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Agrarkosten in Griechenland steigen im zweiten Quartal 2026 um 5,6 %, Erzeugerpreise nur um 1,58 %

Die Preise für Waren und Dienstleistungen in der laufenden griechischen Agrarproduktion stiegen im zweiten Quartal 2026 um 5,6 % gegenüber dem Vorjahr, während die Erzeugerpreise nur um 1,58 % zulegten. Das berichtet moneyreview.gr unter Berufung auf Eurostat. Heizstoffe verteuerten sich um 53,19 %, Düngemittel um 10,27 %.

Agrarkosten in Griechenland steigen im zweiten Quartal 2026 um 5,6 %, Erzeugerpreise nur um 1,58 %

Griechische Landwirte sahen sich im zweiten Quartal 2026 deutlich höheren Kosten gegenüber. Die Preise für Waren und Dienstleistungen der laufenden Agrarproduktion stiegen gegenüber dem Vorjahr um 5,6 %, während der Erzeugerpreisindex für griechische Agrargüter lediglich um 1,58 % zulegte. Das berichtet moneyreview.gr unter Berufung auf Daten von Eurostat.

Energie und Düngemittel treiben die Kosten

Der Druck konzentrierte sich auf wenige Kostenpositionen. Energie und Schmierstoffe verteuerten sich um 13,01 %, Düngemittel und Bodenverbesserer um 10,27 %. Innerhalb der Energierechnung fiel die Spanne besonders breit aus.

  • Heizstoffe: +53,19 %
  • Treibstoffe: +17,55 %
  • Energie und Schmierstoffe insgesamt: +13,01 %
  • Düngemittel und Bodenverbesserer: +10,27 %
  • Futtermittel: +1,04 %
  • Strom: -3,39 %

Die Verteilung wiegt hier schwerer als der Durchschnitt. Heizstoffe sind ein konzentrierter Kostenblock für den Gemüseanbau unter Glas und für beheizte Stallungen, weshalb ein Plus von 53,19 % die Betriebe sehr ungleich trifft. Der Rückgang beim Strom um 3,39 % und die nahezu unveränderten Futtermittelpreise mit 1,04 % begrenzten den Schaden für Betriebe mit anderer Kostenstruktur.

Griechische Erzeugerpreise weichen von der EU ab

In der Europäischen Union verlief die Entwicklung gegenläufig. Die Agrarerzeugerpreise sanken im zweiten Quartal um 5,8 %, mit Rückgängen in 20 der 27 Mitgliedstaaten, während die Vorleistungspreise in der EU um 4,7 % stiegen. Griechenland verband höhere Betriebsmittelkosten mit steigenden statt fallenden Erzeugerpreisen.

Am größten war die Abweichung bei Milch. Die Erzeugerpreise der Gesamtkategorie stiegen in Griechenland um 3,95 %, während sie EU-weit um 16,6 % fielen. Bei Getreide einschließlich Saatgut legten die griechischen Erzeugerpreise um 1,81 % zu, gegenüber einem Minus von 5,6 % auf EU-Ebene.

Die Tierhaltung vergrößerte den Abstand. Die Preise für lebende Rinder stiegen um 20,46 %, für lebendes Geflügel um 1,77 %, während lebende Schweine um 0,89 % nachgaben. Die Erzeugerpreise für Olivenöl kletterten um 5,68 %, für Tomaten um 19,67 %.

moneyreview.gr weist darauf hin, dass sich die Vergleiche auf das zweite Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum beziehen und ausschließlich die Erzeugerpreise abbilden, nicht das Gesamteinkommen oder die vollständige Kostenbasis einzelner Betriebe.

Im Einzelhandel bleibt das Bild uneinheitlich

Die Verbraucherpreise folgten den Erzeugerpreisen nicht. Nach Angaben der Statistikbehörde ELSTAT lag die Gruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke im August 2026 um 0,9 % über dem Vorjahreswert.

Innerhalb des Warenkorbs war die Spanne groß. Rindfleisch verteuerte sich im Jahresvergleich um 13,5 %, Lamm- und Ziegenfleisch um 11,3 %, Geflügel um 2,1 %, Schweinefleisch um 1,4 % sowie Brot und andere Backwaren um 2 %. Olivenöl entwickelte sich gegenläufig: Die Einzelhandelspreise fielen um 15 %, Obst wurde um 7,1 % billiger, Gemüse insgesamt um 1,1 %.

Zwei Differenzen sind für die Lieferkette bemerkenswert. Lebende Rinder verteuerten sich ab Hof um 20,46 %, Rindfleisch im Regal nur um 13,5 % — die Differenz tragen Verarbeiter und Händler. Bei Olivenöl war es umgekehrt: Erzeugerpreise plus 5,68 % bei einem Rückgang der Verbraucherpreise um 15 %.

Für Teile des Sektors bleibt der Export zentral: Mehr als 90 % der griechischen Tafeloliven-Produktion gehen laut moneyreview.gr in internationale Märkte. Die griechische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 1,9 % und lag damit über den 1,2 % der Eurozone.

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