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Irlands Vollmilchpulver-Lieferungen in die EU steigen um 166,2 % auf 9.283 Tonnen

Irland lieferte von Januar bis Mai 2026 9.283 Tonnen Vollmilchpulver in andere EU-Mitgliedstaaten, ein Plus von 166,2 % gegenüber dem Vorjahr. Das zeigen Handelsdaten von DCA Market Intelligence. Parallel erreichten die europäischen Milchpulverpreise die höchsten Stände seit 2022.

Irlands Vollmilchpulver-Lieferungen in die EU steigen um 166,2 % auf 9.283 Tonnen

Irlands Lieferungen von Vollmilchpulver in andere Mitgliedstaaten der Europäischen Union erreichten von Januar bis Mai 2026 9.283 Tonnen und lagen damit 166,2 % über dem Vorjahreswert. Das geht aus Handelsdaten von DCA Market Intelligence hervor, über die dairynews.today berichtet.

Der irische Zuwachs übertraf den Gesamttrend des Binnenmarkts deutlich. Der innergemeinschaftliche Handel mit Vollmilchpulver stieg in den gleichen fünf Monaten um 2,9 % auf 91.997 Tonnen, die Ausfuhren der EU in Drittländer legten um 2,2 % auf 78.051 Tonnen zu. Deutschland trug maßgeblich zu diesem Zuwachs bei.

Irische Mengen wachsen in einem flauen EU-Markt

Mit 9.283 Tonnen stellte Irland rund ein Zehntel des gesamten innergemeinschaftlichen Vollmilchpulverhandels der ersten fünf Monate, nach weniger als der Hälfte dieser Menge ein Jahr zuvor. Laut dairynews.today vollzog sich die Verschiebung, weil europäische Verarbeiter und Lebensmittelhersteller mehr Pulver innerhalb des Binnenmarkts aufnahmen, statt es in Drittmärkte zu schicken.

Zusätzliche irische Milch stand dafür nicht zur Verfügung. Die irische Anlieferung blieb bis Juli mit 5,80 Millionen Tonnen weitgehend stabil und lag 0,4 % unter dem Vorjahr. Das Mengenwachstum konzentrierte sich auf dem Kontinent: Die deutsche Anlieferung stieg um 6,4 % auf 20,16 Millionen Tonnen, die französische um 2,2 % auf 14,66 Millionen Tonnen, die Niederlande legten um 4,5 % und Polen um 3,1 % zu.

Pulvernotierungen auf dem höchsten Stand seit 2022

Die Handelsverschiebung fiel mit einem kräftigen Anstieg der europäischen Milchpulverpreise zusammen. Anfang September galt:

  • Magermilchpulver in Lebensmittelqualität notierte bei 3.205 Euro je Tonne, 9,6 % über dem Vormonat und 44,4 % über dem Vorjahr.
  • Magermilchpulver in Futtermittelqualität erreichte 3.225 Euro je Tonne, ein Plus von 41,1 % im Jahresvergleich.
  • Süßmolkenpulver in Lebensmittelqualität verteuerte sich um 79 % im Jahresvergleich, Futtermittelqualität um 94,4 %.
  • Laktose legte um 59 % zu.

Dem Bericht zufolge sind das die höchsten Stände seit 2022. Vollmilchpulver bildet die Ausnahme: Die Preise lagen weiterhin leicht unter dem Vorjahresniveau, während sich die europäischen Notierungen insgesamt denen internationaler Wettbewerber annäherten.

Verarbeiter setzen stärker auf Magermilchpulver

Die europäischen Verarbeiter lenkten mehr Rohmilch in die Magermilchpulverproduktion. Die EU-Erzeugung stieg im ersten Halbjahr 2026 um 11,7 % auf 865.019 Tonnen, die irische Produktion um 19,4 %. Der innergemeinschaftliche Versand von Magermilchpulver wuchs um 13,5 % auf 286.920 Tonnen, die Ausfuhren in Drittländer um 10,6 % auf 367.628 Tonnen. Belgien, Deutschland und Frankreich lieferten die großen Mengen in Nicht-EU-Märkte.

Die Produktion sonstiger Milch- und Rahmpulver in der EU ging im gleichen Zeitraum um 3,4 % zurück. Das zeigt, wie stark sich der Produktmix in Richtung Magermilchpulver verschoben hat und im Fall Irlands in Richtung Vollmilchpulver für den Binnenmarkt.

Was das für Käufer und Händler bedeutet

Für Importeure außerhalb Europas zählt die Kombination: Die Binnennachfrage bindet einen größeren Teil der EU-Pulvererzeugung, während sich die europäischen Angebote preislich dem internationalen Niveau angenähert haben. Die Ausfuhren in Drittländer wachsen weiter, um 2,2 % bei Vollmilchpulver und 10,6 % bei Magermilchpulver, doch der Zuwachs verteilt sich auf eine kleine Gruppe von Lieferanten mit Deutschland, Belgien und Frankreich an der Spitze.

Für die irischen Verarbeiter ist der Rohstoff die eigentliche Grenze. Bei einer Anlieferung von 5,80 Millionen Tonnen und einem leichten Minus zum Vorjahr hängt weiteres Wachstum der Pulverlieferungen am Produktmix und daran, ob sich die Preise nahe den Vierjahreshochs halten, nicht an zusätzlicher Milch.

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