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Hohe Preise drücken Südkoreas Fleischausgaben, Import-Schweinefleisch legt 44,3 % zu

Südkoreanische Haushalte gaben im vergangenen Jahr trotz höherer realer Gesamtausgaben weniger für Fleisch aus. Im ersten Halbjahr stieg der Absatz von importiertem Schweinefleisch um 44,3 %, da Verbraucher stärker auf den Preis achteten.

Hohe Preise drücken Südkoreas Fleischausgaben, Import-Schweinefleisch legt 44,3 % zu

Fleisch verliert Anteil am Haushaltsbudget

Anhaltend hohe Preise verändern die Nachfrage nach tierischem Eiweiß in Südkorea. Die Haushalte geben weniger für Fleisch aus, während importiertes Schweinefleisch und Eier zulegen. Edaily berichtete über die Ergebnisse einer Branchenanalyse für das dritte Quartal 2026, die NH Investment & Securities im Auftrag des Korea Institute for Animal Products Quality Evaluation erstellt hatte.

Die realen Ausgaben von Haushalten mit mindestens zwei Personen stiegen im vergangenen Jahr um 0,9 %, die durchschnittlichen monatlichen Fleischausgaben je Haushalt sanken jedoch um 1,7 %. Für Milchprodukte und Eier wurden 0,7 % weniger ausgegeben. Der Fleischanteil an den Haushaltsausgaben fiel von 2,6 % im Jahr 2021 auf 2,2 %. Der Anteil von Milchprodukten und Eiern verringerte sich von 1,15 % auf 1,01 %.

Der Bericht führt die Entwicklung auf die durch hohe Preise geschwächte Kaufkraft, den Wechsel zu preisgünstigeren Lebensmitteln und die wachsende Zahl von Ein- und Zweipersonenhaushalten zurück. Die Kürzungen verteilen sich nicht gleichmäßig: Teure oder weniger notwendige Produkte stehen stärker unter Druck als günstige Eiweißquellen.

Einkommensschwache Haushalte sparen am stärksten

Am deutlichsten fiel der Rückgang bei Haushalten mit einem Monatseinkommen von höchstens 1 Million Won aus. Ihre durchschnittlichen monatlichen Fleischausgaben sanken im Jahresvergleich um 13,7 %. Bei Einkommen zwischen 1 Million und 2 Millionen Won betrug das Minus 1,1 %, zwischen 2 Millionen und 3 Millionen Won 0,4 %, zwischen 3 Millionen und 4 Millionen Won 4,0 % und oberhalb von 4 Millionen Won 3,7 %.

Die Ausgaben der untersten Einkommensgruppe für Milchprodukte und Eier gingen dagegen nur um 0,3 % zurück. Dem Bericht zufolge dienen Eier als Ersatz, weil sie Eiweiß und Nährstoffe zu vergleichsweise niedrigen Kosten liefern. Zugleich gewann der Preis als Kaufkriterium an Gewicht. Der gewichtete Anteil der Verbraucher, die beim Kauf tierischer Erzeugnisse zuerst auf den Preis achten, stieg von 15,2 % im Jahr 2024 auf 17,7 % im vergangenen Jahr. Bei Haushalten mit höchstens 1 Million Won Monatseinkommen erreichte er 24,0 %.

Import-Schweinefleisch und Eier gewinnen

Besonders sichtbar wurde die Preissensibilität bei Schweinefleisch. Von Januar bis Juni stieg der Absatz importierter Ware im Jahresvergleich um 44,3 %, der Umsatz um 45,5 %, wie Edaily unter Berufung auf das Korea Institute for Animal Products Quality Evaluation meldete. Bei heimischem Schweinefleisch legten die Mengen nur um 0,7 % und der Umsatz um 3,1 % zu. Mit steigenden Inlandspreisen und veränderten Angebotsbedingungen wuchs der Onlineverkauf von Ware aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Spanien.

Im Juli lagen die Verbraucherpreise für heimischen Schweinebauch und Schweineschulter 5,9 % beziehungsweise 5,3 % über dem Vorjahresniveau. Rindfleisch entwickelte sich schwächer: Im ersten Halbjahr gingen die Verkaufsmengen sowohl bei heimischer als auch bei importierter Ware zurück. Allein im Mai sank der Rindfleischabsatz um 11,3 %, der Umsatz um 6,4 %. Heimisches Filet kostete 15.079 Won je 100 Gramm, verglichen mit durchschnittlich 13.224 Won im vergangenen Jahr.

Der Eierabsatz stieg im ersten Halbjahr um 3,0 %, der Umsatz um 12,9 %. Darin spiegeln sich höhere Preise und die anhaltende Suche nach einem Fleischersatz. In der Verbraucherumfrage des vergangenen Jahres kauften 65,2 % der Befragten Eier in Packungen mit 30 Stück; 39,7 % kauften alle zwei Wochen. Der Bericht erwartet eine stärkere Teilung des Marktes in preisgünstige Produkte und hochwertiges heimisches Fleisch. Koreanisches Rind- und Schweinefleisch müsse Qualität, Frische und Sicherheit betonen, während Anbieter von Eiern und Import-Schweinefleisch Onlineangebote einschließlich Abonnements ausbauen könnten.

Vollständige Marktanalyse

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