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Indonesien sieht weiteres Exportpotenzial für Vanille bei anhaltender Auslandsnachfrage

Indonesische Anbieter sehen zusätzliche Absatzchancen für Vanille in den USA, Europa und Asien, doch geringe und schwankende Produktionsmengen begrenzen das Wachstum. PT Java Agro Spices exportiert jährlich rund 10 Tonnen und bezieht Rohware aus mehreren Regionen Indonesiens.

Indonesien sieht weiteres Exportpotenzial für Vanille bei anhaltender Auslandsnachfrage

Auslandsmärkte bieten weiterhin Absatzchancen

Indonesien kann seine Vanilleexporte weiter ausbauen, sofern die Landwirte mehr produzieren und ihre Lieferungen auch bei wechselnden Marktpreisen aufrechterhalten. Singgih Arie Pratomo, Präsident von PT Java Agro Spices, sagte gegenüber ANTARA, die Exportnachfrage sei weiterhin vorhanden und die Preise böten den Erzeugern einen Anreiz, den Anbau auszuweiten.

Pratomo, auch Tomy genannt, exportiert seit 2016 Vanille. Nach seinen Angaben decken indonesische Lieferungen derzeit nur etwa 5 % des Gesamtbedarfs. Damit besteht eine erhebliche Lücke zwischen dem verfügbaren Angebot und der Nachfrage ausländischer Käufer. Die Zahl verdeutlicht zugleich das Produktionsproblem: Für Exportwachstum sind kontinuierliche Mengen erforderlich, nicht nur zusätzliche Pflanzungen in Hochpreisphasen.

Die USA sind der größte Exportmarkt des Unternehmens. In Europa beliefert es Frankreich, Deutschland, Russland, Spanien und die Niederlande, in Asien Japan und Thailand. Diese breite Abnehmerbasis eröffnet indonesischen Lieferanten mehrere Absatzkanäle. Um die Geschäftsbeziehungen zu sichern, müssen sie jedoch eine gleichbleibende Qualität und verlässliche Liefertermine gewährleisten.

Jährliche Ausfuhren liegen bei rund 10 Tonnen

PT Java Agro Spices exportiert pro Jahr etwa 10 Tonnen Vanille. Das Unternehmen beschafft seine Rohware aus verschiedenen Teilen Indonesiens, darunter Ost-Nusa Tenggara, Sulawesi, Sumatra und Papua. In Sulawesi und Ost-Nusa Tenggara ist das Angebot derzeit vergleichsweise groß, weil die Landwirte dort laut Pratomo auch bei fallenden Preisen weiter Vanille anbauten.

In anderen Regionen war die Produktion weniger beständig. Als die Preise sanken, rodeten viele Landwirte ihre Vanillepflanzen und ersetzten sie durch andere Kulturen. Diese Entwicklung betraf auch Temanggung in Zentraljava, obwohl der Bezirk früher als wichtiges Anbaugebiet galt. Für den Wiederaufbau der Produktion reichen günstige aktuelle Preise daher nicht aus. Die Betriebe müssen die Kultur auch in schwächeren Marktphasen erhalten.

Die Preisentwicklung erklärt diese Zurückhaltung. Pratomo zufolge kostete getrocknete Vanille während des Einbruchs 2003-2004 lediglich Rp30.000 je Kilogramm, woraufhin viele Landwirte den Anbau aufgaben. 2016-2017 änderte sich der Markt deutlich: Frisch geerntete Vanille erreichte Rp700.000 je Kilogramm. In den vergangenen drei Jahren blieb der Preis für getrocknete Vanille mit Rp1 Million bis Rp1,5 Millionen je Kilogramm relativ stabil.

Temanggung will den Anbau wiederbeleben

Nach Einschätzung Pratomos eignet sich Temanggung für den Vanilleanbau und war früher als bedeutende Erzeugerregion bekannt. Bezirkschef M. AlKhadziq bezeichnete Vanille ebenfalls als Teil der landwirtschaftlichen Identität Temanggungs. Die Pflanze ist auf dem offiziellen Wappen des Bezirks abgebildet, was ihre historische Bedeutung widerspiegelt, auch wenn die lokale Produktion später zurückging.

Das Interesse am Anbau nimmt inzwischen wieder zu. Über die Behörde für Ernährungssicherheit, Landwirtschaft und Fischerei fordert die Bezirksregierung die Landwirte angesichts der gegenwärtigen Preisaussichten auf, erneut Vanille anzubauen. Ob daraus Exportwachstum entsteht, hängt von einem kontinuierlichen Anbau, verfügbarem Pflanzmaterial und der Bündelung von Ware aus mehreren Regionen ab. Größere und besser planbare Mengen würden es Exporteuren erleichtern, bestehende Käufer in den USA, Europa und Asien zu beliefern und zusätzliche Aufträge anzunehmen.

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