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Chile fordert weitere US-Zollausnahmen für Lachs, Wein, Trauben und andere Exporte

Chile verhandelt über zusätzliche Ausnahmen von dem US-Zoll von 12,5 % auf Lachs, Wein, frische Trauben, Heidelbeeren und weitere Exportwaren. Mehr als die Hälfte des Werts der chilenischen Ausfuhren in die Vereinigten Staaten ist bereits ausgenommen, doch wichtige Agrar-, Lebensmittel- und Aquakulturbranchen bleiben belastet.

Chile fordert weitere US-Zollausnahmen für Lachs, Wein, Trauben und andere Exporte

Chile eröffnet eine neue Phase der Zollgespräche

Chile ist in eine entscheidende Phase seiner Handelsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten eingetreten. Das Land strebt zusätzliche Ausnahmen von dem Zollsatz von 12,5 % an, den Washington auf einen Teil der chilenischen Ausfuhren erhebt. Die Gespräche könnten über die Bedingungen für mehrere bedeutende Lebensmittel und Agrarprodukte auf einem ihrer wichtigsten Auslandsmärkte entscheiden.

Nach Angaben von Pauta traf die chilenische Staatssekretärin für internationale Wirtschaftsbeziehungen, Paula Estévez, am 24. August im Außenministerium Jeffrey Goettman. Er ist stellvertretender US-Handelsbeauftragter und die Nummer zwei im Büro des Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten. Die US-Delegation sollte am Montag und Dienstag in Chile bleiben und damit Gespräche fortsetzen, die zuvor mehrere Wochen lang aus der Ferne geführt worden waren.

Lachs, Obst und Wein bleiben belastet

Chile verlangt bessere Zugangsbedingungen für Lachs, frische Trauben, Heidelbeeren, Wein, Geflügelfleisch und Kirschen sowie weitere Waren, die weiterhin dem Aufschlag von 12,5 % unterliegen. Damit stehen Aquakultur, Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung im Zentrum der Verhandlungen. Das Ergebnis könnte Erzeuger, Exporteure und US-Importeure in mehreren Lieferketten betreffen.

Mehr als die Hälfte des Werts der chilenischen Exporte in die Vereinigten Staaten wurde durch die von Washington festgelegten Ausnahmen von dem Aufschlag ausgenommen, berichtete Pauta. Ein erheblicher Teil des Handels genießt damit bereits eine günstigere Behandlung. Kommerziell wichtige Bereiche des chilenischen Agrar-, Lebensmittel- und Aquakulturexports tragen jedoch weiterhin zusätzliche Kosten an der Grenze.

Ein Zoll von 12,5 % kann je nach Vertragsgestaltung und Marktlage von Exporteuren getragen, an Importeure und Verbraucher weitergegeben oder entlang der Lieferkette aufgeteilt werden. Die Quelle nennt weder Lieferwerte noch Preiseffekte oder den Handelswert, den Chiles jüngster Antrag umfasst. Deshalb bleibt offen, welches Geschäftsvolumen profitieren würde, falls Washington die vollständige Produktliste akzeptiert.

Chile argumentiert mit einer Ergänzung der US-Produktion

Die chilenische Regierung hat Washington bereits eine Liste der Produkte übergeben, für die sie bessere Bedingungen fordert. Sie argumentiert, dass mehrere chilenische Exportwaren die US-Wirtschaft ergänzen und keine Bedrohung für einheimische Produzenten darstellen. Besonders relevant ist dieses Argument bei Waren, deren Angebot von Saisonabhängigkeit, Produktunterschieden oder etablierten Beziehungen zwischen chilenischen Lieferanten und US-Käufern geprägt ist.

Die Regierung bereitete das Treffen gemeinsam mit den wichtigsten chilenischen Wirtschaftsverbänden vor. Bereits im Juli hatte sie angekündigt, die Verhandlungen auf zusätzliche Ausnahmen für den nationalen Exportkorb zu konzentrieren. Die Gespräche sollten am 25. August fortgesetzt werden. In dem Quellenmaterial wurden weder eine Einigung noch ein Entscheidungszeitplan oder konkrete neue Ausnahmen gemeldet. Die Aussicht auf eine schnelle Entlastung bleibt daher ungewiss und hängt davon ab, ob die US-Seite Chiles Argumentation für einzelne Produkte akzeptiert.

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