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Indonesiens Verbraucherpreise steigen im August 2026 um 0,21 Prozent, Hähnchenfleisch als Haupttreiber

Badan Pusat Statistik meldet für August 2026 eine Monatsinflation von 0,21 Prozent, der Verbraucherpreisindex stieg von 111,73 auf 111,97. Hähnchenfleisch allein steuerte 0,17 Prozentpunkte bei, Vogelaugenchili, frischer Fisch und Reis jeweils 0,02 Punkte. Die Jahresinflation lag bei 3,19 Prozent, die Gruppe Nahrungsmittel, Getränke und Tabak bei 3,86 Prozent.

Indonesiens Verbraucherpreise steigen im August 2026 um 0,21 Prozent, Hähnchenfleisch als Haupttreiber

Indonesiens Verbraucherpreisindex ist im August 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,21 Prozent gestiegen, von 111,73 im Juli auf 111,97 im August. Das teilte das Statistikamt Badan Pusat Statistik (BPS) am Dienstag, dem 1. September, auf einer Pressekonferenz in Jakarta mit. Die Jahresinflation lag bei 3,19 Prozent, der seit Jahresbeginn aufgelaufene Preisanstieg bei 1,86 Prozent.

Hähnchenfleisch treibt den Monatsanstieg

Ateng Hartono, stellvertretender BPS-Leiter für Verteilungs- und Dienstleistungsstatistik, erklärte laut Jawa Pos, die Gruppe Nahrungsmittel, Getränke und Tabak sei der wichtigste Treiber der Monatsinflation gewesen: Ihr Beitrag betrug 0,17 Prozentpunkte bei einer Preissteigerung von 0,57 Prozent innerhalb der Gruppe.

Den größten Beitrag innerhalb der Gruppe leisteten:

  • Hähnchenfleisch aus Mastbetrieben — 0,17 Prozentpunkte
  • Vogelaugenchili — 0,02 Prozentpunkte
  • frischer Fisch — 0,02 Prozentpunkte
  • Reis — 0,02 Prozentpunkte

„Die Waren, die in der Gruppe Nahrungsmittel, Getränke und Tabak den größten Inflationsbeitrag leisteten, waren Hähnchenfleisch aus Mastbetrieben mit 0,17 Prozent sowie Vogelaugenchili, frischer Fisch und Reis mit jeweils 0,02 Prozent“, sagte Hartono. Hähnchenfleisch allein entspricht damit dem gesamten ausgewiesenen Beitrag der Gruppe: Preisrückgänge bei anderen Nahrungsmitteln glichen die übrigen Verteuerungen aus. In der begleitenden Marktberichterstattung nannte Jawa Pos für Vogelaugenchili auf dem Markt Keputran einen Preis von rund 65.000 Rupiah je Kilogramm.

Volatile Nahrungsmittel teurer, administrierte Preise günstiger

Nach Komponenten betrachtet stiegen die volatilen Nahrungsmittelpreise um 0,88 Prozent und trugen 0,15 Prozentpunkte bei. Die Kerninflation lag bei 0,21 Prozent mit einem Beitrag von 0,13 Prozentpunkten. Staatlich administrierte Preise sanken um 0,33 Prozent und zogen 0,07 Prozentpunkte vom Monatsergebnis ab. Die Aufteilung deutet auf Angebotsdruck bei Frischware hin und nicht auf eine breite Nachfrageentwicklung, während regulierte Tarife in die Gegenrichtung wirkten.

27 Provinzen mit Inflation, 11 mit Deflation

Von Indonesiens 38 Provinzen verzeichneten im August 27 eine Inflation und 11 eine Deflation. Die höchsten Monatsraten meldeten die Bangka-Belitung-Inseln und Maluku mit jeweils 0,81 Prozent, nahezu das Vierfache des landesweiten Werts. Die stärkste Deflation trat in Papua Pegunungan mit 1,27 Prozent auf. Der Abstand zwischen den Extremwerten lag bei mehr als zwei Prozentpunkten und zeigt, wie ungleich Lebensmittellogistik und lokales Angebot im Archipel verteilt sind.

Jahresteuerung bei Nahrungsmitteln über dem Gesamtwert

Im Jahresvergleich zählte BPS Nahrungsmittel, Getränke und Tabak zu den drei preistreibenden Gruppen: Die Rate betrug 3,86 Prozent bei einem Beitrag von 1,13 Prozentpunkten und lag damit über dem landesweiten Wert von 3,19 Prozent. Die größten Jahresbeiträge innerhalb der Gruppe entfielen auf Hähnchenfleisch aus Mastbetrieben, frischen Fisch, Speiseöl, Reis, maschinell gefertigte Nelkenzigaretten (SKM), Vogelaugenchili, Rindfleisch, handgerollte Nelkenzigaretten (SKT), weiße Maschinenzigaretten (SPM) und roten Chili.

Diese Zusammensetzung ist politisch relevant: Tierisches Eiweiß, Reis und Speiseöl sind genau die Kategorien, die die indonesischen Behörden über Pufferbestände, Marktinterventionen und Referenzpreise am engsten überwachen, und sie stehen sowohl in der Monats- als auch in der Jahresliste ganz oben. Tabakwaren, deren Endverbraucherpreise von der Verbrauchsteuerpolitik und nicht von Ernten abhängen, stellen drei der zehn größten Jahresbeiträge.

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