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Galiciens Milchpreise bleiben bis Ende November auf Spaniens niedrigstem Niveau

Die Molkereien verlängern die gesenkten Erzeugerpreise in Galicien bis Ende November und lehnen die Forderung nach einer Anhebung ab. Laut Galicia Press verlieren die Betriebe gegenüber März bis zu 19 Millionen € pro Monat, obwohl die Region 42 % der spanischen Milch produziert.

Galiciens Milchpreise bleiben bis Ende November auf Spaniens niedrigstem Niveau

Molkereien verlängern die Preissenkung vom Frühjahr

Die Milchverarbeiter in Galicien halten in den am 1. August beginnenden Verträgen an ihren bisherigen Einkaufspreisen fest. Damit gelten die im April eingeführten Kürzungen bis Ende November weiter. Laut Galicia Press hat keiner der wichtigsten Abnehmer sein Angebot erhöht, obwohl die Landwirtschaftsverbände eine Korrektur nach oben verlangt hatten.

Naturleite bildet eine teilweise Ausnahme. Nach Angaben der Erzeugerorganisationen bot das Unternehmen einen länger laufenden Vertrag an, der in den ersten Monaten die aktuellen Preise beibehält und im letzten Abschnitt zwei Cent je Liter zusätzlich vorsieht. Die übrigen Verarbeiter schreiben die seit April geltenden Bedingungen fort. Die meisten Höfe können ihre Einnahmeverluste aus dem Frühjahr somit nicht ausgleichen.

Den Höfen fehlen monatlich bis zu 19 Millionen €

Die Kürzung im April betrug sieben Cent je Liter. Von Galicia Press zitierte Daten des spanischen Landwirtschaftsministeriums zeigen, dass der durchschnittliche Erzeugerpreis in Galicien von 52,46 Cent je Liter ohne Mehrwertsteuer im März auf 45,49 Cent für die Lieferungen im Mai sank. Dies ist der jüngste veröffentlichte Wert. Er lag 13,5 Cent unter dem Rekord von Anfang 2023, als der Preis fast 59 Cent erreichte, und war der niedrigste Stand seit August 2024.

Gegenüber März nahmen Galiciens Betriebe dadurch monatlich bis zu 19 Millionen € weniger ein. Verteilt auf 4.834 Höfe mit aktiven Lieferungen entspricht das einem durchschnittlichen Minus von rund 3.500 € je Betrieb und Monat. Der tatsächliche Verlust hängt von der Liefermenge und der jeweiligen Kürzung des Verarbeiters ab.

Die Zahlen verdeutlichen Galiciens ungewöhnliche Stellung im spanischen Milchmarkt. Die Region liefert 42 % der nationalen Milchproduktion und beherbergt 56 % der Milchviehhalter, erhält aber Spaniens niedrigste Preise. Im Mai lag der Abstand zu Asturien und Kantabrien bei rund 4,5 Cent je Liter, zu Andalusien bei drei Cent und zu Kastilien und León sowie Katalonien bei 2,5 Cent. Galicien verzeichnete nach den Vertragsverlängerungen im Frühjahr zudem den stärksten Rückgang.

Futter, Wetter und europäische Preise erhöhen Versorgungsrisiken

Unións Agrarias und Ulega verwiesen in den Verhandlungen auf höhere Diesel- und Energiekosten. Zudem schädigt der Heerwurm den Mais, der für betriebseigenes Rinderfutter wichtig ist. Hitzewellen verringern die Milchleistung, während der trockene Sommer eine schlechtere Maisernte als 2025 erwarten lässt. Die Verarbeiter erkannten diese Faktoren nicht als Grund für höhere Preise an.

Die europäischen Marktsignale weisen in die andere Richtung. FrieslandCampina kündigte für August eine Erhöhung um 1,25 € je 100 Kilogramm auf 46,21 € an. Die EU-Milchmarktbeobachtungsstelle veröffentlichte am 23. Juli ebenfalls steigende Notierungen. Unións Agrarias meldete außerdem eine schwächere Produktion in Ländern wie Frankreich. Für die Verarbeiter könnte es daher schwieriger werden, außerhalb Galiciens günstige Milch zu beschaffen.

Der Bauernverband Agromuralla warnte, anhaltend niedrige Preise könnten Rohmilch verknappen und weitere Betriebsaufgaben beschleunigen. Im Mai lieferten in Galicien 16 Höfe weniger Milch als im Vormonat. Die nächste Verhandlungsrunde ist erst möglich, wenn die Verträge am 30. November auslaufen. Bis dahin arbeitet Spaniens größte Milchregion weiter mit dem niedrigsten Erzeugerpreis des Landes.

Vollständige Marktanalyse

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