Griechenlands Markt für verpackten Käse: 600 Millionen Euro, 565 Marken im Wettbewerb
Der Markt für verpackten Käse in Griechenland umfasst rund 600 Millionen Euro im Jahr, um die 565 einzelne Marken konkurrieren, berichtet euro2day.gr. Das griechische Wirtschaftsmedium ordnet die führenden Unternehmen und Marken ein und vergleicht den Pro-Kopf-Verbrauch des Landes mit anderen Märkten.
Eine Kategorie von 600 Millionen Euro
Der Markt für verpackten Käse in Griechenland umfasst rund 600 Millionen Euro im Jahr, berichtet euro2day.gr. Das griechische Wirtschaftsmedium beschreibt den Kampf um Platz im Käseregal als eine Schlacht um Millionen, ordnet die konkurrierenden Unternehmen und Marken ein und hebt die starken Namen hervor, die das Segment anführen.
Die Zahl bezieht sich auf Käse, der im Handel verpackt und unter einer Marke verkauft wird. Lose an der Bedientheke abgeschnittener Käse erreicht den Verbraucher über einen parallelen Weg und ist in dieser Summe nicht enthalten – ein Unterschied, der zählt, wenn man den Markenwettbewerb mit dem gesamten nationalen Käseverbrauch vergleicht.
565 Marken im selben Regal
Die strukturbestimmende Zahl des Berichts ist 565: So viele einzelne Käsemarken sind laut euro2day.gr im griechischen Verpackungssegment präsent. Gleichmäßig auf 600 Millionen Euro verteilt, entfielen auf jede Marke gut 1 Million Euro Jahresumsatz im Handel – zu wenig für nationale Distribution und für dauerhafte Werbung.
Verteilt ist der Umsatz jedoch nicht gleichmäßig. euro2day.gr verweist auf eine Gruppe starker Namen an der Spitze der Kategorie; den Rest bilden deutlich kleinere Etiketten: regionale Molkereien, Spezialitätenhersteller und Eigenmarken des Handels. Für einen Lieferanten zählt nicht die Größe der Kategorie, sondern ob eine Marke die Abverkaufsgeschwindigkeit erreicht, ab der eine Kette sie gelistet lässt. Unterhalb dieser Schwelle fliegen Marken bei der nächsten Sortimentsüberprüfung aus dem Regal, und die Zahl 565 misst ebenso sehr Fluktuation wie Auswahl.
Pro-Kopf-Verbrauch und die Frage nach dem Wachstum
euro2day.gr stellt Griechenland zudem beim Käseverbrauch pro Kopf anderen Ländern gegenüber. Dieser Vergleich hat unmittelbare kaufmännische Folgen:
- Er bestimmt die Mengenobergrenze. Wo der Verbrauch je Einwohner bereits hoch ist, muss zusätzliches Volumen dem Wettbewerb abgenommen werden, statt aus neuer Nachfrage zu entstehen.
- Er verlagert Wachstum auf Preis und Sortimentsmix – Premium, Ware mit geschützter Ursprungsbezeichnung und Spezialitäten statt Standardstücken und Scheibenware.
- Er erhöht das Gewicht des Exports, denn wer die heimische Basis ausgeschöpft hat, muss Volumen im Ausland suchen.
Konsolidierungsdruck
Eine Kategorie dieser Größe mit so vielen Anbietern konsolidiert sich in der Regel. Die Mechanik ist aus der europäischen Milchwirtschaft bekannt: Der Handel listet das langsam drehende Ende aus, gewinnt Regalfläche und Rohertrag je Meter, die Eigenmarke übernimmt einen Teil des Volumens im Einstiegspreisbereich, und mittelgroße Hersteller fusionieren, produzieren als Lohnfertiger für die Ketten oder ziehen sich in regionale und Spezialitätennischen zurück. Jeder dieser Wege verringert die Markenzahl, ohne den Markt kleiner zu machen.
Darunter liegen die Rohstoffkosten. Die Käseökonomie hängt am Milchpreis und an der Ausbeute je Tonne Rohmilch, weshalb jede Bewegung beim Erzeugerpreis mit Verzögerung im Regal ankommt. Marken mit hoher Bekanntheit geben mehr davon weiter; die meisten der mehreren hundert kleineren Etiketten, die euro2day.gr zählt, können das nicht. Das zweite Ventil ist der Export, und Feta, Griechenlands Käse mit geschützter Ursprungsbezeichnung, bleibt der naheliegendste Träger für Hersteller, die Volumen jenseits des heimischen Regals suchen.