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Spezialisierter chilenischer Schweinefleischzuschnitt wächst in Japan um 214 Prozent

Agrosupers Absatz von gewürzter Schweineschulter in Japan stieg zwischen 2020 und 2025 um 214 Prozent. Japan ist 2026 nach Nettoerlösen der wichtigste Schweinefleischmarkt des Unternehmens, getragen von der Wurstindustrie.

Spezialisierter chilenischer Schweinefleischzuschnitt wächst in Japan um 214 Prozent

Japan wird Agrosupers wichtigster Schweinefleischmarkt

Japan ist 2026 bislang Agrosupers größtes Exportziel für Schweinefleisch nach Nettoerlösen, berichtet CNN Chile. Gemessen am Gesamtumsatz ist das Land zugleich der zweitgrößte globale Markt des chilenischen Lebensmittelkonzerns, nur hinter den Vereinigten Staaten. Ausschlaggebend ist die starke Nachfrage nach einem Spezialprodukt, das in Chile kaum konsumiert wird, für die japanische Fleischverarbeitung aber ein wichtiger Rohstoff ist.

Das auf Spanisch „paleta pimentada“ genannte Produkt ist eine gewürzte Schweineschulter, die vor allem zur Wurstherstellung eingesetzt wird. Ismael Eguía, Agrosupers Country Manager in Japan, bezifferte den Absatzanstieg zwischen 2020 und 2025 auf 214 Prozent. Technischer Standard, Geschmack und gleichbleibende Qualität hätten die Marktposition gestützt. Für Verarbeiter sind diese Eigenschaften entscheidend, weil sie verlässliche Zutaten für eine standardisierte Produktion benötigen.

Das weltweite Angebot ist stark konzentriert

Die Herstellung gewürzter Schweineschulter ist hoch spezialisiert. Sechs Länder stellen laut CNN Chile 99 Prozent des weltweiten Angebots. Chile ist über Agrosuper vertreten, den einzigen Produzenten des Landes. Das verschafft dem Unternehmen eine besondere Position in einem internationalen Schweinefleischsegment, dessen Produktionskompetenz auf wenige Anbieter konzentriert ist.

Japan importiert jährlich etwas mehr als 110.000 Tonnen gewürzte Schweineschulter. Agrosuper hält daran einen Anteil von 11,3 Prozent. Bei direkter Anwendung dieser Quote auf das gemeldete Marktvolumen entspräche dies ungefähr 12.000 Tonnen pro Jahr; ein genaues Liefervolumen nannte das Unternehmen jedoch nicht. Die Nachfrage stützt sich auf Japans reife Fleischverarbeitung, die jährlich rund 296.000 Tonnen Wurst produziert. Wiener Würstchen bilden dabei die größte Verbrauchskategorie.

Lokale Präsenz erweitert den Marktzugang

Agrosuper ist seit 2004 mit einem eigenen Büro in Tokio direkt in Japan tätig. Der Umsatz im Land stieg in den vergangenen sechs Jahren um mehr als 40 Prozent. Eguía führte das Wachstum auf eine breitere Kundenbasis und ein vielfältigeres Produktsortiment zurück. Das Unternehmen beliefert inzwischen direkte Kunden in 40 Prozent der japanischen Präfekturen und verringert damit seine Abhängigkeit von wenigen Großabnehmern.

Das Team in Tokio umfasst 12 Fachkräfte, darunter 10 japanische Staatsangehörige. Diese lokale Struktur erleichtert die Anpassung an japanische Geschäftspraktiken und Produktanforderungen. Agrosuper deckt heute 6 Prozent aller japanischen Importe von gefrorenem Schweinefleisch ab. Dieser Markt ist breiter als das Segment der gewürzten Schweineschulter, in dem der Anteil 11,3 Prozent beträgt. Für Chiles Schweinefleischindustrie zeigt der Erfolg, wie Spezialisierung und direkte Marktbearbeitung auch ohne starke heimische Nachfrage nach demselben Zuschnitt Marktanteile in einem anspruchsvollen Zielmarkt schaffen können.

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