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Landkreis Boeun exportiert erstmals Zwiebeln nach Singapur – 200 Tonnen verladen

Im südkoreanischen Landkreis Boeun angebaute Zwiebeln sind erstmals nach Singapur verschifft worden. Das Agrarunternehmen Samnong verlud 200 Tonnen von 10 Höfen aus drei Gemeinden und erschließt damit einen neuen Auslandsmarkt.

Landkreis Boeun exportiert erstmals Zwiebeln nach Singapur – 200 Tonnen verladen

Im Landkreis Boeun in der südkoreanischen Provinz Nord-Chungcheong angebaute Zwiebeln sind erstmals nach Singapur verschifft worden und eröffnen dem Kreis einen neuen Absatzweg im Ausland, wie das lokale Medium News1 berichtet.

Die Kreisverwaltung Boeun teilte am 16. Juli mit, dass das in der Region tätige Agrarunternehmen Samnong 200 Tonnen lokal angebauter Zwiebeln zur Ausfuhr nach Singapur verladen hat. Es ist das erste Mal, dass Zwiebeln aus dem Kreis den Markt in Singapur erreichen.

Zehn Höfe hinter der Lieferung

Die Zwiebeln stammen laut News1 von 10 landwirtschaftlichen Betrieben aus drei Gemeinden des Kreises Boeun. Die Partie wurde von Samnong zusammengestellt und für den Export vorbereitet; das Unternehmen koordinierte die Erzeuger und wickelte die Verladung ab.

Beteiligt sind die Gemeinden:

  • Tanbu-myeon
  • Maro-myeon
  • Sanoe-myeon

Erst die Bündelung der Ernte von zehn einzelnen Höfen zu einer Partie von 200 Tonnen macht den Auslandsverkauf möglich: Abnehmer in Singapur, das nahezu sein gesamtes Frischgemüse einführt, handeln in Containergrößen und nicht in den kleineren Mengen, die ein einzelner Betrieb liefern kann.

Neuer Absatzweg für die Erzeuger

Für einen kleinen Binnenkreis ist ein direkter Exportweg wichtig, weil er den Erzeugern eine Alternative zum heimischen Großhandelsmarkt bietet, auf dem die Zwiebelpreise je nach Größe der landesweiten Ernte von Saison zu Saison stark schwanken. Der Verkauf ins Ausland verteilt dieses Risiko auf mehr als einen Markt.

Singapur ist ein naheliegendes erstes Ziel für südkoreanisches Frischgemüse. Der Stadtstaat erzeugt kaum eigene Lebensmittel und bezieht Gemüse aus der gesamten Region, sodass die Nachfrage stabil und die Logistik nach den Maßstäben von See- und Luftfracht kurz ist.

Die erste Lieferung ist zugleich ein Test, ob Boeun-Zwiebeln die Anforderungen von Importeuren und Einzelhändlern in Singapur an Qualität, Kalibrierung und Verpackung erfüllen. Bestehen sie diese Hürde und finden Wiederkäufer, verfügen der Kreis und Samnong über eine Vorlage, die sie in kommenden Saisons ausweiten und auf andere Märkte Südostasiens übertragen können.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Die unmittelbare Frage lautet, ob aus dieser Partie von 200 Tonnen ein regelmäßiger Warenstrom wird oder ob sie ein Einzelfall bleibt. Das hängt vom Preis ab, den die Erzeuger aus Boeun nach Produktions- und Frachtkosten erzielen, und davon, wie die Zwiebeln bei den Vertriebspartnern in Singapur ankommen. News1 nannte weder den Wert des Geschäfts noch den Preis je Tonne.

Vorerst markiert die Verladung den ersten Schritt in den Exportmarkt für einen Kreis, dessen Zwiebelernte bislang fast vollständig im Inland verkauft wurde. Ob die Menge wächst, werden die kommenden Erntezyklen zeigen.

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