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Ferrero gründet rumänische Produktionsfirma und prüft lokale Fertigung

Ferrero hat in Rumänien ein Unternehmen für die Herstellung von Kakaoerzeugnissen, Schokolade und Zuckerwaren gegründet. Eine Fabrik, deren Standort, die Investitionssumme und das Sortiment sind noch nicht bestätigt, doch die Eintragung schafft den rechtlichen Rahmen für eine mögliche lokale Produktion.

Ferrero gründet rumänische Produktionsfirma und prüft lokale Fertigung

Neue Gesellschaft schafft Zugang zur Fertigung

Der italienische Süßwarenkonzern Ferrero hat in Rumänien eine Gesellschaft gegründet, deren eingetragener Geschäftszweck die Herstellung von Kakaoerzeugnissen, Schokolade und Zuckerwaren umfasst. Das geht aus Daten von Profit.ro hervor, auf die sich HotNews und Playtech berufen. Der administrative Schritt stellt Ferrero eine rechtliche Struktur für eine mögliche lokale Fertigung bereit, belegt aber nicht, dass bereits eine Fabrik gebaut wird.

Ferrero hat weder einen möglichen Standort noch die Höhe einer Investition oder die künftig in Rumänien herstellbaren Produkte genannt. Giuseppe Papa, Managing Director des Konzerns für Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Moldau, erklärte gegenüber Profit.ro, Ferrero könne sich in diesem Stadium nicht äußern und werde mögliche Neuigkeiten später mitteilen. An der neuen Struktur sind außerdem der für die europäische Administration zuständige Ceci Alberto sowie Finanzvorstand und Executive Director Paolo Sgobbo beteiligt.

Rumänischer Umsatz nähert sich 2 Milliarden Lei

Die Gründung erfolgt, während sich Ferreros Rumäniengeschäft der Umsatzmarke von 2 Milliarden Lei nähert. Laut Playtech erzielte die bestehende Vertriebsgesellschaft im jüngsten Berichtsjahr einen Umsatz von rund 1,9 Milliarden Lei, 23% mehr als 2024, sowie einen Nettogewinn von fast 20 Millionen Lei. Ferrero Romania beschäftigt derzeit rund 120 Menschen.

Eine Fertigung würde die bisher auf Vertrieb und Verkauf konzentrierte Präsenz des Konzerns deutlich erweitern. Für Importeure und Händler könnte eine rumänische Produktion die Herkunft und die Lieferwege bestimmter Süßwaren für den Inlandsmarkt oder benachbarte Länder verändern. Noch lässt sich jedoch nicht beurteilen, ob Ferrero Importe ersetzen, Nachbarmärkte aus Rumänien beliefern oder weiterhin sein bestehendes internationales Fabriknetz nutzen würde.

Folgen für den regionalen Handel bleiben offen

Ferrero betreibt 41 Fabriken und beschäftigt mehr als 50.000 Menschen, berichtete HotNews. Zum Portfolio gehören über 35 Marken, die in mehr als 170 Ländern verkauft werden, darunter Nutella, Kinder, Ferrero Rocher, Raffaello und Tic Tac. Der 1946 im italienischen Alba gegründete Konzern befindet sich weiterhin in der Hand der Ferrero-Familie, inzwischen in dritter Generation.

Im Geschäftsjahr bis zum 31. August 2025 erzielte Ferrero einen konsolidierten Umsatz von 19,3 Milliarden Euro, 4,6% mehr als im Vorjahr. Innerhalb des Jahres investierte der Konzern fast 1,1 Milliarden Euro in den Kapazitätsausbau und weiteres Wachstum. Damit fällt die rumänische Registrierung in eine breitere Investitionsphase, doch Ferrero hat bislang keinen Teil dieser Ausgaben öffentlich Rumänien zugeordnet.

Auch die Form des möglichen Betriebs ist offen. Ferrero könnte eine neue Fabrik bauen, bestehende Kapazitäten übernehmen oder ein anderes Produktionsmodell wählen, berichtete Playtech. Bis zur Bestätigung eines Projekts ist die Registrierung als Vorbereitung und nicht als endgültige Investitionsentscheidung zu bewerten. Die spätere Produktwahl entscheidet über die wichtigsten Handelseffekte: den Bedarf an Kakao, Haselnüssen, Zucker und Verpackungen sowie eine mögliche Verdrängung rumänischer Importe fertiger Süßwaren.

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