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Für den EU-Export zugelassene Betriebe erzeugen 83 % des ukrainischen Geflügelfleisches und 75 % der Konsumeier

Für den Export in die Europäische Union zugelassene Betriebe erzeugen 83 % des Geflügelfleisches und 75 % der Konsumeier in der Ukraine, teilte der Verband der Geflügelzüchter der Ukraine mit. Die EU-Liste umfasst 15 Geflügelfleischanlagen, 29 Eiererzeugungsanlagen und fünf Eiverarbeitungsbetriebe; seit Anfang 2026 kamen 22 Unternehmen hinzu. Seit 2026 gelten dieselben Vorgaben auch im Inland.

Für den EU-Export zugelassene Betriebe erzeugen 83 % des ukrainischen Geflügelfleisches und 75 % der Konsumeier

Zugelassene Kapazitäten tragen den Großteil der Produktion

Betriebe, die für den Export in die Europäische Union zugelassen sind, erzeugen 83 % des Geflügelfleisches und 75 % der Konsumeier in der Ukraine, sagte Serhiy Karpenko, Geschäftsführer des Verbands der Geflügelzüchter der Ukraine, in einem Interview mit Interfax-Ukraine.

Die Aufteilung zeigt, wo das ukrainische Angebot tatsächlich entsteht. Der weit überwiegende Teil der Geflügelfleischmenge und drei Viertel des Eiervolumens stammen aus Anlagen, die bereits nach europäischen Veterinär- und Hygienevorschriften arbeiten. Der Rest – 17 % des Geflügelfleisches und 25 % der Eier – kommt aus Kapazitäten außerhalb dieses Perimeters und steht für Direktlieferungen in die EU nicht zur Verfügung.

Wo die Zulassungen liegen

Nach Angaben von Karpenko verfügen derzeit über eine europäische Zulassung:

  • 15 Anlagen zur Erzeugung und Zerlegung von Geflügelfleisch;
  • 29 Anlagen zur Eiererzeugung;
  • fünf Eiverarbeitungsbetriebe.

Allein seit Anfang 2026 wurden 22 Unternehmen in die Liste der für den EU-Export zugelassenen Betriebe aufgenommen, so Karpenko. Gemessen am Bestand zugelassener Standorte ist das ein deutlicher Zuwachs und deutet auf eine breite Zertifizierungswelle ukrainischer Betreiber hin, nicht auf vereinzelte Genehmigungen.

Die Verteilung der Zulassungen unterscheidet sich zwischen den beiden Teilbranchen. Beim Geflügelfleisch gibt es mit 15 weniger zugelassene Standorte, aber mit 83 % den höheren Anteil an der Produktion. Bei Eiern sind es mit 29 fast doppelt so viele Erzeugungsanlagen, der zugelassene Anteil liegt mit 75 % jedoch niedriger. Das spricht für ein stärker konzentriertes Fleischsegment, in dem wenige integrierte Werke den Großteil der Menge stellen, und für ein fragmentierteres Eiersegment mit einer langen Reihe kleinerer Betriebe außerhalb der EU-Liste.

Seit 2026 gelten die Vorgaben auch im Inland

Viele kleine Erzeuger haben Schwierigkeiten bei der Umsetzung der europäischen Anforderungen, weil ihr Anteil an der Gesamtproduktion gering ist, sagte Karpenko. Seit 2026 sind diese Anforderungen auch auf nationaler Ebene verbindlich, nicht nur für Unternehmen, die in die EU liefern.

Damit entfällt die Möglichkeit, den Inlandsmarkt nach niedrigeren Standards zu bedienen. Kleine Betriebe, die Investitionen in Schlachtung, Sortierung, Kühlkette und Rückverfolgbarkeit auf EU-Niveau bisher vermieden haben, unterliegen nun denselben Regeln wie Exporteure – ohne Exporterlöse, die diese Investitionen tragen. Die betroffenen Mengen sind begrenzt, das kleinteilige Segment liegt deutlich unter einem Fünftel der Fleischproduktion. Die Zahl der betroffenen Betriebe ist es nicht.

EU-Normen als Zugang zu Drittmärkten

„EU-Standards sind ein Maßstab für viele Länder in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Amerika. Produkte, die den EU-Normen entsprechen, erhalten auf den meisten Weltmärkten automatisch grünes Licht“, sagte Karpenko.

Aus seiner Sicht ermöglichen die Angleichung der ukrainischen Gesetzgebung an EU-Normen und deren Einhaltung durch die Marktteilnehmer höhere Exporte von Geflügelprodukten nicht nur in EU-Länder, sondern auch auf andere globale Märkte. Für ukrainische Erzeuger heißt das: Die Zulassung, über die der Großteil der Branchenkapazität bereits verfügt, wirkt weit über Europa hinaus als Eintrittskarte und senkt die Kosten der Qualifizierung bei Käufern am Golf, in Nordafrika und Asien. Das vollständige Interview wurde von Interfax-Ukraine veröffentlicht.

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