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EU-Autoneuzulassungen steigen dank Elektro-Nachfrage um 5,7 Prozent

Die Pkw-Neuzulassungen in der EU stiegen im ersten Halbjahr um 5,7 Prozent auf 5,89 Millionen Fahrzeuge. Elektroautos und Plug-in-Hybride trieben das Wachstum, während Benzin- und Dieselfahrzeuge deutlich verloren.

EU-Autoneuzulassungen steigen dank Elektro-Nachfrage um 5,7 Prozent

Elektroautos treiben das Halbjahreswachstum

Die Pkw-Neuzulassungen in der Europäischen Union stiegen im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent auf 5,89 Millionen Fahrzeuge. Getragen wurde die Entwicklung von der stärkeren Nachfrage nach Elektromodellen. Die von Forbes Romania veröffentlichten Zahlen stammen vom europäischen Herstellerverband ACEA, der 16 große europäische Automobilhersteller vertritt.

Die Neuzulassungen vollelektrischer Fahrzeuge nahmen um 40,5 Prozent auf 1,22 Millionen Einheiten zu. Bei Plug-in-Hybriden betrug das Wachstum 22,5 Prozent auf 577.735 Fahrzeuge. Zusammen kamen beide Kategorien auf rund 1,80 Millionen Neuzulassungen und lieferten damit einen erheblichen Teil des gesamten Marktzuwachses.

Benziner und Diesel verlieren an Boden

Dem Wachstum elektrifizierter Fahrzeuge stand ein erneuter kräftiger Rückgang konventioneller Antriebe gegenüber. Die Benziner-Neuzulassungen sanken um 17,2 Prozent auf 1,309 Millionen Einheiten, Dieselmodelle verloren 16,5 Prozent auf 439.592. Vollelektrische Fahrzeuge näherten sich damit dem Benzinvolumen an und erreichten fast das Dreifache der Dieselzulassungen.

Die großen EU-Märkte entwickelten sich unterschiedlich. In Italien stiegen die Neuzulassungen um 9,5 Prozent, in Deutschland um 5,8 Prozent und in Spanien um 5,2 Prozent. Frankreich verzeichnete einen geringeren Zuwachs von 1,8 Prozent. Der rumänische Markt stagnierte nahezu: 64.850 Pkw wurden zugelassen, verglichen mit 64.820 im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Hersteller entwickeln sich unterschiedlich

Die Neuzulassungen des Volkswagen-Konzerns stiegen um 2,6 Prozent auf 1,559 Millionen Fahrzeuge. Damit lag der deutsche Konzern mengenmäßig deutlich vor jeder einzelnen elektrischen Antriebskategorie. Stellantis, die Muttergesellschaft von Fiat, Peugeot und Opel, wuchs um 6 Prozent. Beim Renault-Konzern sanken die Zulassungen um 4,2 Prozent, bei der Marke Dacia um 8,8 Prozent auf 262.511 Fahrzeuge.

Chinesische Marken expandierten von ihren jeweiligen Ausgangsniveaus wesentlich schneller. Laut den von Forbes Romania zitierten ACEA-Daten sprangen die Zulassungen von Leapmotor um 526,7 Prozent, Chery legte um 268,7 Prozent und BYD um 168,2 Prozent zu. Diese Raten lagen weit über dem Marktwachstum von 5,7 Prozent und zeigen den zunehmenden Wettbewerb im schnell wachsenden europäischen Elektrosegment. Die Halbjahreszahlen sprechen für eine breitere Erholung der Gesamtzulassungen, doch die Gewinne waren ungleich verteilt: Elektroorientierte Marken und wachstumsstärkere Länder legten zu, während Verbrenner und mehrere etablierte Hersteller unter Druck blieben.

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