Iran kauft 104.000 Tonnen grüne Teeblätter, 78 Prozent der Bauernforderungen beglichen
Die iranische Tee-Organisation hat in dieser Saison mehr als 104.000 Tonnen grüne Teeblätter angekauft und daraus 23.400 Tonnen Trockentee erzeugt, die Produktion liegt rund 19 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Von 3,75 Billionen Toman Blattwert wurden 2,925 Billionen Toman oder 78 Prozent an die Teebauern ausgezahlt. Die Fabriken haben rund 90 Prozent ihres Anteils beglichen, der Staat erst etwa 40 Prozent.
Iran hat in der laufenden Saison bislang mehr als 104.000 Tonnen grüne Teeblätter angekauft und daraus rund 23.400 Tonnen Trockentee erzeugt. Das sagte Habib Jahansaz, Leiter der iranischen Tee-Organisation, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Tasnim, das eghtesadjournal.com veröffentlichte. Rund 78 Prozent der den Teebauern dafür zustehenden Gelder sind ausgezahlt.
Ankaufsmengen und Verarbeitungsausbeute
Die bisher angekauften Blätter haben laut Jahansaz einen Wert von rund 3,75 Billionen Toman. Aus 104.000 Tonnen Frischblatt 23.400 Tonnen Fertigtee zu gewinnen, entspricht einem Verhältnis von etwa 4,4 Kilogramm Grünblatt je Kilogramm Trockentee und einem durchschnittlichen Ankaufswert von rund 36 Millionen Toman je angelieferter Tonne. Die Zahlen erfassen die Lieferungen bis zum Tag des Interviews und enthalten die Herbstpflückung noch nicht. eghtesadjournal.com veröffentlichte den Bericht unter einer Überschrift, die auf Gilan verweist, die nördliche Kaspi-Provinz im Zentrum des iranischen Teeanbaus.
- Angekauftes Grünblatt: mehr als 104.000 Tonnen
- Erzeugter Trockentee: rund 23.400 Tonnen
- Wert des angekauften Blattes: rund 3,75 Billionen Toman
- An Teebauern gezahlt: rund 2,925 Billionen Toman oder 78 Prozent
- Produktionsveränderung im Jahresvergleich: plus rund 19 Prozent
Zahlungen teilen sich Staat und Fabriken
Die Abrechnung mit den Bauern wird aus zwei Töpfen finanziert: einem staatlichen Beitrag und dem Eigenanteil der verarbeitenden Fabriken. Die Fabriken haben nach Angaben von Jahansaz bislang rund 90 Prozent ihres Anteils gezahlt, der Staat etwa 40 Prozent. Von den 3,75 Billionen Toman sind rund 2,925 Billionen Toman bei den Bauern angekommen, offen bleiben damit etwa 825 Milliarden Toman.
Eine weitere Zuweisung von rund 340 Milliarden Toman hat die Staatskasse freigegeben und dem Ministerium für Landwirtschaftlichen Dschihad zur Verfügung gestellt, sagte Jahansaz. Sobald das Geld auf das Konto der Tee-Organisation überwiesen ist, sollen die Zahlungen an die Bauern in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Damit werde der staatliche Anteil an den Abrechnungen deutlich steigen und die Gesamtsumme über das derzeitige Niveau hinausgehen; die Begleichung werde sich über die folgenden Pflückungen fortsetzen.
Produktion dank Niederschlägen 19 Prozent höher
Die Produktion liegt rund 19 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, die Bedingungen waren laut Jahansaz bislang günstig. Er führte die Verbesserung auf die Niederschläge zurück: Regen sei für Teegärten und andere Kulturen von großer Bedeutung, die diesjährige Verteilung habe den Zustand der Plantagen verbessert. Auch für die Herbstpflückung seien die Bedingungen besser als im Vorjahr; halte der Trend an, lasse sich ein Teil der bestehenden Rückstände aufholen und die Herbsternte stärken. Zugleich verwies er darauf, dass Freilandanbau dauerhaft von Umweltfaktoren abhängt: Regen, Licht und Temperatur wirken unmittelbar auf den Ertrag, das Risiko tragen die Bauern.
Was die Zahlen zeigen und was nicht
Die Tee-Organisation veröffentlichte weder eine Aufschlüsselung nach Qualitäten, Fabriken oder Bezirken noch ein Ankaufsziel für die Gesamtsaison, sodass sich die 104.000 Tonnen nicht an einem Jahresplan messen lassen. Das Plus von 19 Prozent bezieht sich auf den Vorjahreszeitraum, nicht auf einen mehrjährigen Durchschnitt. Die Zahlungsquoten beziehen sich auf den Wert des bereits angelieferten Blattes; die verbleibenden 22 Prozent hängen vom Tempo der Überweisungen aus der Staatskasse ab, nicht von den Plantagen.