Indiens Zwiebel-Großhandelspreise steigen bei sinkenden Vorräten um 31 %
Indiens durchschnittlicher Großhandelspreis für Zwiebeln stieg im September 2026 binnen eines Monats um 31,3 % auf 4.249 Rupien je Doppelzentner. In Lasalgaon überschritten die Notierungen ebenfalls 4.000 Rupien, doch viele Landwirte können wegen erschöpfter Bestände kaum vom Preisanstieg profitieren.
Durchschnittspreis erreicht 4.249 Rupien
Der durchschnittliche Großhandelspreis für Zwiebeln in Indien stieg im September 2026 auf 4.249 Rupien je Doppelzentner, nach 3.235 Rupien im August, berichtete Janta Se Rishta. Der Anstieg um rund 31,3 % binnen eines Monats schlägt auf die Einzelhandelspreise durch und verteuert den Einkauf für Haushalte, Restaurants, Straßenlokale und kleine Lebensmittelbetriebe, die Zwiebeln als Grundzutat verwenden.
Im Jahresvergleich fiel der Anstieg noch stärker aus. Im September 2025 hatte der durchschnittliche Großhandelspreis bei 1.837 Rupien je Doppelzentner gelegen. Damit lag das Niveau im September 2026 rund 131,3 % höher; die Differenz betrug mehr als 2.400 Rupien. Da Zwiebeln in Indien in Gemüsegerichten, Linsenspeisen, Salaten und vielen zubereiteten Mahlzeiten verwendet werden, belastet ein länger anhaltender Preisanstieg sowohl Haushaltsbudgets als auch die Margen gewerblicher Küchen.
Lasalgaon überschreitet wichtige Preismarke
Auf dem Agrarmarkt von Lasalgaon im Distrikt Nashik des Bundesstaates Maharashtra stieg der Preis über 4.000 Rupien je Doppelzentner, nachdem er rund zwei Jahre unter dieser Marke geblieben war, berichtete Janta Se Rishta. Lasalgaon gilt als viel beachteter Referenzmarkt für indische Zwiebeln. Die Preisbewegung verweist auf ein knapperes Angebot, da die eingelagerten Vorräte zur Neige gehen.
Die höheren Notierungen kommen jedoch nicht allen Erzeugern gleichermaßen zugute. Landwirte, die ihre Bestände bereits verkauft oder aufgebraucht haben, können keine größeren Mengen mehr in die Rally hinein vermarkten. Besser gestellt sind Betriebe mit noch verkaufsfähiger Ware, während Käufer stärker um das verbleibende Angebot konkurrieren. Der zusätzliche Erlös fließt deshalb vor allem an Lagerhalter und Händler mit verfügbaren Beständen und nicht an die breite Gruppe der Erzeuger.
Regionale Anstiege erhöhen den Druck auf Käufer
Uttar Pradesh verzeichnete unter den im Bericht genannten Bundesstaaten den stärksten monatlichen Anstieg. Der durchschnittliche Großhandelspreis erhöhte sich von 1.940 Rupien je Doppelzentner im August 2026 auf 2.923 Rupien im September, ein Plus von rund 50,7 %. Das ist wegen der hohen täglichen Nachfrage in den Großstädten und kleineren Städten des Bundesstaates besonders relevant. Höhere Großhandelskosten können an Einzelhändler und Gastronomiebetriebe weitergegeben werden, die sie entweder auffangen, ihre Preise erhöhen oder den Zwiebeleinsatz reduzieren müssen.
Die Regierung bietet Zwiebeln in mehreren Städten für rund 35 Rupien je Kilogramm an, um Verbraucher von den hohen Marktpreisen zu entlasten. Laut Janta Se Rishta begrenzen jedoch die Zahl der Verkaufsstellen und die Verfügbarkeit die Reichweite, sodass viele Verbraucher weiter auf den regulären Einzelhandel angewiesen sind. Die weitere Preisentwicklung hängt von den Anlieferungen an den Großhandelsmärkten und den verbliebenen Vorräten ab. Mehr Angebot könnte den Druck mindern; derzeit begrenzen die niedrigen Bestände jedoch den Nutzen für Landwirte und erhöhen zugleich die Kosten für Verbraucher und Gastronomie.