Chilipreise treiben Indonesiens September-Inflation auf 0,30 %
Die Verbraucherpreise in Indonesien stiegen im September 2026 um 0,30 %, Haupttreiber waren laut finance.detik.com Chili und Hähnchenfleisch. Roter Rawit-Chili erreichte am 1. Oktober 105.450 Rupiah pro Kilogramm, ein Plus von 9,79 % an einem Tag, krauser roter Chili legte 17,02 % auf 81.150 Rupiah zu. Die Handelsämter in Palembang und Padang verstärken ihre Marktkontrollen nach Missernten in den Liefergebieten.
Die Verbraucherpreise in Indonesien stiegen im September 2026 um 0,30 %, als Haupttreiber nennt finance.detik.com Chili und Hähnchenfleisch. Zum Monatsende notierte roter Rawit-Chili (cabai rawit merah) auf den traditionellen Märkten weiter über 100.000 Rupiah pro Kilogramm, während die städtischen Handelsämter in Palembang und Padang auf regionale Versorgungslücken reagierten, die auf Dürre und Missernten in den Liefergebieten zurückgehen.
Chili führt die nationale Preistabelle an
Daten des Nationalen Informationszentrums für Preise strategischer Nahrungsmittel (PIHPS), zitiert von Liputan6.com, weisen für Donnerstag, den 1. Oktober 2026, einen landesweiten Durchschnittspreis von 105.450 Rupiah pro Kilogramm für roten Rawit-Chili auf traditionellen Märkten aus – ein Plus von 9,79 % oder 9.400 Rupiah binnen einer Handelsrunde. Krauser roter Chili (cabai merah keriting) stieg prozentual stärker: um 17,02 % auf 81.150 Rupiah pro Kilogramm, der größte Zuwachs aller an diesem Tag erfassten Waren.
- Roter Rawit-Chili: 105.450 Rupiah pro kg, plus 9,79 %
- Krauser roter Chili: 81.150 Rupiah pro kg, plus 17,02 %
- Grüner Rawit-Chili: 65.450 Rupiah pro kg, minus 3,54 %
- Großer roter Chili: 56.750 Rupiah pro kg, minus 0,35 %
- Schalotten: 41.250 Rupiah pro kg, plus 10,15 %; Knoblauch: 38.900 Rupiah pro kg, minus 0,26 %
- Frisches Hähnchenfleisch: 43.950 Rupiah pro kg, plus 4,39 %; Hühnereier: 29.250 Rupiah pro kg, minus 2,34 %
Rindfleisch entwickelte sich gegenläufig: Qualität 1 verbilligte sich um 2,66 % auf 148.400 Rupiah pro Kilogramm, Qualität 2 um 0,77 % auf 142.050 Rupiah, wie aus derselben PIHPS-Reihe hervorgeht. Suara.com berichtete, dass Ende September neben Chili auch bestimmte Reissorten, Speiseöl und Zucker teurer wurden, während Fleischpreise nachgaben.
Dürre und Missernten auf Sumatra
In Palembang auf Südsumatra erreichte krauser roter Chili auf Händlerebene 70.000 Rupiah pro Kilogramm, nach zuvor rund 45.000 Rupiah – ein Sprung von etwa 56 %. Koran Jakarta berichtete darüber unter Berufung auf Gani, einen Chilihändler auf dem Markt Pasar 7 Ulu, der den Anstieg auf Missernten bei Bauern in Liefergebieten wie dem Regierungsbezirk Ogan Ilir zurückführt. Die Zeitung verbindet die Versorgungslücke mit einer anhaltenden Trockenzeit in den Anbaugebieten.
Ein vergleichbares Niveau wurde auf Westsumatra erreicht. Tribun berichtete, dass roter Chili auf dem Markt Pasar Raya in Padang Ende September 2026 die Marke von 70.000 Rupiah pro Kilogramm überschritt; auch dort verweisen Händler auf Missernten. Die Preisbewegung drückt bereits auf den Umsatz: Tika, Händlerin auf dem Markt Pasar 10 Ulu in Palembang, sagte Koran Jakarta, der Tagesabsatz von Chili sei von durchschnittlich 40 bis 50 kg auf etwa 15 kg gefallen – ein Rückgang um rund zwei Drittel.
Stadtverwaltungen gehen gegen Hortung vor
Das Handelsamt von Palembang hat die Kontrolle der traditionellen Märkte verstärkt, um Preisspekulation und Hortung vorzubeugen. Elsa Noviani, Leiterin der Abteilung für Preisstabilisierung und Handelsdistributionseinrichtungen, erklärte am Mittwoch, dem 30. September, die Kontrollen erfassten die Händlerstände auf den wichtigsten Märkten der Stadt, darunter Pasar KM 5, Pasar Lemabang, Pasar Soak Bato, Pasar 10 Ulu und Pasar 16 Ilir.
„Wir verstärken die Kontrollen auf den traditionellen Märkten, um sicherzustellen, dass die Preise für Grundbedarfsgüter nicht über die von der Regierung gesetzten Grenzen steigen“, sagte Elsa Noviani laut Koran Jakarta. Händler, die Preise über die amtlichen Obergrenzen hinaus anheben oder Waren zurückhalten, müssten mit harten Sanktionen nach den geltenden Vorschriften rechnen. Die Stadtverwaltung rief Händler zudem auf, die knappe Versorgung nicht für überhöhte Margen zu nutzen.