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Bosnien und Herzegowina gibt in acht Monaten über 50 Millionen KM für Speiseeis-Importe aus

Bosnien und Herzegowina hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres fast 6.500 Tonnen Speiseeis und anderes genießbares Eis für mehr als 50,3 Millionen Konvertible Mark eingeführt und rund 1.087 Tonnen im Wert von 5,63 Millionen KM ausgeführt. Die Importmenge sank um 8,9 Prozent, der Rechnungsbetrag stieg zugleich um 10,6 Prozent. Kroatien und Serbien lieferten fast neun Zehntel der eingeführten Menge.

Bosnien und Herzegowina gibt in acht Monaten über 50 Millionen KM für Speiseeis-Importe aus

Bosnien und Herzegowina hat in den ersten acht Monaten dieses Jahres fast 6.500 Tonnen Speiseeis und anderes genießbares Eis eingeführt und dafür mehr als 50,3 Millionen Konvertible Mark (KM) gezahlt. Ausgeführt wurden im selben Zeitraum rund 1.087 Tonnen im Wert von 5,63 Millionen KM. Die Zahlen stammen von der Behörde für indirekte Besteuerung Bosnien und Herzegowinas und wurden von blink.ba und Nezavisne novine berichtet. Die Differenz zwischen beiden Handelsströmen beträgt für den Zeitraum rund 44,7 Millionen KM.

Weniger Menge, höhere Rechnung

Die Daten zeigen eine deutliche Abweichung zwischen Menge und Wert. Die Einfuhrmenge ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,9 Prozent zurück, der dafür gezahlte Betrag stieg dagegen um 10,6 Prozent. Tiefkühldesserts passierten die Grenze also zu einem spürbar höheren Kilopreis als ein Jahr zuvor.

Aus den gemeldeten Summen ergibt sich ein durchschnittlicher Importpreis von knapp 7,7 KM je Kilogramm. Da die Menge sank und der Wert stieg, geht der gesamte Anstieg der Importrechnung auf den Preis zurück und nicht auf größere Liefermengen. Für Importeure und Handelsketten schlägt das unmittelbar auf das Beschaffungsbudget in den absatzstärksten Monaten des Jahres durch.

Kroatien und Serbien liefern den Großteil

Zwei Nachbarmärkte decken nahezu die gesamte Einfuhr ab, allerdings zu sehr unterschiedlichen Konditionen:

  • Kroatien: mehr als 3,1 Millionen Kilogramm im Wert von knapp 20 Millionen KM
  • Serbien: rund 2,6 Millionen Kilogramm im Wert von 21,69 Millionen KM
  • Zusammen: etwa 5,7 Millionen Kilogramm und damit fast neun Zehntel der gesamten Importmenge

Serbien lieferte weniger Tonnage als Kroatien, stellte aber mehr in Rechnung: rund 8,3 KM je Kilogramm gegenüber etwa 6,4 KM aus Kroatien. Das deutet auf einen höheren Anteil markengebundener und hochwertiger Sortimente in den serbischen Lieferungen hin, während die kroatische Ware näher am Mengensegment liegt.

Ausfuhr wächst um 37,2 Prozent von niedriger Basis

Der Export war die einzige eindeutig wachsende Position. Er stieg im Jahresvergleich um 37,2 Prozent, von 743.914 Kilogramm auf 1.086.821 Kilogramm, und brachte 5,63 Millionen KM ein. Wichtigster Abnehmer war Serbien mit rund 423.000 Kilogramm, gefolgt von Kroatien und Slowenien.

Der rechnerische Durchschnittspreis der Ausfuhr liegt bei etwa 5,2 KM je Kilogramm und damit rund ein Drittel unter dem Durchschnittspreis der Einfuhr. Die heimischen Hersteller bewegen sich also in den unteren Preisstufen der Warengruppe, im Inland wie auf den regionalen Märkten, die sie beliefern. Ein Zuwachs von mehr als einem Drittel binnen eines Jahres ist prozentual erheblich, die Basis bleibt gegenüber der Importseite jedoch klein.

Der Preisabstand bestimmt das Defizit

Wertmäßig übertrafen die Einfuhren die Ausfuhren in den acht Monaten um fast das Neunfache. Mengenmäßig liegt das Verhältnis näher bei sechs zu eins. Der engere Mengenabstand bestätigt, dass das Defizit ebenso stark vom Preis der eingeführten Ware getrieben wird wie von ihrer Menge.

Der Achtmonatszeitraum umfasst die komplette Sommersaison, in der der Verbrauch von Tiefkühldesserts auf dem Westbalkan seinen Höhepunkt erreicht. Er ist damit der aussagekräftigste Ausschnitt des jährlichen Handelszyklus für diese Warengruppe. Das Bild zeigt eine heimische Industrie, die im Export Boden gutmacht, während die Regale im Land weiterhin überwiegend aus Kroatien und Serbien bestückt werden. Um die Lücke zu schließen, müssten die Hersteller in höherwertige Segmente vorstoßen statt allein die Tonnage zu erhöhen.

Vollständige Marktanalyse

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