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Chinas Quote setzt Brasiliens Rind- und Schweinefleischpreise unter Druck

Die Preise für Rind- und Schweinefleisch in Brasilien sanken von Januar bis Juli 2026, weil schwächere Rindfleischexporte das Inlandsangebot erhöhten. Nach Ausschöpfung der chinesischen Vorzugsquote von 1,1 Millionen Tonnen gilt für zusätzliche Mengen ein Zoll von 55 %.

Chinas Quote setzt Brasiliens Rind- und Schweinefleischpreise unter Druck

Fleischpreise im brasilianischen Einzelhandel sinken

Rind- und Schweinefleisch wurde in Brasilien zwischen Januar und Juli 2026 günstiger, weil die Abkühlung der Rindfleischexporte mehr Ware für inländische Käufer verfügbar machte. Nach den von O Hoje veröffentlichten Supermarktdaten betraf die Entwicklung sowohl häufig gekaufte Teilstücke als auch höherpreisige Produkte.

Der von der Supermarktvereinigung des Bundesstaates São Paulo gemeinsam mit der Stiftung Institut für Wirtschaftsforschung berechnete Supermarktpreisindex wies für Rinderschulter mit 3,90 % den stärksten Rückgang der erfassten Rindfleischstücke aus. Hüftfleisch verbilligte sich um 2,77 %, Oberschale um 2,45 % und Roastbeef um 1,76 %. Kugelpreise sanken um 1,39 %, Filet wurde 1,30 % günstiger.

Bei Schweinefleisch fiel der Rückgang deutlicher aus. Das Segment verbilligte sich im betrachteten Zeitraum um 8,11 %. Schweinekeule mit Knochen kostete 13,52 % weniger, Schweinerücken mit Knochen 10,16 %. APAS-Chefökonom Felipe Queiroz erklärte, die Rückgänge beträfen vor allem Teilstücke für den täglichen Konsum und entlasteten damit die Verbraucher.

Rindfleischexporte verlieren nach Rekordhalbjahr an Tempo

Der Rückgang der Inlandspreise fiel mit schwächeren brasilianischen Rindfleischexporten zusammen. Von O Hoje zitierte Secex-Daten beziffern die Auslandsverkäufe im Juli auf 1,4 Milliarden $, entsprechend rund 7,13 Milliarden Real. Das waren 21 % weniger als im Juni und bedeutete eine Unterbrechung der von aufeinanderfolgenden Rekorden geprägten ersten Jahreshälfte.

Sinkt das Exportvolumen, bleibt ein größerer Produktionsanteil in Brasilien. Verarbeiter, Großhändler und Einzelhändler können dadurch mehr Ware auf dem Inlandsmarkt absetzen, was die Preise belastet. Laut Queiroz zeigte der Juli den Zusammenhang zwischen nachlassenden Auslandsverkäufen, höherer inländischer Verfügbarkeit und günstigerem Fleisch im Supermarkt.

Auslöser war vor allem der Handel mit China, dem größten ausländischen Abnehmer brasilianischen Rindfleischs. Laut O Hoje erreichte Brasilien im Juli die jährliche Obergrenze von 1,1 Millionen Tonnen, die ohne Zusatzabgabe nach China gelangen können. Mengen oberhalb dieser Schwelle unterliegen einem Zoll von 55 %, wodurch weitere Verkäufe nach China wirtschaftlich weniger attraktiv werden.

Abhängigkeit von China bestimmt den Ausblick

Chinas Gewicht im brasilianischen Rindfleischhandel macht jede Veränderung der Einkaufsbedingungen für die gesamte Lieferkette relevant. 2025 kauften chinesische Abnehmer 1,68 Millionen Tonnen brasilianisches Rindfleisch. Das entsprach 48 % der gesamten Rindfleischexporte des Landes. Eine Abkühlung dieses Absatzkanals kann daher erhebliche Mengen zu brasilianischen Kunden umlenken.

Für Rinderhalter und Fleischkonzerne zeigt ein Rückgang der Einzelhandelspreise allein noch nicht, wie sich die Margen innerhalb der Kette verteilen. Der eingeschränkte Zugang zum größten Exportmarkt kann jedoch den Wettbewerb um Schlachtrinder und Fleisch schwächen. Händler müssen zudem prüfen, ob bestimmte Produkte und Verträge nach Zahlung des zusätzlichen chinesischen Zolls noch rentabel sind.

Der im Bericht genannte Ausblick erwartet, dass die Verkäufe nach China im November wieder anziehen, wenn die Quote für 2027 beginnt. Bis dahin könnte die geringere chinesische Nachfrage mehr Rindfleisch in Brasilien halten und die Preise verschiedener Teilstücke weiter beeinflussen. Auch Schweinefleisch wurde deutlich günstiger, die Quelle stellt den direkten Zusammenhang mit der Exportschwäche und dem chinesischen Quotensystem jedoch nur für Rindfleisch her.

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