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Chinesische Automarken erzielen in Spanien mehr als 2 Milliarden € Umsatz

MG, BYD sowie Omoda & Jaecoo erzielten 2025 in Spanien zusammen mehr als 2 Milliarden € Umsatz. Gleichzeitig sank der Gewinn von Volkswagen Group, Mercedes-Benz und BMW im ersten Halbjahr 2026 insgesamt um 2,7 Milliarden €, wodurch der Wettbewerbsdruck weiter wächst.

Chinesische Automarken erzielen in Spanien mehr als 2 Milliarden € Umsatz

Drei chinesische Gruppen überschreiten die Schwelle von 2 Milliarden €

MG, BYD sowie Omoda & Jaecoo erzielten 2025 in Spanien zusammen mehr als 2 Milliarden € Umsatz, wie 20minutos.es berichtet. Grundlage des schnellen Wachstums sind elektrifizierte Fahrzeuge, breite Modellpaletten und Preise, mit denen etablierte europäische Hersteller auf dem preissensiblen spanischen Markt nur schwer mithalten können.

BYD Iberia wies in den beim spanischen Handelsregister hinterlegten Abschlüssen einen Umsatz von 789 Millionen € aus. Der Umsatz vervierfachte sich, während der Absatz um 374 % auf 25.556 Fahrzeuge im letzten Geschäftsjahr stieg. BYD, laut dem Bericht ein führender Anbieter von Elektroautos und Plug-in-Hybriden, strebt 2026 in Spanien 70.000 Neuzulassungen an. In den ersten Monaten des Jahres lieferte das Unternehmen 26.759 Fahrzeuge aus und übertraf damit bereits das gesamte Vorjahresergebnis; im August erschien das Jahresziel dennoch schwer erreichbar.

Die zum SAIC-Konzern gehörende Marke MG steigerte ihren Umsatz um 60 % auf 786,4 Millionen €. Die Zulassungen nahmen laut Jahresbericht des spanischen Herstellerverbands Anfac um 46,8 % auf 45.163 Fahrzeuge zu. Für 2026 hatte das Unternehmen 50.000 Auslieferungen angepeilt. Bis Ende Juli sank der Absatz jedoch um 1,3 % auf 28.825 Fahrzeuge und lag damit 372 Einheiten unter dem Vergleichszeitraum.

Omoda und Jaecoo nähern sich ihrem Jahresziel

Die beiden Chery-Schwestermarken Omoda & Jaecoo verdoppelten ihren Spanien-Umsatz 2025 auf 563 Millionen €, wie Francesco Colonnese, Vizepräsident von Omoda & Jaecoo Iberia, gegenüber El País erklärte. Zusammen erreichten sie 26.422 Zulassungen. Für 2026 peilt das Unternehmen rund 40.000 Fahrzeuge an.

Die aktuellen Stückzahlen rücken dieses Ziel näher als manche Vorgabe der Wettbewerber. Omoda hat im laufenden Jahr 15.066 Fahrzeuge ausgeliefert, Jaecoo weitere 8.087; zusammen sind es mehr als 23.000. Weiteres Wachstum verschärft den Wettbewerb um Händler, Finanzierungskunden und Marktanteile in Spaniens Segmenten für elektrifizierte und preisgünstigere Fahrzeuge.

MG vollzieht zudem den Schritt vom Vertrieb zur lokalen Fertigung. Das in Shanghai ansässige Unternehmen kündigte Anfang Juni den Bau eines Werks mit drei Zentren in Galicien an. Der Betrieb soll 2028 beginnen, 2.300 Menschen beschäftigen und eine Kapazität von bis zu 120.000 Fahrzeugen pro Jahr erreichen. Wird das Projekt wie geplant umgesetzt, erhält die chinesische Marke neben ihrer wachsenden Vertriebspräsenz auch eine industrielle Basis in Spanien.

Gewinnlücke deutscher Hersteller wird größer

Parallel dazu meldeten Volkswagen Group, Mercedes-Benz und BMW für das erste Halbjahr 2026 einen Gewinnrückgang von zusammen 2,7 Milliarden €, wie aus ihren Finanzberichten hervorgeht. Der Gewinn der Volkswagen Group sank um 30,7 %. BMW verzeichnete ein Minus von 28,5 %, nachdem der Absatz in China um 20,4 % zurückgegangen war. Die europäische Branche kämpft gleichzeitig mit chinesischer Konkurrenz, der Elektrifizierung und den von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zöllen.

Der Kostenabbau gewinnt an Tempo. Volkswagen-Chef Oliver Blume kündigte bis 2030 den Abbau von bis zu 50.000 Stellen in Deutschland an, Porsche will 5.000 Stellen streichen. BMW-Vorstand Milan Nedeljković kündigte bis Ende 2027 weitere 8.000 Stellenstreichungen an, verbunden mit Kostensenkungen von rund 1 Milliarde €. Der Umsatz chinesischer Marken in Spanien erklärt nicht allein den weltweiten Ergebnisdruck der deutschen Konzerne. Ihre steigenden Zulassungen zeigen aber, wie sich der Wettbewerb in einem wichtigen europäischen Automarkt verändert.

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