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Brasiliens Fleischproduktion steigt 2027 auf 34,26 Millionen Tonnen trotz weniger Rindfleisch

Conab erwartet, dass Brasiliens Produktion von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch 2026 auf 34,08 Millionen Tonnen und 2027 auf 34,26 Millionen Tonnen steigt. Zuwächse bei Schweine- und Hühnerfleisch gleichen 2027 einen Rückgang der Rindfleischproduktion um 3,6% aus.

Brasiliens Fleischproduktion steigt 2027 auf 34,26 Millionen Tonnen trotz weniger Rindfleisch

Schweine- und Geflügelfleisch treiben Gesamtproduktion

Brasiliens gemeinsame Produktion von Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch soll 2026 laut der nationalen Versorgungsgesellschaft Conab 34,08 Millionen Tonnen erreichen, 2% mehr als 2025. Für 2027 wird ein weiterer Anstieg um 0,5% auf 34,26 Millionen Tonnen erwartet. Zuwächse bei Schweine- und Hühnerfleisch gleichen dabei das sinkende Rindfleischangebot aus.

Conab stellte die Prognosen am 15. September bei einer Veranstaltung zum Agrarausblick für die Saison 2026/27 vor. Trotz weiter steigender Ausfuhren soll die gesamte im brasilianischen Binnenmarkt verfügbare Fleischmenge mit rund 22 Millionen Tonnen stabil bleiben.

Die Schweinefleischproduktion dürfte 2026 dank eines größeren Sauenbestands und höherer Produktivität um 4,79% auf 5,93 Millionen Tonnen wachsen. Die Exporte sollen um 6,49% auf 1,58 Millionen Tonnen und die Inlandsverfügbarkeit um 4,28% auf 4,36 Millionen Tonnen steigen. Für 2027 werden 6,15 Millionen Tonnen Produktion, ein Plus von 3,7%, sowie 1,65 Millionen Tonnen Export und 4,52 Millionen Tonnen für den Binnenmarkt erwartet.

Hühnerfleischexporte erholen sich nach Geflügelpest

Die Hühnerfleischproduktion soll 2026 um 3,1% auf 16,3 Millionen Tonnen steigen. Conab rechnet mit einem Exportsprung um 11,53% auf 5,76 Millionen Tonnen, nachdem wichtige Abnehmer ihre Käufe wieder aufgenommen haben. 2025 waren die Ausfuhren durch einen Fall von Geflügelpest in Rio Grande do Sul beeinträchtigt worden.

2027 dürfte sich das Wachstum verlangsamen; mit 16,7 Millionen Tonnen wird dennoch ein Produktionsrekord erwartet. Die Exporte sollen um 0,8% auf 5,8 Millionen Tonnen steigen. Die Inlandsverfügbarkeit wächst voraussichtlich um 3,2% von 10,57 Millionen Tonnen im Jahr 2026 auf 10,9 Millionen Tonnen. Die zusätzliche Produktion ist damit vor allem für den brasilianischen Markt bestimmt.

Rinderzyklus begrenzt das Rindfleischangebot

Die Rindfleischproduktion entwickelt sich in die andere Richtung. Für 2026 werden 11,84 Millionen Tonnen erwartet, etwas weniger als die 11,9 Millionen Tonnen von 2025. Conab prognostiziert für 2027 einen stärkeren Rückgang um 3,6% auf rund 11,4 Millionen Tonnen, weil Betriebe mehr weibliche Tiere zum Wiederaufbau ihrer Herden zurückhalten und weniger Rinder zur Schlachtung verfügbar sind.

BP Money zufolge verläuft die Wende im Rinderzyklus langsamer als zunächst erwartet. Die Schlachtungen lagen im ersten Halbjahr 2026 noch über dem Vorjahresniveau. Höhere durchschnittliche Schlachtkörpergewichte und eine intensivere Nutzung von Feedlots stützten ebenfalls die Produktion. Steigende Preise für Kälber und Ersatztiere deuten jedoch auf ein knapperes Angebot hin und verstärken den Anreiz, weibliche Zuchttiere zurückzuhalten.

Die Rindfleischexporte sollen dennoch zunehmen. Conab schätzt die Ausfuhren 2026 auf 4,73 Millionen Tonnen, 4,46% mehr als im Vorjahr, trotz des Endes der chinesischen Importquote für das Jahr, eines europäischen Embargos gegen brasilianisches Rindfleisch und der US-Zölle. Für 2027 prognostiziert Conab 4,843 Millionen Tonnen; BP Money rundet den Wert auf 4,8 Millionen Tonnen und beziffert den Zuwachs auf 2,2%. Der Inlandsverbrauch bleibt verhalten, da Haushalte mit niedrigeren Einkommen preiswertere Teilstücke sowie Hühner- oder Schweinefleisch bevorzugen. Der Einzelhandel kann höhere Rinderpreise deshalb nicht vollständig weitergeben.

Auch das Eierangebot wächst

Conab erwartet für 2026 eine Eierproduktion von 49,7 Milliarden Stück, 1,37% mehr als in der Schätzung für 2025. Im Jahr 2027 soll die Produktion um weitere 3,3% auf 51,3 Milliarden Stück steigen und damit die Verfügbarkeit im brasilianischen Binnenmarkt erhöhen.

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