Georgiens Schweinefleischkäufe aus Santa Catarina steigen in sieben Monaten um 186 %
Die Schweinefleischexporte des brasilianischen Bundesstaates Santa Catarina nach Georgien stiegen von Januar bis Juli 2026 um 186,1 % in der Menge und um 174,4 % im Erlös, berichtet Santa Catarina em Pauta. Insgesamt verschiffte der Bundesstaat in diesem Zeitraum 437.400 Tonnen Schweinefleisch im Wert von 1,09 Milliarden US-Dollar, der beste Siebenmonatswert der Zeitreihe. Die Zahlen wurden beim ersten Besuch des georgischen Botschafters in Brasilien, Surab Mtschedlischwili, im Bundesstaat genannt.
Die Schweinefleischexporte des brasilianischen Bundesstaates Santa Catarina nach Georgien stiegen von Januar bis Juli 2026 um 186,1 % in der Menge und um 174,4 % im Erlös gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berichtet Santa Catarina em Pauta. Die Zahlen fielen beim ersten Besuch des georgischen Botschafters in Brasilien, Surab Mtschedlischwili, im Bundesstaat: Am Montag empfing ihn die amtierende Gouverneurin Marilisa Boehm in Florianopolis.
Georgien unter den am schnellsten wachsenden Zielmärkten
In den ersten sieben Monaten 2026 verschiffte Santa Catarina 437.400 Tonnen Schweinefleisch mit einem Erlös von 1,09 Milliarden US-Dollar. Das ist der beste Wert der Zeitreihe für diesen Zeitraum, sowohl nach Menge als auch nach Erlös. Wichtigster Zielmarkt blieb Japan, während Georgien und Südkorea ihre Käufe am stärksten ausweiteten, so die Publikation.
Der Erlös im Georgien-Geschäft wuchs langsamer als die Menge - 174,4 % gegenüber 186,1 %. Der Durchschnittspreis je Tonne auf dieser Route ist damit im Jahresvergleich gesunken. Ein solcher Verlauf deutet in der Regel auf einen Produktmix mit mehr günstigen Teilstücken und Nebenprodukten hin oder auf eine Preisstellung, die einen neuen Absatzmarkt öffnen soll.
Die Hälfte des brasilianischen Schweinefleischhandels liegt in einem Bundesstaat
Von Januar bis Juli entfielen auf Santa Catarina 48,5 % der Menge und 51,3 % der Erlöse der brasilianischen Schweinefleischexporte. 2025 lagen die Anteile bei 50,9 % und 51,8 %. Ein Erlösanteil über dem Mengenanteil verweist auf einen Produktmix oberhalb des nationalen Durchschnittspreises; der rückläufige Mengenanteil zeigt, dass andere Erzeugerstaaten in den sieben Monaten schneller gewachsen sind.
Über alle Fleischarten hinweg verschiffte Santa Catarina von Januar bis Juli 2026 1,24 Millionen Tonnen für 2,84 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 9 % bei der Menge und 12,6 % beim Erlös gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Auf Schweinefleisch entfällt rund ein Drittel dieser Tonnage und etwa 38 % des Erlöses.
Diplomatie mit breiterer Agenda
Das Treffen in Florianopolis behandelte Handel, Investitionen, Tourismus, Kultur und Technologie. Vertreter der Bereiche internationale Beziehungen, Investitionsanwerbung, Kultur und Tourismus stellten dem Botschafter Merkmale der Wirtschaft Santa Catarinas und Projekte der Landesregierung vor. Nach Angaben von Marilisa Boehm ging es darum, eine bereits bestehende Handelsbeziehung auszuweiten und neue Kooperationsfelder zu finden.
Mtschedlischwili informierte über sein Land und hob dessen Lage zwischen Europa und Asien hervor: Georgien könne als Verbindungspunkt für Geschäfte zwischen beiden Kontinenten dienen. Er stellte in Aussicht, mit georgischen Unternehmern und Investoren für eine Geschäftsrunde nach Santa Catarina zurückzukehren. Auf der Agenda standen zudem Bildung und Technologie; beide Seiten wollen die Kontakte zwischen den Regierungen ausbauen und gemeinsame Projekte prüfen.
Worauf Exporteure achten sollten
- Ob die angekündigte Geschäftsrunde zustande kommt und welche georgischen Importeure teilnehmen.
- Der Preis je Tonne auf der Georgien-Route, da der Erlös langsamer wächst als die Menge.
- Der Anteil Santa Catarinas an der nationalen Exportmenge, gesunken von 50,9 % im Jahr 2025 auf 48,5 % in den ersten sieben Monaten 2026.
- Die Position Japans als wichtigster Zielmarkt gegenüber dem schnelleren Wachstum in Georgien und Südkorea.