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Deutsche Fleischerzeugung sinkt im ersten Halbjahr 2026 wegen Geflügelminus um 0,4%

Deutschlands gewerbliche Schlachtbetriebe erzeugten im ersten Halbjahr 2026 knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch, 0,4% weniger als im Vorjahr. Der Rückgang bei Geflügelfleisch überwog den Zuwachs bei Schweinefleisch, während Rindfleisch nahezu stabil blieb.

Deutsche Fleischerzeugung sinkt im ersten Halbjahr 2026 wegen Geflügelminus um 0,4%

Gesamterzeugung bleibt unter dem Vorjahresniveau

Die gewerblichen Schlachtbetriebe in Deutschland erzeugten im ersten Halbjahr 2026 knapp 3,4 Millionen Tonnen Fleisch. Das zeigen vorläufige Angaben des Statistischen Bundesamts, über die Lebensmittel Praxis berichtete. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Menge um 0,4% beziehungsweise 14.700 Tonnen.

In den sechs Monaten schlachteten die Betriebe 24,0 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 343,2 Millionen Stück Geflügel. Für das Gesamtminus war vor allem Geflügelfleisch verantwortlich. Die Schweinefleischerzeugung entwickelte sich gegenläufig, während die Rindfleischmenge weitgehend stabil blieb.

Schweinefleisch wächst bei weniger Tieren aus dem Ausland

Deutsche Betriebe schlachteten im ersten Halbjahr 22,2 Millionen Schweine. Das waren 0,5% oder 107.000 Tiere mehr als ein Jahr zuvor. Die erzeugte Schweinefleischmenge stieg um 10.300 Tonnen auf 2,2 Millionen Tonnen und festigte damit die Position als größtes Segment der deutschen Fleischerzeugung.

Von den geschlachteten Schweinen stammten 98,4% aus Deutschland. Die Zahl der Tiere aus dem Ausland sank um 14,0% auf 349.200. Der moderate Produktionszuwachs beruhte damit fast vollständig auf dem heimischen Tierbestand und nicht auf höheren Zufuhren ausländischer Schweine.

Schweinefleisch stellte 63,7% der gewerblichen Fleischerzeugung. Der Zuwachs konnte den Rückgang beim Geflügel nur teilweise ausgleichen, sicherte Schweinefleisch aber weiterhin die zentrale Rolle für die Auslastung der Schlachtbetriebe und die Rohstoffversorgung der Verarbeitung.

Geflügel verzeichnet den stärksten Rückgang

Die Geflügelfleischerzeugung sank um 3,2% beziehungsweise 24.900 Tonnen auf rund 755.000 Tonnen. Die Zahl der geschlachteten Tiere ging mit 0,8% weniger stark zurück als die erzeugte Fleischmenge. Trotz des Rückgangs entfielen weiterhin 22,3% der gesamten Produktion auf Geflügel.

Die Rindfleischerzeugung verringerte sich lediglich um 0,1% auf 462.200 Tonnen. Die Betriebe schlachteten 1,4 Millionen Rinder und damit 1.900 Tiere weniger als im Vorjahreszeitraum. Rindfleisch erreichte einen Anteil von 13,7%, Fleisch von Schafen, Ziegen und Pferden zusammen rund 0,3%. Für Verarbeiter und Einkäufer zeigt sich damit ein insgesamt stabiler Markt, jedoch mit mehr Schweinefleisch und einem engeren Geflügelangebot.

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