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Indonesien erwägt höhere Importquote für Knoblauch

Indonesiens Handelsministerium will einen Antrag der Importeursvereinigung auf eine höhere Knoblauch-Importquote je nach Marktlage prüfen. Die Preise liegen über dem Referenzwert, die Rupiah bleibt schwach, und China ist der wichtigste Lieferant.

Indonesien erwägt höhere Importquote für Knoblauch

Indonesiens Handelsministerium prüft nach eigenen Angaben einen Antrag von Importeuren, die Importquote für Knoblauch anzuheben, um die Inlandspreise zu stabilisieren. Handelsminister Budi Santoso sagte der staatlichen Nachrichtenagentur ANTARA, die Regierung werde den Vorschlag der Vereinigung entsprechend der Marktlage und den Mechanismen bewerten.

Quote an die Rohstoffbilanz gekoppelt

Laut ANTARA erklärte Budi, Knoblauch falle unter Indonesiens Rohstoffbilanz (neraca komoditas), ein Rahmenwerk, das jederzeit oder im Dreimonatsrhythmus überprüft werden könne. Er schloss nicht aus, dem Antrag der Importeure auf zusätzliche Mengen stattzugeben.

"Eine Bewertung kann jederzeit erfolgen. Sie berücksichtigt naturgemäß die aktuelle Entwicklung, also wird alles anhand der Lage vor Ort abgewogen", sagte Budi und fügte hinzu, Entscheidungen würden davon abhängen, ob die Preise stabil blieben, stiegen oder fielen.

China als Hauptlieferant

Budi sagte, die Regierung staffele die Knoblauchimporte bewusst, um Preissprünge des Hauptlieferlandes China zu vermeiden. Eine einzige große Sammelbestellung würde es chinesischen Verkäufern erlauben, die Preise anzuheben.

  • Die Importe erfolgen periodisch mit den Importeuren statt in einem einzigen Großeinkauf.
  • Das gestaffelte Muster soll die Inlandspreise stabil halten.
  • Gebündelte Nachfrage droht die Preismacht an ausländische Lieferanten abzugeben.

Der Minister räumte ein, dass der Wechselkurs eigene Auswirkungen auf die Kosten habe, betonte aber, die Währungsfrage sei getrennt von der Importregulierung zu behandeln. "Das ist eine andere Sache. Auf der Importseite läuft der Mechanismus jedes Jahr eben so ab", sagte er.

Preise weiterhin über dem Referenzwert

Das Handelsministerium hatte zuvor berichtet, dass die nationalen Knoblauchpreise im März 2026 gegenüber dem Vormonat zu sinken begannen, obwohl mehrere Regionen weiterhin Preise über dem Referenzverkaufspreis (Harga Acuan Penjualan, HAP) verzeichneten. Nawandaru Dwi Putra, Direktor für Binnenmarktentwicklung in der Generaldirektion für Binnenhandel des Ministeriums, sagte, der nationale Durchschnittspreis für Knoblauch der Güteklasse A (kating) liege bei 39.091 Rupiah je Kilogramm, gegenüber einem HAP von 38.000 Rupiah je Kilogramm. In Regionen außerhalb von Maluku und Papua wurde ein Preis von 37.931 Rupiah je Kilogramm verzeichnet.

Langfristige Politik zieht in die Gegenrichtung

Die Quotendebatte fällt mit widersprüchlichen politischen Signalen zusammen. Laut ANTARA hat der Landwirtschaftsminister bekräftigt, dass die Knoblauchimporte in den nächsten fünf Jahren eingestellt werden sollen, während das Landwirtschaftsministerium binnen drei Jahren Selbstversorgung mit Knoblauch anstrebt. Zudem hat die nationale Ernährungsbehörde Bapanas Importeure einbestellt, um die Preise stabil zu halten.

Für Importeure und Händler stellt sich kurzfristig die Frage, ob das Handelsministerium die Quote lockert, um die weiterhin über dem HAP liegenden Preise zu entlasten, oder am gestaffelten Vorgehen festhält, um Chinas Preismacht nicht zu stärken. Die schwache Rupiah erhöht den Kostendruck auf jedes eingeführte Kilogramm, während Jakarta zugleich einen langfristigen Abschied vom Importknoblauch signalisiert.

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