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Irans offizielles Geflügelfleischangebot sinkt im August um 3%

Irans offizielle Schlachthöfe lieferten im Mordad 1405 insgesamt 211.229 Tonnen Geflügelfleisch, 3% weniger als im Vorjahresmonat. Hühnerfleisch stellte laut den von ANA veröffentlichten Daten 204.513 Tonnen oder 96,8% der Gesamtmenge.

Irans offizielles Geflügelfleischangebot sinkt im August um 3%

Offizielles Angebot erreicht 211.229 Tonnen

Irans offizielle Schlachthöfe lieferten im Mordad 1405 insgesamt 211.229 Tonnen Geflügelfleisch. Das berichtete ANA unter Berufung auf das Statistische Zentrum des Iran. Die Menge lag 3% unter dem entsprechenden Monat des Jahres 1404 und zeigt damit einen Rückgang des Volumens, das über das amtlich erfasste Schlachtsystem vermarktet wurde.

Im Monatsvergleich entwickelte sich das Angebot günstiger. Gegenüber Tir 1405, dem unmittelbar vorhergehenden Monat, stieg es um rund 2%. Die Schlachthofproduktion erholte sich somit kurzfristig, blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau. Die Statistik erfasst in offiziellen Betrieben geschlachtetes Geflügel und bildet nicht sämtliche Produktions- und Vertriebskanäle des Landes ab.

Hühnerfleisch stellt fast 97% der Menge

Hühnerfleisch dominierte das Sortiment mit 204.513 Tonnen und einem Anteil von 96,8% am gesamten Geflügelfleischangebot der offiziellen Schlachthöfe. Auf Putenfleisch entfielen 2.275 Tonnen oder 1,1%. Andere Geflügelarten kamen zusammen auf 4.441 Tonnen beziehungsweise 2,1%.

Wegen dieser starken Konzentration bestimmen Veränderungen bei der Schlachtung und Lieferung von Hühnern weitgehend die Entwicklung des iranischen Geflügelfleischmarktes. Putenfleisch und andere Geflügelarten stellten zusammen lediglich 3,2% der erfassten Menge. Produzenten, Verarbeiter und Händler sind daher vor allem von der Leistungsfähigkeit der Hühnerfleischkette abhängig.

Jahresrückgang muss weiter beobachtet werden

ANA zufolge ist Geflügelfleisch für die Ernährungssicherheit des Iran wichtig, weil es im Allgemeinen günstiger als viele andere Fleischarten ist und einen bedeutenden Anteil am Konsum der Haushalte hat. Ein anhaltender Angebotsrückgang könnte den Zugang zu tierischem Eiweiß beeinträchtigen und den heimischen Proteinmarkt belasten. Die Daten enthalten jedoch keine Preisangaben und belegen weder Engpässe noch steigende Einzelhandelspreise infolge des August-Rückgangs.

Nach Einschätzung von ANA könnte das Minus von 3% mit höheren Produktionskosten, Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Futtermitteln und anderen Betriebsmitteln oder Einschränkungen innerhalb der Produktionskette zusammenhängen. Für eine belastbare Ursachenanalyse seien zusätzliche Daten zu Kükenproduktion, Betriebsmittelversorgung, Kosten und Nachfrage erforderlich. Das monatliche Plus von 2% zeigt, dass Produktionskapazitäten aktiv blieben. Ein einzelner Wachstumsmonat gleicht den Jahresrückgang aber nicht aus. Weitere Schlachthofdaten müssen zeigen, ob im August eine Erholung begann oder nur ein vorübergehender Anstieg stattfand.

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