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Chinesische Marken erreichen in Spanien fast 40 Prozent, BYD überholt Tesla

Von Januar bis September wurden in Spanien mehr als 82.000 elektrifizierte Fahrzeuge chinesischer Marken zugelassen, was fast 40 Prozent des Marktes entspricht. BYD überholte Tesla bei reinen Elektroautos und baute trotz der EU-Zölle seine Führung bei Plug-in-Hybriden aus.

Chinesische Marken erreichen in Spanien fast 40 Prozent, BYD überholt Tesla

Chinesische Marken nähern sich 40 Prozent der Zulassungen

Fast vier von zehn elektrifizierten Autos, die von Januar bis September in Spanien zugelassen wurden, entfielen auf chinesische Marken. El País beruft sich dabei auf Zahlen eines Instituts des nationalen Automobilherstellerverbands. Die Zulassungen überstiegen 82.000 Einheiten, obwohl die Europäische Union mit Zöllen den Zufluss von in China produzierten Elektroautos begrenzen will.

Die Statistik umfasst sowohl reine Batterieautos als auch Plug-in-Hybride. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil chinesische Hersteller ihre stärkste Position bei Plug-in-Hybriden aufgebaut haben, wo ihr gemeinsamer Marktanteil über 43 Prozent liegt. Ihre Expansion in Spanien beschränkt sich damit nicht auf reine Elektroautos. Sie erreicht auch Kunden, die elektrisch fahren wollen, ohne vollständig von der Ladeinfrastruktur abhängig zu sein.

BYD zieht an Tesla vorbei

BYD, laut El País der weltweit größte Hersteller von Fahrzeugen mit Ladeanschluss, ist zur führenden chinesischen Kraft im spanischen Markt für elektrifizierte Autos geworden. Das Unternehmen vereinte fast die Hälfte der im Bericht erfassten Elektroauto-Zulassungen auf sich und verkaufte fast 1.000 reine Elektroautos mehr als Tesla. Damit fiel der US-Hersteller in dieser Kategorie auf den zweiten Platz zurück.

Das Ergebnis verändert das Kräfteverhältnis in einem Segment, das Tesla maßgeblich geprägt hat. Der Vorsprung von BYD beruht nicht nur auf einer einzigen Fahrzeugklasse. Bei Plug-in-Hybriden ist die Stellung des chinesischen Herstellers noch stärker, mit deutlichem Abstand zu Ebro auf Rang zwei.

Zölle stoppen die Expansion nicht

Das Wachstum der chinesischen Marken zeigt, dass die EU-Zollbarriere bislang nicht verhindert hat, dass sie einen erheblichen Anteil der spanischen Zulassungen elektrifizierter Fahrzeuge gewinnen. Die vorliegenden Angaben enthalten weder konkrete Zollsätze noch Preise oder Margen. Ein Volumen von mehr als 82.000 Fahrzeugen belegt jedoch, dass chinesische Hersteller auch unter den neuen Handelsbedingungen Käufer finden.

Plug-in-Hybride sind für diese Widerstandsfähigkeit offenbar entscheidend. Mit einem Anteil von mehr als 43 Prozent können chinesische Hersteller über einen breiteren Antriebsmix konkurrieren und müssen sich nicht allein auf Batterieautos stützen. Händler und Importeure erreichen damit einen größeren Kundenkreis. Etablierte europäische und US-amerikanische Marken geraten gleichzeitig in zwei elektrifizierten Fahrzeugkategorien stärker unter Druck.

Lokale Montage eröffnet einen weiteren Marktzugang

Ebro zeigt, wie unscharf die Grenze zwischen einem importierten chinesischen Fahrzeug und einem lokal produzierten Modell wird. Die Fahrzeuge der Marke werden nicht vollständig in China hergestellt. Sie basieren auf Plattformen eines chinesischen Unternehmens, kommen zerlegt nach Spanien und werden anschließend in Barcelona montiert. Bei Plug-in-Hybriden liegt Ebro hinter BYD auf dem zweiten Platz.

Dieses Modell verbindet chinesische Industrieplattformen mit spanischen Montagekapazitäten. Seine Bedeutung könnte steigen, wenn Hersteller und Partner ihre Beschaffung und Produktion an die europäische Handelspolitik anpassen. Die verfügbaren Daten zeigen nicht, wie sich die lokale Montage auf die Zollbehandlung auswirkt. Sie machen aber deutlich, dass der Wettbewerb sowohl über fertige Fahrzeugimporte als auch über grenzüberschreitende Produktionsstrukturen stattfindet.

Spanien wird damit zu einem Testfall für die Frage, ob Zölle allein das Wachstum chinesischer Autohersteller bremsen können. Der Vorsprung von BYD vor Tesla, mehr als 82.000 zugelassene elektrifizierte Fahrzeuge chinesischer Marken und ein Anteil von über 43 Prozent bei Plug-in-Hybriden ergeben eine breite Marktposition. Die nächste Wettbewerbsphase hängt nicht nur vom Absatz reiner Elektroautos ab, sondern auch von der Nachfrage nach Plug-in-Hybriden, lokalen Montagepartnerschaften und der Reaktion etablierter Hersteller in unterschiedlichen Preis- und Technologiekategorien.

Vollständige Marktanalyse

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