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Geflügelüberschuss in Zentraljava drückt Eier- und Hühnerpreise

Der Geflügelbestand in Zentraljava nähert sich nach dem Markteintritt neuer Betriebe 1 Milliarde Tieren, wodurch das Überangebot an Eiern und Hühnerfleisch wächst. Sinkende Preise haben Proteste ausgelöst; die Behörden setzen auf Direktkäufe für Indonesiens Programm kostenloser nahrhafter Mahlzeiten.

Geflügelüberschuss in Zentraljava drückt Eier- und Hühnerpreise

Neue Geflügelhalter erhöhen das Überangebot

In Zentraljava fallen die Preise für Eier und Hühner, weil die rasch wachsende Zahl von Geflügelhaltern mehr Ware produziert, als der Markt aufnehmen kann. Defransisco Dasilva Tavares, Leiter der provinzialen Behörde für Landwirtschaft und Tierhaltung, sagte gegenüber detik.com, die Geflügelproduktion in der Region sei bereits überhöht. Der Hühnerbestand nähere sich inzwischen 1 Milliarde Tieren.

Die Expansion beruht teilweise auf den Erwartungen an Indonesiens Programm für kostenlose nahrhafte Mahlzeiten, MBG. Neue Erzeuger stiegen in die Branche ein, weil sie Liefermöglichkeiten für Eier und Hühner an die am Programm beteiligten SPPG-Verpflegungseinheiten sahen. Der zusätzliche Tierbestand erhöhte nach Angaben der Provinzbehörde das Angebot in einem Markt, der bereits Schwierigkeiten hatte, die vorhandene Produktion aufzunehmen.

Preise sinken seit vier Monaten

Der Druck auf die Betriebe führte an mehreren Orten zu Demonstrationen. Hunderte Geflügelhalter protestierten am 10. August vor der Verwaltung des Regierungsbezirks Pati und verlangten staatliche Maßnahmen, nachdem die Eier- und Hühnerpreise vier Monate in Folge gefallen waren. Demonstranten warfen Eier; ein Teilnehmer übergoss sich mit Eiern und aß ein lebendes Huhn, um die finanzielle Not der Halter zu veranschaulichen.

Dwi Agus Siswanto, Vorsitzender des Geflügelhalterverbands im Regierungsbezirk Pati, erklärte, die Aktion symbolisiere die Einkommensverluste infolge des anhaltenden Preisrückgangs. Besonders gefährdet sind kleinere Betriebe, die Futter und Herdenhaltung weiter finanzieren müssen, selbst wenn die Ab-Hof-Preise den laufenden Bedarf nicht mehr decken. Aktuelle Marktpreise und Produktionskosten nennt die Quelle nicht, sodass sich die Verluste nicht beziffern lassen.

Regierung setzt auf Direktbeschaffung

Die Provinzbehörden wollen den Absatz über eine Vereinbarung mit der nationalen Ernährungsbehörde BGN steigern. Laut Tavares sollen SPPG-Einheiten direkt bei den Erzeugern einkaufen. Das Mindestniveau beträgt Rp 24.000 für Eier und Rp 35.000 für Hühnerfleisch. Lebende Hühner sollen ab Hof zu einem Gegenwert von Rp 20.000 gekauft werden. Auf welche Gewichtseinheit sich die Eier- und Fleischpreise beziehen, geht aus der Quelle nicht hervor.

An der Vereinbarung sind BGN, der indonesische Verband der Volksgeflügelwirtschaft Pinsar, lokale Regierungen und SPPG-Koordinatoren in Bezirken und Städten beteiligt. Die Behörden haben zudem ein Rundschreiben erlassen. Entscheidend sind nun das tatsächliche Beschaffungsvolumen des Mahlzeitenprogramms und die Verteilung der Aufträge auf genügend Betriebe. Tavares erkannte den wirtschaftlichen Druck an, forderte die Halter jedoch auf, unverkaufte Ware an arme Gemeinden zu geben, anstatt Lebensmittel bei Protesten zu vernichten. Spenden ersetzen für die Betriebe allerdings weder regelmäßige kommerzielle Nachfrage noch beseitigen sie das durch wachsende Bestände verursachte Ungleichgewicht.

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