Verkäufe von verpacktem Speiseeis in Italien steigen in acht Monaten 2026 um 9%
Der Absatz von verpacktem Speiseeis in Italien ist von Januar bis August 2026 um 9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen, wie NielsenIQ-Daten des Istituto del Gelato Italiano zeigen. Die italienische Produktion erreichte 2025 261.000 Tonnen im Wert von rund 3 Milliarden Euro, ein Plus von 10% nach Volumen. Laut Eurostat liegt Italien nach Produktionsmenge auf Platz zwei in Europa hinter Deutschland.
Der Absatz von verpacktem Speiseeis in Italien ist in den ersten acht Monaten 2026 um 9% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 gestiegen. Die Zahlen veröffentlichte das Istituto del Gelato Italiano in Rom, der Verband der wichtigsten Hersteller von industriell verpacktem Speiseeis. Grundlage sind Handelsdaten von NielsenIQ für Gesamtitalien; vorgestellt wurden sie gemeinsam mit dem Manifest zur Sporternährung des Verbands.
Hitze stützt Handel und Impulskanal gleichermaßen
Der Verband führt den Zuwachs auf eine Erholung des Konsums zu Hause während eines als sehr heiß beschriebenen Sommers zurück. Wie Soldionline berichtet, blieb die stärkere Nachfrage nicht auf den Haushalt beschränkt: Der Außer-Haus-Verkauf, insbesondere das sogenannte gelato da passeggio — Hörnchen, Stieleis und Becher aus Bars, Kiosken und Verkaufsstellen —, kam bis Juni 2026 auf ein Mengenplus von knapp 4% gegenüber den gleichen Monaten 2025. Diese Angabe stützt sich auf Erhebungen von Unione Italiana Food für Januar bis Juni 2026 gegenüber 2025.
Beide Werte stammen aus unterschiedlichen Quellen und decken unterschiedliche Zeiträume ab, sind also nicht direkt vergleichbar: Die 9% beziehen sich auf über den Handel verkaufte Packungen in acht Monaten, die knapp 4% auf Impulsmengen in sechs Monaten. Zusammengenommen deuten sie auf Wachstum sowohl im Lebensmittelhandel als auch im Außer-Haus-Geschäft hin.
Eine Produktionsbasis von rund 3 Milliarden Euro
Die italienische Erzeugung von verpacktem Speiseeis erreichte 2025 laut Unione Italiana Food 261.000 Tonnen im Wert von etwa 3 Milliarden Euro. Der Branchenverband vertritt einen großen Teil der italienischen Lebensmittelindustrie. Die Inlandsnachfrage nahm zwischen Januar und Dezember 2025 rund 3,4 Milliarden Portionen verpacktes Speiseeis auf.
- Produktion 2025: 261.000 Tonnen
- Produktionswert 2025: rund 3 Milliarden Euro
- In Italien verkaufte Portionen, Januar bis Dezember 2025: rund 3,4 Milliarden
- Pro-Kopf-Verbrauch 2025: knapp 3 kg
Der Pro-Kopf-Verbrauch ist eine gängige Branchenkennzahl: Die gesamten Absatz- oder Produktionsmengen werden durch die Einwohnerzahl geteilt und geben so einen Hinweis darauf, wie stark ein Produkt in den Alltagskonsum eingedrungen ist. Auf dieser Grundlage entfielen 2025 knapp 3 kg verpacktes Speiseeis auf jeden Einwohner Italiens — ein Niveau, das laut Soldionline die flächendeckende Verbreitung des Produkts im gesamten Land bestätigt.
Platz zwei in Europa hinter Deutschland
Die italienische Produktion von verpacktem Speiseeis wuchs 2025 mengenmäßig um 10% gegenüber 2024. Von ANSA zitierte Analysten bezeichnen dieses Tempo als das höchste unter den fünf größten Erzeugern der Europäischen Union. Nach Eurostat-Daten für 2025 liegt Italien bei der produzierten Menge auf Rang zwei in Europa, hinter Deutschland und vor Frankreich. Eurostat ist das Statistikamt der Europäischen Union, das Wirtschafts- und Produktionsdaten der Mitgliedstaaten erhebt und harmonisiert, um Vergleiche zwischen den Branchen zu ermöglichen.
Zahlen mit einem Manifest zur Sporternährung veröffentlicht
Die Marktdaten wurden in Rom bei der Vorstellung des Manifesto dell'alimentazione dello sportivo bekannt gegeben, einer Initiative des Istituto del Gelato Italiano. Soldionline berichtet, das Manifest ordne sich in die breitere Debatte über Ernährung im Zusammenhang mit körperlicher Aktivität ein — eine Diskussion, an der Ernährungswissenschaftler, Ärzte, Sportler und die Lebensmittelindustrie beteiligt sind — mit dem erklärten Ziel, Leitlinien und gute Praxis für verantwortungsvollen Konsum zu definieren.
Bei derselben Veranstaltung erklärten die im Verband organisierten Unternehmen, sie hätten gemeinsam mit Caritas rund 46.000 Eisportionen an Menschen in prekären Lebenslagen in mehreren italienischen Städten gespendet, darunter Turin, Rom, Cagliari, Pescara und Florenz.
In der Summe zeichnen die Zahlen einen wachsenden Markt für verpacktes Speiseeis, getragen von der Witterung, der Erholung des Konsums zu Hause und der Verfestigung der Außer-Haus-Nachfrage, wobei Italien zugleich eine führende Position in der europäischen Produktion behauptet.