Chinas wachsender Markt für gesunde Snacks bietet Chancen für thailändische Anbieter
Chinas Snackmarkt soll von 1,1804 Billionen Yuan im Jahr 2025 auf 1,3330 Billionen Yuan im Jahr 2030 wachsen. Für thailändische Anbieter entstehen Chancen mit gesunden, praktischen und differenzierten Produkten, während der Wettbewerb durch lokale Marken zunimmt.
Markt soll 1,3330 Billionen Yuan erreichen
Chinas Snackmarkt dürfte weiter wachsen, da Verbraucher Gesundheit, Qualität und Komfort stärker gewichten. Daraus ergeben sich Chancen für thailändische Anbieter von verarbeitetem Obst, Nüssen und anderen differenzierten Produkten. Bangkok Biz News berichtete unter Berufung auf Thailands Behörde für internationale Handelsförderung und deren Büro in Shanghai, dass der Markt 2025 rund 1,1804 Billionen Yuan wert war und bis 2030 auf 1,3330 Billionen Yuan steigen soll.
Die Branche umfasst Nüsse und Saaten, herzhafte Snacks, frittierte und gepuffte Lebensmittel, Süßwaren, Schokolade, Backwaren, gewürzte Produkte und verarbeitetes Obst. Wirtschaftswachstum und Kaufkraft stützen die Nachfrage, doch mehr Anbieter und Vertriebsformate verschärfen zugleich den Wettbewerb.
Gesundheitsorientierter Konsum, Produkte für bestimmte Zielgruppen und neue Handelsformate dürften den Markt von 2026 bis 2030 prägen. Snacks werden nicht mehr nur zum Genuss gekauft. Zutaten, Nährwert, Produktform und einfacher Verzehr gewinnen an Bedeutung.
Häufige Käufe verändern die Produktentwicklung
Eine Erhebung aus dem Jahr 2026 ergab, dass 40,44 % der chinesischen Verbraucher etwa sieben- bis achtmal monatlich Snacks kauften. Dies war die größte Gruppe. Weitere 21,23 % kauften neun- bis zehnmal im Monat, was auf eine feste Rolle von Snacks im Alltag hinweist.
Gepuffte und frittierte Snacks führten mit 43,46 % der Befragten. Brot, Kuchen und andere Backwaren folgten mit 43,36 %, verarbeitete Sojaprodukte mit 41,15 %. Typische Anlässe waren Treffen, Reisen und Freizeitaktivitäten wie Gaming oder das Ansehen von Serien.
Hersteller müssen deshalb über den Geschmack hinaus konkurrieren. Gefragt sind Produkte mit weniger Zucker und Fett sowie einem höheren Proteingehalt oder anderen Ernährungsvorteilen. Neue Produkte und mehr Geschmacksrichtungen zwingen Anbieter zudem, Rezepturen, Verpackungen und Positionierung zu differenzieren.
Chancen und Konkurrenz für thailändische Produkte
Thailands Handelsförderungsbüro in Shanghai sieht verarbeitetes Obst, Nüsse, herzhafte Snacks und Erzeugnisse aus natürlichen Zutaten als aussichtsreich an. Besondere Rohstoffe und eine erkennbare thailändische Identität können die Produkte von chinesischen Alternativen abheben, vor allem in kleinen, tragbaren und leicht zu öffnenden Packungen.
E-Commerce-Plattformen, Livestream-Verkäufe und spezialisierte Mehrmarken-Snackläden verbreitern den Marktzugang. Das Segment dieser Fachgeschäfte hatte dem Bericht zufolge 2025 einen Wert von rund 603 Milliarden Baht und soll 2030 etwa 961 Milliarden Baht erreichen. Für Importprodukte könnten sie zu einem zusätzlichen Vertriebskanal werden.
Der lokale Wettbewerb bleibt stark. Der „Guochao“-Trend, der chinesische Kultur und Identität in Konsumgüter integriert, stärkt einheimische Snackmarken. Verbesserte Lieferketten und regionale Produktionscluster erhöhen außerdem die Effizienz bei Fertigung, Produktentwicklung und Marktexpansion.
Thailändische Unternehmen treffen somit auf eine große Kundenbasis, aber auch auf einen härteren Kampf um Regalflächen und digitale Aufmerksamkeit. Das Handelsbüro in Shanghai empfiehlt Differenzierung statt eines reinen Preiswettbewerbs. Produkte, Verpackungen und Kommunikation müssen die chinesische Nachfrage nach Gesundheit, Qualität, Komfort und konkreten Verzehranlässen berücksichtigen. Eine Omnichannel-Strategie kann E-Commerce, Livestreaming und stationäre Snackläden verbinden.
Vollständige Marktanalyse