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Deutschland wird mit Lieferungen von über 50 Millionen $ Russlands größter Schokoladenlieferant

Deutschland war in den ersten drei Monaten des Jahres Russlands wichtigste Bezugsquelle für importierte Schokolade. Der Lieferwert überstieg 50 Millionen $, während Armenien ebenfalls in die Gruppe der zehn größten Lieferländer aufstieg.

Deutschland wird mit Lieferungen von über 50 Millionen $ Russlands größter Schokoladenlieferant

Deutsche Lieferungen übersteigen 50 Millionen $

Deutschland wurde in den ersten drei Monaten des Jahres zum größten ausländischen Schokoladenlieferanten Russlands, wie von Rambler Finance veröffentlichte Daten zeigen. Der Gesamtwert der in diesem Zeitraum auf den russischen Markt gelieferten deutschen Schokolade überstieg 50 Millionen $. Die verfügbaren Angaben enthalten weder Liefermengen noch einzelne Produktkategorien oder Deutschlands Anteil an den gesamten russischen Schokoladenimporten.

Damit liegt Deutschland vor einer breiten Gruppe weiterer Lieferländer. Rambler Finance nannte Belgien, Italien, die Türkei, Polen, China, Armenien, Litauen und Spanien als weitere Schokoladenlieferanten Russlands. Die Liste zeigt den Wettbewerb zwischen großen europäischen Verarbeitungszentren, regionalen Herstellern und Anbietern mit unterschiedlichen Produktions- und Vertriebsnetzen.

Verarbeitungskapazitäten stärken Deutschlands Position

Deutschlands Spitzenposition ist bemerkenswert, weil das Land selbst keine Kakaobohnen anbaut. Der Finanzberater Alexey Rodin erklärte gegenüber RIA Novosti, Deutschland und Belgien hätten dennoch große Zentren für die Kakaoverarbeitung aufgebaut. Die dortige Industrie kauft importierte Rohstoffe, verarbeitet sie und stellt daraus fertige Schokoladenprodukte für den heimischen und den internationalen Markt her.

Rodin führte Deutschlands Position zudem auf große, weltweit bekannte Schokoladenmarken zurück. Die Kombination aus Verarbeitungskapazität und etablierten Marken eröffnet deutschen Produzenten Märkte, in denen Käufer gleichbleibende Qualität, bekannte Produkte und eine zuverlässige Versorgung im industriellen Maßstab verlangen. Für russische Importeure und Einzelhändler zeigt das Ergebnis des ersten Quartals, dass deutsche Hersteller trotz veränderter Handelswege und Rahmenbedingungen eine wichtige Bezugsquelle für fertige Süßwaren bleiben.

Armenien erreicht die Gruppe der führenden Lieferanten

Mit Armeniens Aufstieg in die Top 10 verbreitert sich die geografische Basis des russischen Marktes für importierte Schokolade. Die Quellen nennen weder Wert noch Menge der armenischen Lieferungen, weshalb sich ihre Größenordnung nicht mit Deutschlands Wert von mehr als 50 Millionen $ vergleichen lässt. Der Einzug in die Rangliste zeigt jedoch, dass auch Anbieter außerhalb der großen westeuropäischen Schokoladenindustrien auf dem russischen Markt Fuß fassen.

Für Hersteller und Händler verdeutlicht die Rangfolge den Unterschied zwischen dem Zugang zu Kakao und der Wettbewerbsfähigkeit bei fertiger Schokolade. Weder Deutschland noch Belgien erzeugt den landwirtschaftlichen Rohstoff, doch beide Länder nutzen importierte Bohnen, Verarbeitungsinfrastruktur und Markenproduktion für die Belieferung ausländischer Märkte. Die Daten des ersten Quartals belegen daher vor allem die Stärke nachgelagerter Verarbeitung und nicht die Kontrolle über die Kakaoerzeugung. Der weitere Wettbewerb wird davon abhängen, wie die Anbieter Rohstoffeinkauf, Verarbeitungskosten, Logistik und den Zugang zu russischen Vertriebspartnern organisieren; Preis- oder Wachstumsvergleiche mit früheren Zeiträumen lassen die gemeldeten Daten jedoch nicht zu.

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