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China prüft Brasiliens Fleischbetriebe und deren Exportzulassungen

Fünf chinesische Fachleute kontrollieren Fleischbetriebe, Labore und Farmen in fünf brasilianischen Bundesstaaten. Die Mission könnte über die Wiederzulassung gesperrter Werke, neue Exportgenehmigungen und den Marktzugang für Rinder- und Schweineinnereien entscheiden.

China prüft Brasiliens Fleischbetriebe und deren Exportzulassungen

Prüfung umfasst drei Fleischsparten

China hat mit einer Vor-Ort-Prüfung des brasilianischen Kontrollsystems für Erzeugnisse tierischen Ursprungs begonnen. Sie umfasst die Lieferketten für Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch. Nach Angaben von Globo Rural werden fünf chinesische Fachleute Produktionsstätten, amtliche Labore, Schlachthöfe und Farmen in fünf Bundesstaaten besuchen. Auf dem Programm stehen außerdem Gespräche mit dem brasilianischen Landwirtschaftsministerium und Vertretern der Fleischexporteure.

Die Delegation traf am 20. September in Brasília ein und reiste nach einem Treffen mit Ministeriumsvertretern nach Porto Alegre weiter. In Rio Grande do Sul sollen die Inspektoren das Bundeslabor für landwirtschaftlichen Gesundheitsschutz und einen Schweinebetrieb im Landesinneren besuchen. Anschließend führt die Route zu einem Geflügelschlachthof in Paraná, Geflügel- und Rinderbetrieben in São Paulo sowie zu einer Farm und zwei Rindfleischwerken in Rondônia. Ein Abschlussgespräch mit dem Landwirtschaftsministerium ist in Cuiabá im Bundesstaat Mato Grosso vorgesehen.

Quellen nennen unterschiedliche Endtermine

Globo Rural zufolge dauern die Besuche in den fünf Bundesstaaten bis zum 26. September. CNN Brasil berichtet dagegen, dass die gesamte Mission bis zum 28. September läuft und 17 Industriebetriebe aus der Rind-, Schweine- und Geflügelfleischbranche umfasst. Die Abweichung könnte darauf zurückzuführen sein, dass sich eine Angabe auf die Betriebsbesuche und die andere auf das vollständige Programm aus technischen Bewertungen und offiziellen Gesprächen bezieht.

Die Prüfung führt nicht automatisch zu einer Exportgenehmigung. Laut CNN Brasil entscheiden die chinesischen Behörden erst nach Abschluss ihrer technischen Bewertungen über die Wiederzulassung gesperrter Werke und die Genehmigung neuer Betriebe. Für die Verarbeiter geht es deshalb zunächst darum, ob einzelne Standorte und das brasilianische Kontrollsystem insgesamt Chinas Hygieneanforderungen erfüllen.

Fünf Rindfleischwerke bleiben gesperrt

Nach Angaben von Globo Rural sind die China-Zulassungen von fünf brasilianischen Rindfleischwerken ausgesetzt: JBS in Vilhena, Rondônia, und Pontes e Lacerda, Mato Grosso; Prima Foods in Araguari, Minas Gerais; Frialto in Matupá, Mato Grosso; sowie SulBeef in Várzea Grande, Mato Grosso. Die chinesische Delegation soll das JBS-Werk in Vilhena besuchen. Der Geflügelbetrieb von Copacol in Cafelândia, Paraná, darf ebenfalls kein Geflügelfleisch nach China verkaufen. Für brasilianische Schweinefleischwerke bestehen derzeit keine Sperren.

CNN Brasil brachte die Beschränkungen für die Rindfleischwerke in früheren Berichten mit Rückstandsfunden in Exportlieferungen in Verbindung. Demnach wurden Betriebe von JBS, Prima Foods und Frialto nach dem Nachweis von Medroxyprogesteronacetat gesperrt; SulBeef war von einer ähnlichen Maßnahme betroffen. Die Zulassung des JBS-Werks in Vilhena wurde laut CNN Brasil nach dem Nachweis von Progesteron in exportierten Lieferungen ausgesetzt.

Zulassungen bleiben trotz Zolldruck relevant

Brasiliens Landwirtschaftsminister André de Paula erwartet Fortschritte bei der Wiederzulassung gesperrter Rindfleischwerke, bei neuen Betriebsgenehmigungen und beim Beginn der Ausfuhr von Rinder- und Schweineinnereien. Die Erwartungen stiegen, nachdem China Brasilien als frei von Maul- und Klauenseuche ohne Impfung anerkannt hatte. Diese Anerkennung schafft eine breitere Grundlage für veterinärrechtliche Verhandlungen, nimmt das Ergebnis der laufenden Prüfung aber nicht vorweg.

Die Mission fällt in eine Phase stark gesunkener brasilianischer Rindfleischlieferungen nach China. CNN Brasil berichtete unter Berufung auf Handelsministeriumsangaben, die vom brasilianischen Verband der Fleischexporteure ausgewertet wurden, dass die Ausfuhren im August 18.900 Tonnen erreichten. Das waren 88,2 % weniger als im selben Monat 2025. Von Januar bis August blieb China dennoch Brasiliens größter Rindfleischmarkt und nahm 899.200 Tonnen im Wert von 5,51 Milliarden US-Dollar ab. CNN Brasil führte den August-Rückgang auch darauf zurück, dass Brasilien Chinas Kontingent mit niedrigerem Zoll ausgeschöpft hatte. Darüber hinausgehende Mengen unterliegen einem zusätzlichen Zoll von 50 %, wodurch der Gesamtsatz auf 62 % steigt. Neue Zulassungen würden die Handelsberechtigung wiederherstellen oder ausweiten, doch das Zollsystem bestimmt weiterhin Volumen und Rentabilität der Lieferungen.

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