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Indiens vegetarischer Thali wird wegen höherer Gemüsepreise 4 % teurer

Die durchschnittlichen Kosten eines zu Hause zubereiteten vegetarischen Thali stiegen in Indien im Juli um 4 % auf ₹28,1, wie von Jagran veröffentlichte CRISIL-Daten zeigen. Ein nicht vegetarischer Thali verbilligte sich wegen sinkender Masthähnchenpreise um 2 % auf ₹53,5.

Indiens vegetarischer Thali wird wegen höherer Gemüsepreise 4 % teurer

Gemüsepreise erhöhen die monatlichen Kosten

Die durchschnittlichen Kosten für die Zubereitung eines vegetarischen Thali zu Hause stiegen in Indien im Juli gegenüber dem Vormonat um 4 %. Ausschlaggebend waren höhere Preise für Tomaten, Zwiebeln und Kartoffeln. Jagran berichtete unter Berufung auf den jüngsten „Roti Rice Rate“-Report von CRISIL, dass das Gericht ₹28,1 kostete, nach ₹27,1 im Juni. Der Anstieg zeigt, wie schnell saisonale Störungen bei wenigen Grundgemüsen die Lebensmittelbudgets der Haushalte belasten können.

Der CRISIL-Index schätzt die durchschnittlichen Kosten eines selbst gekochten Thali anhand der aktuellen Rohwarenpreise in Nord-, Süd-, Ost- und Westindien. Er misst damit den Kostendruck bei Zutaten und nicht die Menüpreise in Restaurants. Lebensmittelverarbeiter, Einzelhändler und Caterer erhalten durch die Monatsentwicklung zugleich einen Hinweis auf den kurzfristigen Druck bei der Gemüsebeschaffung.

Weniger Marktanlieferungen treiben Tomatenpreise

Tomaten waren der wichtigste Preistreiber. Laut Jagran gingen die Marktanlieferungen um 27 % zurück, während die Tomatenpreise im Juli um 31 % stiegen. Solche Schwankungen treten während des Monsuns häufig auf, wenn Regen und Transportprobleme das Angebot an verderblicher Ware einschränken. Kartoffeln verteuerten sich um 2 % und Zwiebeln um 5 %, was die Kosten des vegetarischen Gerichts zusätzlich erhöhte.

Der monatliche Anstieg bedeutet nicht, dass die Lebensmittelkosten wieder das hohe Vorjahresniveau erreicht haben. Der vegetarische Thali war weiterhin 14 % billiger als im vorherigen Juli. Dies deutet darauf hin, dass sich der aktuelle Druck auf kurzfristige Engpässe beim Gemüseangebot konzentriert und von einem niedrigeren Jahresniveau ausgeht. Haushalte und gewerbliche Käufer von Frischware spüren die Folgen dennoch unmittelbar.

Billigeres Hähnchen senkt Kosten des Fleischgerichts

Der durchschnittliche nicht vegetarische Thali entwickelte sich in die entgegengesetzte Richtung. Seine Kosten sanken um 2 % von ₹54,8 im Juni auf ₹53,5 im Juli. Masthähnchen machen ungefähr die Hälfte der Gesamtkosten des Gerichts aus, weshalb Geflügelpreise den Index stark beeinflussen. Nach den von Jagran veröffentlichten Zahlen sanken die Masthähnchenpreise im Monatsvergleich um 9 % und im Jahresvergleich um 12 %.

Als Ursache galt die schwächere Nachfrage während des Monsuns und des hinduistischen Monats Sawan, in dem viele Verbraucher auf Fleisch verzichten. Im Jahresvergleich war der nicht vegetarische Thali rund 13 % billiger. Die unterschiedliche Entwicklung zeigt gegensätzliche Bedingungen für Anbieter: Gemüsehändler waren mit einem knapperen Tomatenangebot und festeren Preisen konfrontiert, während Geflügelproduzenten und -verkäufer unter einer saisonalen Nachfrageschwäche litten. Für Einkäufer verdeutlichen die Daten außerdem, dass die allgemeine Lebensmittelinflation stark abweichende Entwicklungen bei Frischgemüse und tierischem Eiweiß verdecken kann.

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