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Indien steigt mit 450.000 Tonnen zum viertgrößten Pilzproduzenten der Welt auf

Indiens Pilzproduktion ist binnen zehn Jahren von rund 100.000 auf 450.000 Tonnen gestiegen und liegt damit weltweit auf Rang vier. Für weiteres kommerzielles Wachstum werden Vermarktung, moderne Technologien und eine längere Haltbarkeit entscheidend.

Indien steigt mit 450.000 Tonnen zum viertgrößten Pilzproduzenten der Welt auf

Produktion steigt binnen zehn Jahren auf mehr als das Vierfache

Indien ist nach einem Anstieg der Pilzproduktion auf 450.000 Tonnen zum viertgrößten Erzeuger der Welt aufgestiegen, berichtet Amar Ujala. Vor zehn Jahren lag die Produktion bei etwa 100.000 Tonnen. Damit kamen im betrachteten Zeitraum rund 350.000 Tonnen Jahresproduktion hinzu.

Die Zahlen nannte Dr. Harminder Singh Baweja, Vizekanzler der Dr. YS Parmar University of Horticulture and Forestry in Nauni. Er sprach am Donnerstag zur Eröffnung der 29. Nationalen Pilzmesse bei der Direktion für Pilzforschung in Solan.

Die Produktion hat sich damit mehr als vervierfacht. Die wirtschaftliche Herausforderung reicht nun über den Anbau hinaus: Eine größere Ernte verlangt leistungsfähigere Systeme für Nacherntebehandlung, Absatz und Konservierung.

Vermarktung wird zum nächsten Engpass

Baweja rief Wissenschaft, Erzeuger, Unternehmer und Industrieunternehmen dazu auf, bei der Steigerung von Produktion und Vermarktung zusammenzuarbeiten. Die Branche solle verfügbare moderne Technologien einsetzen und ihre Akteure auf einer gemeinsamen Plattform zusammenbringen.

Mit zunehmender Produktion gewinnt diese Abstimmung an Bedeutung. Erzeuger benötigen verlässliche Absatzwege, während Verarbeiter und Händler planbare Mengen sowie eine einheitliche Behandlung der Ware brauchen. Ohne stärkere Marktverbindungen muss zusätzliche Anbaukapazität nicht zu entsprechend höheren Erträgen führen.

Der Ruf nach einer gemeinsamen Plattform zeigt, dass Forschung, Landwirtschaft, Unternehmertum und industrielle Verarbeitung bislang nur begrenzt verbunden sind. Eine engere Zusammenarbeit könnte Technologien schneller aus Laboren in Betriebe und Verarbeitungsanlagen bringen. Gleichzeitig erhielte die Forschung genauere Informationen über Probleme nach der Ernte.

Haltbarkeit begrenzt die Reichweite

Die Verlängerung der Haltbarkeit wurde als vorrangiges Forschungsziel bezeichnet. Pilze sind leicht verderblich. Die verfügbare Zeit für Sortierung, Transport, Verkauf oder Verarbeitung bestimmt daher unmittelbar, welche Märkte ein Erzeuger bedienen kann.

Eine längere Handelsfähigkeit würde Landwirten und Händlern mehr Zeit für den Vertrieb geben. Sie könnte außerdem den Zwang zu einem schnellen Verkauf nach der Ernte verringern und den wirtschaftlich erreichbaren Absatzradius der Produktionsgebiete erweitern. Angaben zu Verlusten, Lagerkapazitäten, Preisen oder Außenhandel enthält die Quelle nicht.

Kühlketten, Konservierung und Verarbeitung sind deshalb für die nächste Entwicklungsphase zentral, auch wenn Baweja vor allem Forschung und die Nutzung moderner Technologie ansprach. Diese Bereiche müssen mit der Produktion wachsen, damit die Branche größere Mengen effizient bewältigen kann.

Wachstum erfordert eine Verbindung von Forschung und Wirtschaft

Die Veranstaltung in Solan stellte Forschungsinstitute, Erzeuger, Unternehmer und Industrie in den Mittelpunkt der Wachstumsstrategie. Von ihrer Zusammenarbeit hängt ab, ob die höhere Produktion dauerhafte Chancen entlang der gesamten Pilzlieferkette schafft.

Für Erzeuger besteht die unmittelbare wirtschaftliche Aufgabe nicht allein darin, mehr zu produzieren, sondern die Qualität bis zum Verkauf zu erhalten. Händlern und Verarbeitern bietet die Menge von 450.000 Tonnen eine größere Rohstoffbasis. Zugleich steigen die Anforderungen an Beschaffung, Lagerung und rechtzeitige Verteilung.

Rang vier weltweit zeigt, welche Größenordnung Indien bereits erreicht hat. Weiteres Wachstum hängt davon ab, ob Vermarktungskapazitäten und Technologien für eine längere Haltbarkeit mit dem Anbau Schritt halten und ein größerer Anteil der Produktion verkaufsfähig bei den Verbrauchern ankommt.

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