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Frankreichs Markt für Industriegebäck schrumpft in allen Segmenten

Der französische Markt für industriell hergestelltes Gebäck verzeichnet laut LSA in sämtlichen Produktsegmenten Rückgänge. Auch fast alle Vertriebsformate verlieren, während wohnortnahe Geschäfte die einzige Ausnahme bilden und nationale Marken besonders unter Druck stehen.

Frankreichs Markt für Industriegebäck schrumpft in allen Segmenten

Der Rückgang erfasst den gesamten Markt

Der französische Markt für industriell hergestelltes Gebäck schrumpft weiter. Nach Angaben von LSA sind inzwischen sämtliche Produktsegmente betroffen. Auch bei den Vertriebsformaten zeigt sich nahezu überall eine rückläufige Entwicklung. Die Schwäche beschränkt sich damit weder auf eine bestimmte Gebäckart noch auf einzelne Marken oder Handelskanäle. Einzige Ausnahme sind wohnortnahe Geschäfte.

Die aktuelle Bewertung ist deutlich schwächer als das Bild zu Beginn des Jahres 2025. In einem Bericht vom Februar bezifferte LSA den Markt auf Grundlage von Circana-France-Daten bis Ende Januar 2025 auf 1,39 Milliarden Euro. Der Umsatz war damals stabil, während das Absatzvolumen um 0,3 % zunahm. Industriegebäck war gemessen am Umsatz das drittgrößte Segment im Süßwarensortiment, hinter Frühstücksprodukten und Süßigkeiten.

Traditionelles und aufwendiges Gebäck entwickelten sich unterschiedlich

Bereits diese frühere Momentaufnahme zeigte eine gespaltene Entwicklung. Traditionelles Industriegebäck erzielte 911,5 Millionen Euro Umsatz, 2,9 % mehr als im Januar 2024. Aufwendigeres Industriegebäck kam auf 478 Millionen Euro und verlor 1,5 %. Das größere traditionelle Segment stützte somit den Gesamtmarkt, während aufwendigere Produkte bereits rückläufig waren.

Innerhalb des traditionellen Segments legten Waffeln um 7,6 %, regionale Spezialitäten um 7,4 % und traditionelle Snackprodukte um 4,2 % zu, berichtete LSA. Vertraute und vergleichsweise erschwingliche Produkte konnten damals weiterhin Nachfrage binden. Der spätere Rückgang des Gesamtmarktes zeigt, dass diese Stütze schwächer geworden ist oder die Verluste in anderen Bereichen nicht mehr ausgleichen kann.

Nationale Marken geraten unter Druck

Besonders schwer haben es laut LSA die nationalen Marken. Wenn alle Produktsegmente gleichzeitig nachgeben, lässt sich die Schwäche einer Kategorie kaum durch Wachstum in einer anderen ausgleichen. Rückgänge in fast allen Handelsformaten verringern zugleich die Möglichkeit, verlorene Mengen über alternative Kanäle zurückzugewinnen. Der wohnortnahe Handel ist deshalb die einzige klar erkennbare Stabilitätszone.

Für Hersteller und Händler gewinnt dadurch die Steuerung von Sortimenten, Verkaufsförderung und Regalflächen an Bedeutung. Waffeln, regionale Spezialitäten und traditionelle Snacks hatten zuvor gezeigt, wo die Nachfrage am robustesten war. Angesichts des breiten Abschwungs sind frühere Gewinner jedoch keine verlässlichen Wachstumsmotoren mehr. Nationale Marken stehen kanalübergreifend unter Druck, während Händler Schwächen zwischen Hypermärkten, Supermärkten und anderen Formaten weniger leicht ausgleichen können.

Wohnortnahe Geschäfte bleiben die Ausnahme

Die Widerstandsfähigkeit wohnortnaher Geschäfte kehrt den landesweiten Trend nicht um. Sie zeigt Herstellern und Vertriebspartnern aber, wo sich die Nachfrage besser hält. Packungsgrößen, Preispunkte und Sortimente für häufige Einkäufe in der Nähe könnten wichtiger werden, wenn andere Kanäle weiter schrumpfen. Die verfügbaren Quellen beziffern weder das Wachstum noch den Marktanteil dieses Formats, weshalb sein Ausgleichspotenzial offenbleibt.

Das zentrale Signal für Marktteilnehmer ist die Breite des Rückgangs. Ende Januar 2025 waren die Umsätze noch stabil und die Mengen stiegen um 0,3 %. Inzwischen beschreibt LSA einen Markt, der in sämtlichen Segmenten und fast allen Formaten schrumpft. Die Vertriebsaktivität bleibt hoch, verhindert den allgemeinen Rückgang bislang aber nicht.

Vollständige Marktanalyse

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