn-, Hülsenfrucht- und alternative Getreiderezepturen zusätzliche Ernährungspräferenzen bedienen, ohne den etablierten Pastamarkt zu verdrängen.

Vollständige Marktanalyse

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